Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1876

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11868 in Brünn, wo ihm im letzteren Jahre die Stellungen des artistischen Direktors des Musikvereins, des Direktors der Musikvereinsschule und des Chormeisters des Männergesangvereins übertragen wurden. In diesen Eigenschaften wirkt K. noch jetzt mit grosser Auszeichnung. Als Componist hat er sich durch eine Reihe gedruckter Werke verschiedener Musikgattungen, durch eine von den Preisrichtern der deutschen Tonhalle in Mannheim belobte Sonate für Pianoforte und Violoncello, durch einen Festhymnus zur fünfzigjährigen Amtsfeier seines Lehrers Joh. Schneider, sowie durch grössere und kleinere Orchester- und Vocalcompositionen vortheilhaft bekannt gemacht. Von seinen vielen Schülern in Gesang, Theorie und Composition ist obenan der Componist und Professor am Conservatorium zu Wien, Ant. Bruckner zu nennen.
3Kiyan nennen die Araber dienende Frauen, welchen die Ausführung gewisser Gesänge obliegt.
5Klackel, Stephan, auch Patan genannt, geschickter Violinvirtuose, geboren um 1753 zu Beraun in Böhmen, besuchte die lateinische Schule in Prag und war zugleich Chorknabe an der Egidienkirche daselbst. Nach Verlust seiner schönen Altstimme übte er eifrig Violine und benutzte zu diesem Zwecke besonders einen zweijährigen Aufenthalt bei seinem Bruder in Böhmisch-Krumau. Dann studirte er ein Jahr lang zu Linz Physik, trat aber hierauf als Violinist in das Orchester des Nationaltheaters in Wien und endlich als Kapellmeister in den Dienst des Grafen von Auersberg ebendaselbst. Vom Kaiser Joseph II. unterstützt, konnte er sechs Monate hindurch in Paris seiner höheren violinistischen Ausbildung obliegen und liess sich auf seiner Rückreise in mehreren Städten unter grösstem Beifall öffentlich hören. In Wien übernahm er wieder das Kapellmeisteramt beim Grafen von Auersberg, das er jedoch nach wenigen Jahren mit demjenigen beim Grafen von Thun in Böhmen vertauschte. In diesem Dienste starb er schon am 19. Mai 1788 an einem Faulfieber, gerade als er angefangen hatte, die früher vernachlässigte Compositionsübung zu cultiviren.
7Klage, Karl, vortrefflicher deutscher Clavierspieler, Guitarrist und Musiklehrer, dessen Bearbeitungen classischer Werke für Pianoforte zu vier Händen lange Zeit hindurch für musterhaft galten, war am 21. Mai 1788 zu Berlin geboren. Mit den Berliner Musikverlegern von früh an in Verbindung stehend, machte er sich denselben nützlich durch Correcturen, Clavierarrangements aller Art und durch brauchbare Compositionen für Dilettanten, bestehend in leichten Pianofortestücken, Sonaten, Tänzen, Liedern, Guitarresachen, Divertissements für Flöte und Clavier u. s. w. Seinem guten Clavierunterricht, der ihn bis in einflussreiche Häuser führte, verdankte er 1829 seine Ernennung zum königl. Musikdirektor. Von 1830 bis 1845 war er Mitbesitzer einer Kraft und Klage firmirenden Verlags-Musikalienhandlung, die jedoch zu keinerlei Bedeutung gelangt ist und deren Artikel an die Trautwein'sche Handlung übergingen. K. selbst starb am 12. Octbr. 1850 zu Berlin. Sein Hauptwerk sind die Haydn'schen Sinfonien, die er in zum Theil unübertrefflicher Art für Clavier vierhändig arrangirt hat. — Seine Tochter, Marianne K., geboren am 14. Novbr. 1822 zu Berlin, erwarb sich als Pianistin, Sängerin und Componistin von Liedern einen guten localen Ruf. Im J. 1838 bereits machte sie Kunstreisen und unter Beifall sang sie auch in Leipzig. Mit ihrem Gatten verliess sie kurz nach dem Tode ihres Vaters Europa und begab sich nach Amerika, wo sie verschollen ist.
9Klagelieder oder Jeremiaden, s. Lamentationen.
11Klammer, s. Accolade.
13Klang bezeichnet im gewöhnlichen Leben eine Gattung Bewegungen der Molekülsysteme elastischer Körper, welche mit dem Ohre wahrnehmbar ist. Man wendet zur Bezeichnung hörbarer Körperbewegungen überhaupt verschiedene Namen, wie: Schall, Ton, Klang, Geräusch, Gemurmel, Geklapper u. A. an, deren Eigenheiten die entsprechenden Artikel dieses Werkes nachweisen. Die

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