Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 278

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1876

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1Accessits im Contrapunkt. Von 1844 bis 1848 war er Orchestermitglied der Grossen Oper, nachdem er schon 1842 als ausübendes Mitglied in die Gesellschaft der Conservatoireconcerte aufgenommen worden, deren Sekretär er von 1856 bis 1860 war. Er ist auch der Begründer der Soirées de musique classique, die er zu hoher Blüthe brachte. Componirt und veröffentlicht hat er zahlreiche Fantasien und Melodien für Violoncello, Trios mit Pianoforte und Violine, Duos, Nocturnes, Fantasien und andere Sachen für Violine und Violoncello und endlich eine gute Violoncelloschule.
3Lebreton, s. Breton, Joachim le.
5Lebrun, Jean, ausgezeichneter französischer Hornvirtuose, geboren am 6. April 1759 zu Lyon, war der Sohn eines Musikliebhabers und wurde deshalb schon früh mit den Regeln der Kunst bekannt gemacht. Mit Vorliebe wandte er sich den Hornstudien zu und war mit zwanzig Jahren ein durchaus fertiger Bläser. Seit 1783 in Paris, vervollkommnete er sich noch mehr unter der Leitung Rodolphe’s und weiterhin Punto’s. Vielleicht niemals vorher hat ein Hornist eine ähnliche Lippenkraft, eine so sichere Embouchure, einen so reinen Ton und eine staunenswerther technische Fertigkeit entwickelt wie L. Von 1786 bis 1792 war er erster Hornist im Orchester der Grossen Oper und begab sich dann der Revolutionswirren wegen nach England, um von dort aus in die königl. Kapelle in Berlin zu treten. Im J. 1802 nahm er Urlaub, um auf Concertreisen den Rhein, Holland und Belgien zu besuchen, wo überall seine Virtuosität bewundert wurde. Nach der Schlacht bei Jena, 1806, verliess er Berlin und ging nach Paris zurück. Sein bizarres Wesen, gepaart mit Anmaassung und Ueberhebung, war die Ursache, dass er hier weder Freunde gewann, noch eine Stellung fand. Gänzlich zurückgekommen, gab er sich selbst 1809 den Tod. Er ist der Erfinder des Dämpfers für Horn, mit welchem er herrliche Wirkungen im Adagio erzielte. Componirt hat er einige überaus schwierige Hornconcerte, die er allein vorzutragen vermochte.
7Lebrun, Louis Sebastien, französischer Operncomponist, Sänger und Gesanglehrer, geboren am 10. Decbr. 1764 in Paris, kam mit sieben Jahren als Chorknabe an die Notredame-Kirche und erhielt in der Maitrise derselben Musik- und Compositionsunterricht. Nach zwölfjährigen Studien an dieser Schule wurde er 1783 Kapellmeister an der Kirche St. Germain-l’Auxerrois, welches Amt er auf Zureden seiner Freunde nach drei Jahren aufgab, um als Tenorsänger zur Bühne zu gehen. Als Polynices in Sachini’s »Oedipe à Colone« debutirte er 1787 in der Grossen Oper und wurde engagirt. Von 1791 bis 1799 gehörte er dem Théâtre Feydeau an, machte aber auch hier kein besonderes Glück und trat zur Grossen Oper zurück, von der, wie überhaupt vom Theater, er 1803 Abschied nahm. Er erhielt eine der vier Gesanglehrerstellen der Grossen Oper, und Napoleon stellte ihn 1807 als Sänger und drei Jahre später als Gesangdirektor seiner Kapelle an. Wie als Sänger, so zeigte L. auch als Componist ein nur untergeordnetes Talent, und wenn von seinen vierzehn komischen Opern einige einen bedeutenden Erfolg hatten, wie »L’astronome«, »Marcellin«, »Le rossignol«, »Emilie et Melcour«, »Le maçon«, »Le petit matelot« und »Le bon fils«, so verdankt er dies lediglich günstigen äusseren Umständen. Auch für die Grosse Oper schrieb er einige Partituren, die jedoch nicht zur Aufführung gelangten. Ausserdem lieferte er noch eine Sammlung von Romanzen, dreistimmigen Messen mit Streichquartettbegleitung und andere Kirchenstücke, unter denen ein Te deum hervorragt, u. s. w. L. starb am 27. Juni 1829 zu Paris.
9Lebrun, Ludwig August, der vielleicht grösste Oboevirtuose des 18. Jahrhunderts, geboren 1746 zu Mannheim, hatte 1767, als er mit einem Jahrgehalte von 1500 Gulden in die kurfürstl. baierische Kapelle in München kam, schon bedeutenden Ruf, der zum Weltruhm wurde, als er von 1775 an mit seiner Gattin Francisca (s. weiter unten) grosse Kunstreisen durch Deutschland und bis nach Italien, Frankreich und England unter beispiellosem Erfolge unter-

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