Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 284

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1876

11 lines. Read by computer on 23 September 2026. Printed page 278. See the scan on archive.org.

1Probleistung als Organist und Kapellmeister des Domcapitels in Borja angestellt, und 1809 erhielt er die Organistenstelle und das Lehramt zu Tafalla in Navarra. Endlich, im J. 1832, berief man ihn als Direktor und Lehrer der Kapelle nach Bilbao. L. war einer der besten Organisten und Componisten seiner Zeit in Spanien und hat mehrere Messen mit Orchester, Psalme, Motetten, Lamentationen, Misereres, Weihnachtslieder und ein Stabat mater geschaffen. Ebenso hat er viel Orgelsachen componirt und veröffentlicht. Eindringlichkeit der Ideen, Natürlichkeit und Correctheit der Harmonien und Modulationen zeichnen seine Compositionen vortheilhaft aus.
3Leduc, Simon, genannt der Aeltere, vortrefflicher französischer Violinist, geboren 1748 zu Paris, war im Geigenspiel ein Schüler von Gaviniés und in den letzten Jahren seines kurzen Lebens einer der Direktoren des Concert spirituel in Paris, wo er im J. 1787 starb. Von seiner Composition erschienen: zwei Bücher Violinsonaten mit Violabegleitung, einige Concerte für dasselbe Instrument mit Orchester, drei Sinfonien, eine concertirende Sinfonie für zwei Violinen u. s. w. — Sein jüngerer Bruder und Schüler, Pierre L., geboren 1755 zu Paris, trat anfangs mit grossem Erfolge als Violinist auf, übernahm später jedoch die Musikalienhandlung von Lachevardière und stellte jede Kunstausübung ein. Er starb im Octbr. 1816 in Holland und hinterliess sein Pariser Geschäft seinem ältesten Sohne Auguste L.
5Ledwich, Edward, irländischer Gelehrter, geboren 1759 und gestorben am 8. Aug. 1823 zu Dublin, ist der Verfasser eines auch musikalisch sehr bemerkenswerthen, grossen Forscherfleiss bekundenden Werkes, betitelt: »Antiquities of Ireland« (Dublin und London, 1790), welches wichtige Aufschlüsse über die Musik und die musikalischen Instrumente der alten Einwohner der irischen Insel liefert.
7Lee, Sebastian, ausgezeichneter deutscher Violoncellovirtuose, geboren am 24. Debr. 1805 zu Hamburg, wo er sich unter der Leitung Prell’s, eines Schülers Romberg’s, auf seinem Instrumente gründlich ausbildete. In seiner Vaterstadt bereits rühmlichst bekannt, trat er 1830 erfolgreiche Concertreisen an, die ihn über Leipzig, Kassel, Frankfurt a. M. u. s. w. im April 1832 nach Paris führten, wo er im italienischen Theater wahrhafte Triumphe feierte. Im Verein mit Gusikow gab er 1836 einige Concerte, hielt sich dann in London auf und kehrte hierauf wieder nach Paris zurück, wo er als Solo-Violoncellist der Grossen Oper angestellt wurde. Im J. 1868 siedelte er in seine Vaterstadt Hamburg über, die er seitdem nicht wieder verlassen hat. Componirt hat er Variationen, Divertissements, Rondos, Fantasien u. s. w. für Violoncello, Duette für zwei Violoncelli und mehreres Andere. Eine von ihm verfasste Schule, betitelt: »Ecole du Violoncelliste«, figurirt unter den Unterrichtswerken des Pariser Conservatoriums. — Sein jüngerer Bruder, Louis L., geboren 1819 in Hamburg, erlangte durch guten Unterricht auf dem Violoncello sowohl wie auf dem Pianoforte eine ausgezeichnete Fertigkeit. Wenn auch sein Ton als Violoncellist nicht gerade gross und stark, so ist doch seine Technik und Bogenführung musterhaft entwickelt. Als Pianist spielt er u. a. grosse Orchesterwerke mit der grössten Vollstimmigkeit und Sicherheit auswendig vor. Er gab seiner Zeit grosse Concerte in Hamburg, Kopenhagen, Leipzig, Frankfurt a. M., Kassel, Mannheim und anderen rheinischen Städten und hielt sich auch einige Zeit lang in Paris auf. Nach Hamburg zurückgekehrt, wirkt er seit langen Jahren hauptsächlich als sehr geschätzter Musiklehrer, sowie als Quartettspieler. Als Componist ist er mit Sinfonien, Ouverturen, Quartetten, Trios und Pianoforte-Duos hervorgetreten, welche den gründlich gebildeten Musiker erkennen lassen. — Ein Sohn Sebastian’s, Eduard L., geboren 1835 zu Paris, berechtigte als Pianist zu den glänzendsten Hoffnungen, starb aber in der Blüthe seiner Jugend zu Hamburg am 23. Decbr. 1861.
9Lefèbre oder Lefebvre, s. Lefèvre.
10Lefèbure, Jean, deutscher Tonsetzer, war gegen Ende des 16. Jahrhunderts

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.