Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1876

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11819 ein Musiklehrer Namens Sawora, und bald warf sich K., ohne Compositionslehre getrieben zu haben, auf die Anfertigung von Liedern, Clavierstücken, sogar einer Oper »Daphnis’ Grab«. Von seinem Vater zum Staatsdienste bestimmt, absolvirte er die philosophischen und juridischen Studien, gleichzeitig aber auch bei Tomaschek diejenigen in der Harmonielehre, worauf er, bereits Fiscalamts-Conceptpraktikant, unter Anleitung desselben kundigen Lehrers, zum Contrapunkt und der Fuge vorschrift. Im J. 1836 veranstaltete er eine Aufführung eigener Compositionen (Nonett, Septett, Lieder), die seinen Namen vortheilhaft bekannt machte, und ihn anspornte, auch Sinfonien, Concertouverture u. s. w. zu schreiben. Ein Sturz im J. 1840 aus dem Wagen, wobei er den Arm brach, veranlasste ihn, den lästigen Staatsdienst aufzugeben und sich blos auf die Composition zu verlegen. Bald darauf (im Decbr. 1842) starb Dionys Weber, Direktor des Conservatoriums in Prag; K. kam um Verleihung dieses Amts ein und erhielt dasselbe unter elf Mitbewerbern am 16. Mai 1843. In dieser Stellung erwarb er sich denn auch hoch anzuschlagende Verdienste um das ihm anvertraute Institut sowohl, wie um das Prager Musikleben überhaupt. Auf die gediegenste theoretische und literarische Ausbildung seiner Zöglinge hielt er stets sein Hauptaugenmerk gerichtet, und in der Musikübung bestand er auf einem möglichst vollkommenen, fein nuancirten Vortrag. Seine Amtstätigkeit that seinem Fleisse im Schaffen keinen Abbruch. Hatte er sich bereits als Liedercomponist einen Ruf erworben (die Lieder »Die wilden Rosen«, »Wär’ ich ein Stern«, »Die Abfahrt des Corsaren«, »Der Vogelsteller« machten sogar grosses Glück) und kannte man ihn vortheilhaft als Schöpfer von Messen, Ouverturen und drei Sinfonien, von denen die Jagdsinfonie 1840 von Mendelssohn im Gewandhause zu Leipzig aufgeführt worden war, so warf er sich nun auch mit Erfolg auf die Operncomposition. Am 19. Febr. 1848 wurde in Prag seine vieraktige grosse Oper »Bianca und Giuseppe oder die Franzosen vor Nizza« gegeben, mit Enthusiasmus aufgenommen und 14 Mal vor stark besuchten Häusern wiederholt. Ein Marsch daraus erlangte schnell europäische Berühmtheit. Nicht weniger gefiel die folgende dreiaktige Oper »Waldblume«, im Febr. 1852 in Prag aufgeführt, in deren Schlussakte sich ein sehr bemerkenswerthes Duett befindet. Die 1852 vollendete dreiaktige Oper »Die Bilderstürmer« erschien erst im April 1854 auf der Prager Bühne und hatte ebenfalls einen vollständigen localen Erfolg. Im J. 1865 trat K. von der Direktion des Conservatoriums zurück und starb am 20. Juli 1868 zu Polnisch-Lissa. — Von seinen angenehm erfundenen und geschickt ausgearbeiteten Compositionen aus allen Musikfächern sind einige vierzig Werke im Druck erschienen, nämlich: Lieder und Gesänge, Clavierstücke, drei Sinfonien, eine Concertouverture, die Oper »Die Franzosen vor Nizza« (Text von R. Wagner), ein Septett für Clavier, Blasinstrumente und Contrabass, ein Pianoforte-Trio (op. 28, sehr bemerkenswerth), eine Cantate, Märsche u. s. w.
3Kitzler, Otto, vortrefflicher und erfahrener deutscher Tonkünstler, geboren am 26. März 1834 zu Dresden, genoss im dortigen Hofkapellknabeninstitut von früh auf eine vorwiegend musikalische Erziehung, im Clavier und Gesang durch den Hoforganisten Joh. Schneider, in der Theorie durch Jul. Otto und im Violoncellospiel durch E. Kummer. Mit neunzehn Jahren als Musiklehrer in Eutin im Holstein’schen thätig, verliess er nach einem Jahre diese Stellung, um am Conservatorium zu Brüssel unter Servais und Fétis seine Studien zu vollenden. Hierauf fungirte er als Violoncellist ein Jahr lang am Theater zu Strassburg und zwei Jahre hindurch an der Grossen Oper zu Lyon und leitete einen Sommer über das Opernorchester zu Troyes. Nachdem er noch 1857 in Lyon einen deutschen Männergesangverein in das Leben gerufen hatte, kehrte er nach Deutschland zurück und amtierte als Kapellmeister von 1858 bis 1860 am Theater zu Linz, bis 1861 an dem zu Königsberg i. Pr., bis 1863 wieder in Linz, bis 1865 in Temesvar und Hermannstadt und bis

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