Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 39

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1876

22 lines. Read by computer on 10 September 2026. Printed page 33. See the scan on archive.org.

1des Grossmüthigen zu Kassel und bezog als solcher 24 Gulden Gehalt nebst 10 Gulden Herberggeld für sich und vier Singeknaben. Seine Kapelle bestand aus einem Tenoristen, Sifrid Tollus, einem Bassisten, Jorius Baum, einem Organisten und zehn Instrumentalisten, unter den letzteren nicht weniger als drei Trompeter.
3Kern nennen die Orgelbauer die Scheide zwischen Schallröhre und Fuss der Orgelpfeifen. Bei den Metallpfeifen wird diese aus stärkerem Zinnblech, als man zur Schallröhre und zum Fuss gebraucht, gefertigt. Bei stehenden Metallpfeifen liegt diese Scheide in planer Plattenform horizontal auf dem Fuss angelöthet, von Gestalt völlig rund bis zu der Stelle, wo sie mit dem Fuss die Spalte (s. d.) bildet. Um diese zweckentsprechend zu formen, erhält der K. hier einen Ausschnitt. Dass je nach der Grösse der Pfeife auch die Grösse des K. sich gestalten muss, ist selbstredend. — Bei Holzpfeifen ist der K. aus einem Brettchen, das der Schallröhre gleich geschnitten ist, und einige Centimeter vom untern Ende der Schallröhre auf den Grad eingeschoben und zweckgenügend befestigt ist. Am untern Ende der Röhre ist ein ähnliches Brettchen eingefalzt, worin der runde oder viereckige hölzerne Fuss — eine Röhre — eingeleimt ist. Die Aufgabe des K.s überhaupt ist, der strömenden Luft nur den Ausgang aus der Spalte in gewünschter Weise zu gestatten, und den Schallraum der Röhre regelrecht abzugrenzen.
5Kerner, Lorenz, deutscher Tonkünstler, lebte um 1690 in Hamburg und war der Lehrer Mattheson's im Contrapunkt.
7Kernpfeifen nennt man alle mit einem Kerne (s. d.) versehenen Orgelpfeifen, gleichviel ob von Metall oder Holz, zum Unterschiede von den Pfeifen der Rohrwerke.
9Kerpel, Sixtus, deutscher Lautenvirtuose der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, veröffentlichte von seiner Composition Lautenstücke, die 1574 in Strassburg gedruckt erschienen sind.
11Kerpen, Friedrich Hugo Freiherr von, geschickter deutscher Dilettant und guter Violoncellist aus der Wendezeit des 18. und 19. Jahrhunderts. Um 1780 war er Domkapitular in Würzburg und leitete zugleich das dortige Liebhaberconcert. Seit 1790 befand er sich in Mainz, später in Heilbronn. Seine Compositionen, fliessend und gefällig geschrieben und darum beliebt, umfassen Opern (»Der Schiffbruch«, »Die Räthsel«, »Adelheid von Ponthieu«), ein Melodram (»Cephalus und Procris«), ein- und mehrstimmige deutsche und italienische Gesänge und Lieder, Streichquartette, Claviertrios, Sonaten für Clavier mit und ohne Begleitung, Variationen u. s. w.
13Kerrena. Unter diesem Namen führt Bonnet in seiner »Hist. de musique« eine Art Trompete der Ostindier an, deren Rohr beinahe 5 Meter lang ist.
15Kerzel oder Kerzelli, Michael, Violinvirtuose und Componist, geboren um 1760 zu Wien, lebte schon seit 1786 in Moskau, wo mehrere russische Opern von ihm (»Der Dorfzauberer« u. a.) auf die Bühne kamen. Ausserdem wurde er auch durch Quartette und Trios für Streichinstrumente, Violinduette, Solos für Violine u. s. w. bekannt.
17Kerzinger, Tonkünstler zu Pressburg um 1796, führte daselbst eine Operette seiner Composition, »Die Illumination«, auf.
19Kesler, Wendelin, deutscher Kirchencomponist der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, aus Kannewurf im Schwarzburg'schen gebürtig, ist nur noch durch ein Motettenwerk für fünf Stimmen, betitelt: »Cantiones super evangelia dominicalia et sanctorum, von Advent bis Ostern zu gebrauchen« (Wittenberg, 1582), bekannt geblieben.
21Kessel nennt man im gewöhnlichen Leben im Allgemeinen jede kugelflächenartige Vertiefung, im Besonderen jede solche Vertiefung, die durch einen zu einer Platte ausgearbeiteten Körper eingeschlossen ist. In ersterer Auffassung spricht man von einem Thalkessel etc., in letzterer von dem in jeder Wirthschaft geführten K. zum Kochen. Beide Auffassungen haben auch in

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.