Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1877

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1Duport und Lamare zu den ersten Violoncellisten von Paris gerechnet zu werden. Nach mehrjährigen Reisen blieb er in Brüssel und wurde dort Professor am Conservatorium. Aus seiner Schule gingen: Servais Batta, Demunk, der auch sein Nachfolger wurde, hervor. Von seinen Compositionen erschienen: »Premier concerto pour violoncelle et orchestre« (Paris, Gaveaux). »Deuxième, troisième, quatrième, idem« (Paris, Pleyel). »Cinquième, idem« (Bruxelles, Weissenbruch). »Sonates pour violoncelle avec accompagnement de basse, oeuvres 2, 3, 4« (Paris, Gaveaux). »Huit airs variés pour violoncelle« (Paris, Nadermann). »Caprices ou préludes pour violoncelle« (Bruxelles, Weissenbruch). »Trois trios pour violon alto et basse« (ibid.). »Six duos pour violon et violoncelle« (Paris, Nadermann).
3Platerspiel, ein altes Blasinstrument, das vom Krummhorn nur durch die, unter dem Mundstück angebrachte Erweiterung sich unterschied. Eine Abbildung des ziemlich werthlosen Instrumentes giebt M. Agricola in seiner »Musica instrumentalis« 1529 (zweite Ausgabe 1546).
5Platner, Augustin, deutscher Componist des 17. Jahrhunderts. Man kennt von ihm: »Missae octonis vocibus concinenda« (Nürnberg, 1623).
7Platon, der eigentliche Begründer der Kunstphilosophie, Sohn des Ariston und der Periktione (oder Potone) aus edlem Geschlecht, durch den Vater mit Kodros, durch die Mutter mit Solon verwandt, ward zu Athen am 21. Mai 429 v. Chr. geboren. Er trug ursprünglich den Namen seines Grossvaters Aristokles; später erst wurde er wegen seiner breiten Brust oder wegen des breiten Flusses seiner Rede von Sokrates Platon genannt. Seine reiche Begabung fand früh in der belebtesten und ereignissreichsten Zeit athenischen Lebens, in der Umgebung der bedeutendsten Geister eines Thukydides, Xenophon, Sophokles, Euripides, Aristophanes, Menander, Phidias und Polykleitos, und unterwiesen durch die besten Lehrer, die trefflichste Pflege und herrlichste Ausbildung. Das Studium der Philosophie wurde seine Lebensaufgabe, und nachdem er in seinem 20. Lebensjahre Sokrates näher getreten war, wurde er dessen eifrigster Schüler und blieb 10 Jahre lang bis an dessen Tod mit ihm in engster Verbindung. Bei dem Prozess gegen Sokrates erbot sich Platon zu einer Geldbusse für ihn und nach der Verurtheilung verliess er mit mehreren anderen Schülern Athen. Er wandte sich zu Euklides nach Megara, mit dessen System er sich indess nicht befreunden konnte. Seinem Forschungseifer folgend ging er nunmehr auf Reisen, zunächst nach Italien, wo er den Archytas von Tarent und den Eudoxos von Knidos hörte, deren pythagoräische Lehren über Physik, Mathematik und Ethik er mit seinen eigenen Gedanken eng verschmolzen in seinen späteren Werken ausführte. Nach Kyrene ging er, um bei Theodoros Mathematik zu hören. Von hier aus besuchte er noch Aegypten und ging dann nach Italien und Sicilien zurück. Hier fand er bei Dions gastliche Aufnahme und kam dadurch in die Nähe des älteren Dionysius, dessen Ungnade er sich jedoch bald durch seine freimüthigen Aeusserungen zuzog, so dass dieser ihn zu Schiffe wegführen liess mit der Andeutung an den Schiffer, dass der Tod Platon’s ihm willkommen sein werde. Dieser rettete indess das Leben, wurde als Sklave verkauft, aber durch Vermittlung des Annikeris aus Kyrene wird er ausgelöst. Er kehrte nun nach seiner Vaterstadt Athen zurück — 388 — und lehrte hier mit dem grössten Beifall in dem, vor den Thoren Athens gelegenen, dem Heros Akademos geweihten Gymnasium und wurde bald das Haupt einer eigenen Schule, deren Grundsätze er in den Schriften, die er verfasste, niederlegte. Zweimal noch liess er sich verleiten, nach Sicilien zu gehen, aber beidemal entrann er wieder nur mit Mühe der Rache des Tyrannen. Er starb 81 Jahr alt 348 v. Chr. Mit Liebe und Bewunderung hingen seine Schüler an ihm, unter denen Chabrias, Phokion und Demosthenes zu nennen sind.
9Indem Plato alle Künste, die wir schöne Künste nennen, unter einen Begriff zusammenfasste und zugleich die Grundlinien zu einer Theorie der

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