Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 32

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1876

11 lines. Read by computer on 15 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 26. See the scan on archive.org.

1um so mehr diese Wirkung auszuüben vermochte, je mehr die Nachkommen der K. anfingen mit anderen Zungen zu reden. C. Billert.
3Kelz, Johann Friedrich, guter deutscher Violoncellist und gewandter, fleissiger Componist, geboren am 11. April 1786 zu Berlin von unbemittelten Eltern, erlernte die Musik professionsmässig beim Berliner Stadtmusicus Fuchs, in dessen Lehre er bis 1801 sich befand. Durch seinen Oheim A. F. Metke kam er hierauf in die Kapelle des Herzogs Friedrich August von Braunschweig-Oels, und hier konnte er seiner Neigung folgen und besonders das Violoncello studiren, auf dem ihm sein Oheim einen gründlichen Unterricht ertheilte. Nach dem Tode des Herzogs kehrte er nach Berlin zurück, genoss noch die Unterweisung Duport’s und wurde 1811 als Kammermusiker und erster Violoncellist der königl. Kapelle daselbst angestellt. Im J. 1857 pensionirt, starb er im Januar 1862 zu Berlin, nachdem er sich auch als Lehrer seines Instruments hervorragend ausgezeichnet hatte. In der Composition, wenige Unterrichtsstunden bei Zelter abgerechnet, Autodidakt, hat er Erstaunliches in allen Musikfächern geleistet. Besonders für Clavier, Violine und Violoncello kam er seit 1815 allen Ansprüchen der Dilettanten durch angenehm geschriebene Modesachen, aber auch höheren Anforderungen (20 Fugen für Streichinstrumente u. s. w.) entgegen. Sonst hat er noch Motetten und Psalme, ein- und mehrstimmige Gesänge und Lieder componirt, die Beachtung fanden. Ueberhaupt beträgt die Zahl seiner im Druck erschienenen Compositionen nahe gegen 300.
5Kelz, Matthäus, deutscher Tonkünstler des 17. Jahrhunderts aus Bautzen, studirte in Italien Musik, ward 1626 Cantor in Stargard und später in Sorau. Wann er daselbst starb, ist unbekannt. Man kennt von ihm zwei theoretische Werke: »Isagoge musicae« und »Tractatus de arte componendi«, welche aber schon zu Printz’s Zeiten äusserst selten anzutreffen waren. Ausserdem erschienen von ihm folgende Gesang- und Instrumentalcompositionen: »Operetta nuova« oder evangelische Sonntagssprüche von Advent bis Palmarum, auf eine leichte, doch reine italienische Villanellische wie auch Dialogen-Manier für drei Stimmen« (Leipzig, 1636); »Primitiae musicales seu Concentus novi harmonici, aus Sonaten, Intraden, Balletten, Sarabanden, Allemanden, Gagliarden u. s. w. für zwei Violinen, Bass und Generalbass bestehend« (Ulm, 1658) und »Exercitationum musicarum a Violino e Viola da Gamba etc.« (Augsburg, 1669). one of two readings
6Kelz, Matthäus, deutscher Tonkünstler des 17. Jahrhunderts aus Bautzen, studirte in Italien Musik, ward 1626 Cantor in Stargard und später in Sorau. Wann er daselbst starb, ist unbekannt. Man kennt von ihm zwei theoretische Werke: »Isagoge musicae« und »Tractatus de arte componendi«, welche aber schon zu Printz’s Zeiten äusserst selten anzutreffen waren. Ausserdem erschienen von ihm folgende Gesang- und Instrumentalcompositionen: »Operetta nuova oder evangelische Sonntagssprüche von Advent bis Palmarum, auf eine leichte, doch reine italienische Villanellische wie auch Dialogen-Manier für drei Stimmen« (Leipzig, 1636); »Primitiae musicales seu Concentus novi harmonici, aus Sonaten, Intraden, Balletten, Sarabanden, Allemanden, Gagliarden u. s. w. für zwei Violinen, Bass und Generalbass bestehend« (Ulm, 1658) und »Exercitationum musicarum a Violino e Viola da Gamba etc.« (Augsburg, 1669). one of two readings
8Keman, der Name einer arabisch-türkischen Violine, kleiner als das Ajahli Keman (s. d.). S. übrigens auch Kemangeh.
10Kemangeh ist die dem Persischen entlehnte Gattungsbenennung der im Orient gebräuchlichen Streichinstrumente, deren man besonders im arabischen Musikkreise mehreren Arten begegnet. Die meisten dieser Arten sind beinahe gleich gebaut und unterscheiden sich nur durch ihre Grösse. Der Resonanzkörper ist einer kleinen, flachen runden Trommel ähnlich, deren Sarg (s. d.) entweder aus einer Kokosnusschaale oder aus Holz gefertigt ist. Beide Seiten dieses Sarges haben eine auf den Rand geklebte Fischhaut ohne Resonanzlöcher als Resonanzboden. Die Resonanzlöcher befinden sich in symmetrischer Anordnung im Sarg. Das Griffbrett, an welchem sich unmittelbar der Wirbelkasten mit den Wirbeln befindet, welches gewöhnlich aus Ebenholz gefertigt ist und elegante Elfenbeinverzierungen zeigt, ist dem oberen Theile des Sarges eingefügt. Fast eben so lang als dieser Hals ist eine Eisenstange, die in gerader Linie die Fortsetzung desselben bildet, welche durch den Sarg geht und mit ihrer freien Spitze den Fuss des K. macht. Beim Spielen stellt der das K. behandelnde Musiker das Tonwerkzeug nämlich auf diesen, um es leicht mit der die Saiten greifenden Hand etwas wenden zu können, damit der Bogen nur eine Saite streichen kann. Der Bezug (s. d.) besteht aus einer, zwei oder drei Saiten und nur bei einer einzigen Gattung aus mehr. Die Saiten werden aus Haaren, die der Mähne oder dem Schwanz von Pferden entnommen werden, gefertigt. Eine Saite besteht aus sechzig solcher Haare, die dochartig

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