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Scan 99
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1876
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1Verbesserung der Tastenharmonica hat er sich verdienstvoll beschäftigt, wie in dem Artikel Harmonica mitgetheilt worden ist.
3Klein, Johann Joseph, erfahrener deutscher Musiktheoretiker, geboren zu Arnstadt in Thüringen am 24. Aug. 1740 (nicht 1739), war Stadtorganist, Gerichtsdirektor und Hof-Advocat zu Eisenberg. Er veröffentlichte ausser verschiedenen Abhandlungen in der Leipziger musikalischen Zeitung ein »Lehrbuch der theoretischen Musik in systematischer Ordnung« (Leipzig, 1801), welchem ein »Lehrbuch der praktischen Musik u. s. w.« (Gera, 1783) vorangegangen war. Ausserdem hat man von ihm ein »Neues vollständiges Choralbuch zum Gebrauch beim Gottesdienste, nebst einem kurzen Vorbericht von der Choralmusik« (Rudolstadt, 1785; 2. Aufl. 1802). Unter seinen Compositionen erfreute sich »Gellert’s Morgengesang« grosser Beliebtheit. K. starb am 25. Juni 1823 zu Cahla bei Jena.
5Klein, Karl August Freiherr von, eifriger und gebildeter deutscher Musikfreund, geboren 1794 auf einem Schlosse unweit Mannheim, lernte mit sechs Jahren Clavierspiel und fing ein Jahr später schon zu componiren an, bis ihn Gottfried Weber in Mannheim auf die soliden Grundlagen der Composition stellte. Unter Zulehner setzte er, da er 1810 seinen Vater durch den Tod verloren hatte und zu seinem Oheim nach Mainz gekommen war, seine Compositionstudien fort. Im J. 1817 besuchte er Paris und sah sich von Méhul, später, nach seiner Rückkehr nach Deutschland auch von Beethoven, in seinen musikalischen Bestrebungen freundlich aufgemuntert. Es erschienen von ihm ein Pianoforte-Trio, Sonaten für Clavier und Violine, eine Frühlingsphantasie für Pianoforte, eine Ouverture zu Shakespeare’s »Othello« im Clavierauszuge, Lieder u. s. w. Musikalische Abhandlungen und Aufsätze seiner Feder, theils mit seinem Namen, theils unter einem angenommenen brachten verschiedene Zeitschriften, und als selbstständige Schrift erschien ein »musikalischer Katechismus« von ihm (Bingen, 1842).
7Klein, Thomas, vorzüglicher deutscher Clarinettenvirtuose und Componist für sein Instrument, geboren am 10. Aug. 1802 zu Nürnberg, erhielt seinen ersten musikalischen Unterricht vom Kapellmeister Alois Maurer und kam als Clarinettist in die Hofkapelle zu München. Von dort wurde er 1828 als Solospieler an das Hofopernttheater in Wien berufen, 1833 als Mitglied der Hofkapelle und 1851 als Professor der Clarinette am Conservatorium daselbst angestellt. Seine als werthvoll zu bezeichnenden Compositionen gab er zum Theil auf seinen Kunstreisen in Paris heraus; die meisten derselben sind jedoch leider im Manuscript liegen geblieben.
9Kleine Bassgeige, s. Violoncello.
10Kleine Octave, Benennung der zweiten Octave in der deutschen Tabulatur der dritten des modernen Tonsystems, s. Octave.
11Kleines B oder B rotundum, s. B.
12Kleine Tonart, s. Molltonart.
14Kleinheinz, Karl Franz Xaver, guter deutscher Pianist und vorzüglich begabter Componist, geboren am 3. Juli 1772 zu Mindelheim in Schwaben, erhielt seinen ersten gründlichen musikalischen Unterricht in der Klosterschule zu Memmingen, studirte dann die Rechte und trat in den bairischen Staatsdienst. Von der Tonkunst jedoch mächtig angezogen, in der er seit 1789, in welchem Jahre seine ersten drei Sonaten für Clavier und Violine erschienen, unausgesetzt thätig gewesen war, ging er 1799 nach Wien, wo er bei Albrechtsberger den Contrapunkt studirte und sich selbst als Componist und Clavierspieler vortheilhaft bekannt machte, sodass er Musiklehrer im Hause des Grafen von Brunswick wurde. Später fungirte er als Theaterkapellmeister in Brünn, seit 1809 in Pesth und blieb, Unterricht ertheilend, in letzterer Stadt, in der er 1832 starb. Ein feuriger Kopf, reich an Ideen, geschickt und talentvoll zugleich, componirte er in allen Musikgattungen, besonders Oratorien, Opern (»Harald«, »Der Käfig« u. s. w.), Messen, Ouverturen und Musiken zu
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