Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 307

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1876

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1des Monuments Beethoven's begleiteten und erntete schmeichelhafte Auszeichnungen. Nicht minder bedeutend waren seine Erfolge vom Januar 1846 an in Dresden, Berlin und auf dem Musikfeste zu Aachen, wo er u. A. auch ein Concert seiner Composition hören liess. Im J. 1847 besuchte er Schweden und kehrte über Hamburg zurück, wo er zwei glänzende Concerte gab. Das Jahr 1848 sah L. in Wien, von wo ihn jedoch alsbald wieder die zu gleicher Zeit daselbst ausbrechende Revolution vertrieb. Er begab sich nach Brüssel und wurde an de Bériot's Stelle, der wegen Kränklichkeit austrat, Violin-Professor am Conservatorium. Im J. 1851 verheirathete sich L. mit der vorzüglichen Sängerin de Mendi (s. weiter unten), einer Nichte des berühmten Tenoristen Manuel Garcia, und gab mit derselben im darauf folgenden Winter zwei Concerte in Paris, die ihm Ruhm und eine dauernde Beliebtheit in der französischen Hauptstadt eintrugen. Weiterhin unternahmen die beiden Gatten erfolgreiche Reisen nach Frankreich, Holland, Dänemark, Schweden, Norwegen und Russland, und empfingen schmeichelhafte Kundgebungen des Entzückens, das sie überall hervorriefen. Als Professor am Conservatorium zeigte sich L. vollkommen würdig der hohen Stellung, die er als Bewahrer und Vermehrer des Ruhms der belgischen Violinschule einzunehmen hatte und übertrug auf seine zahlreichen Schüler die trefflichen Eigenschaften, welche ihn in so hohem Grade auszeichneten. Auch als Componist trat er nicht unvorteilhaft hervor. Man kennt von ihm als im Druck erschienen: viele Violinconcerte mit Orchesterbegleitung, treffliche Studienwerke für dies Instrument, elf grosse Fantasien mit Orchester- und zwei Elegien mit Clavierbegleitung, zahlreiche Salonstücke und Fantasien, meist über Opernthemen (gemeinschaftlich mit dem Pianisten Jos. Grégoir gearbeitet), Duette für Violine und Violoncello (mit Servais componirt), ein Duo für zwei Violinen u. s. w. Im J. 1866 gab L. das Lehramt am Brüsseler Conservatorium auf und siedelte 1867 nach Paris über, wo er hoher Verehrung geniesst und sich hin und wieder auch noch öffentlich hören lässt. — Seine Gattin, Antonia Sitcher de Mendi-Léonard, geboren am 20. Octbr. 1827 zu Talavera de la Reina in Spanien, kam jung nach Paris und studirte bei ihrem Oheim Manuel Garcia Gesang und Harmonielehre. In einem Conservatoireconcerte zu Paris, am 25. April 1847, trat sie zum ersten Male öffentlich auf und machte sich alsbald so beifällig geltend, dass die Direktion dieser Concerte eine Medaille auf die junge Sängerin schlagen liess. Hierauf besuchte sie bis zu ihrer Verheirathung in Begleitung ihres Oheims häufig England, später mit ihrem Gatten auch andere entfernte Länder und fand überall die ehrenvollste Aufnahme. In Brüssel und seit 1867 in Paris widmet sie sich mit vielem Erfolge der Ertheilung von Gesangunterricht. Auch als Componistin von vielen im Druck erschienenen Gesangromanzen ist sie aufgetreten.
3Leonarda, Isabella, italienische Componistin, geboren 1641 zu Novara, trat in das Ursulinerinnenkloster ihrer Geburtsstadt und wurde Aebtissin desselben. Von ihrer Composition erschienen viele Motetten für eine, zwei und drei Stimmen, Vespern und einige vierstimmige Messen mit Instrumentalbegleitung.
5Leonardi, Antonio, vielgenannter italienischer Musiker, lebte in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts in Pisa. — Dasselben Namens kennt man einen Componisten, Johann L., zu Anfang des 16. Jahrhunderts, von dem einige Melodien in einer um 1548 gedruckten Sammlung vierstimmiger weltlicher Lieder enthalten sind, welche Sammlung sich auf der Bibliothek zu Zwickau befindet.
7Leonetti, Giovanni Battista, italienischer Augustinermönch und Organist zu Crema in der Lombardei, lebte zu Anfang des 17. Jahrhunderts und hat von seiner Composition erscheinen lassen: »Litanie a 4, 5, 6, 7 e 8 voci«.
9Leonhard, Julius Emil, vorzüglicher deutscher Componist, Pianist und Lehrer, geboren am 13. Juni 1810 zu Lauban in Schlesien, erhielt den ersten musikalischen Unterricht von seinem Vater, einem Geistlichen, der leidenschaft-

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