Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 125

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1877

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1bezeichneten Stellen von den Streichinstrumenten nicht mit dem Bogen gestrichen, sondern mit den Fingern der rechten Hand gerissen oder geknippen werden sollen. Die gewöhnliche Behandlungsweise mit dem Bogen wird dann durch coll' arco (abgekürzt: c. arc. oder nur arco) = mit dem Bogen, wieder angezeigt.
3Pizzoni, P. Eleazar, Franziskanermönch, geboren in Parma gegen 1620, war Kapellmeister an der Kirche seines Ordens »Santa Maria della carità« in Bologna. Es sind von ihm gedruckt: 1) »Balleti, Correnti etc. a 3 stromenti« op. 1 (Bologna, 1669, in 4°); 2) »Motetti sacri a voci sola« op. 2 (ibid., 1670, in 4°).
5Plachy (i), Wenzel, geboren zu Klopotowitz in Mähren am 4. Septbr. 1785, erhielt den ersten Unterricht von seinem Onkel Anton Plachy. In Wien, wohin er später ging, lebte er als Organist und Musiklehrer. Es sind von ihm gegen 60 Werke veröffentlicht, darunter: 1) »Messe, vierstimmig mit Orchester, op. 24« (Wien, Cappi); 2) »Graduale, vierstimmig, zwei Violinen, Contrabass und Orgel, op. 34« (ebend.); 3) »Zwei Tantum ergo, vierstimmig, mit Orchester, op. 33—36« (ebend.) u. s. w. P. starb in Prag am 7. Juli 1858.
7Placidamente (ital.) und placido = ruhig, still, behaglich, Vortragsbezeichnung.
9Plärren nennt man den, durch fehlerhafte Windführung bei den Orgelpfeifen entstehenden schreienden schlechten Klang derselben, wie den diesem entsprechenden, meist durch eine zu breite Mundstellung verursachten schlechten und schreienden Kindergesang.
11Plagalisch (von πλάγιος, seitwärts, quer, schief) wurden die vier neuen Töne (Octavengattungen) genannt, welche Gregor d. Gr. aus den sogenannten authentischen ableitete und mit diesen vereint dem Kirchengesange zu Grunde legte. Die vier authentischen, deren Auswahl man dem heiligen Ambrosius († 397) zuschreibt und die daher nach ihm die Ambrosianischen Kirchentöne heissen, sind:
13D E~F G A H~c d
14E F G A H c d e
15F G A H c d e f
16G A H c d e f g
18erster authentischer Ton: authentus protus.
19zweiter " " " deuterus.
20dritter " " " tritus.
21vierter " " " tetrardus.
23Der alten griechischen Auschauungsweise ganz entsprechend, nach welcher die Octave aus Quinte und Quarte zusammengesetzt und diesen Intervallen gemäss zu theilen ist, ergaben sich die plagalen Töne von selbst. Bei den authentischen bilden die, der Quint zugehörigen Töne den unteren, die der Quart zugehörigen den oberen Theil der Octavgattung; indem der erste an seiner Stelle blieb, aber der zweite eine Octave tiefer versetzt wurde, entstand der plagalische Ton, bei welchem die der Quart zugehörigen den unteren und die das Quintintervall füllenden den oberen Theil der Octavgattung bilden:
25Authentisch.
27Plagalisch.
29Dies Verfahren auf die vier authentischen Tonarten angewendet, ergiebt vier plagale, den Plagius protus, Plagius deuterus, Plagius tertius, Plagius tetrardus.
31Erster authentischer Ton.
33Erster Ton.
35Erster plagalischer Ton.
37Zweiter Ton.

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