Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1877

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1der Grossfürstin Maria Paulowna, der besonders eifrigen Beschützerin des Componisten, unter Liszt's Leitung einstudirt wurde. Die Aufführung verzögerte sich in Folge der Unpässlichkeit mehrerer Künstler um einen Monat, welcher Umstand dem Erfolg des Werkes selbstverständlich nicht günstig war. Die Wiederaufnahme der Oper im nächsten Jahre spricht jedoch für den Werth dieser Arbeit, wenn auch dieselbe nicht ihren Weg auf andere Bühnen gefunden hat. In dieser Zeit liess R. seine ersten Kammerstücke für Clavier und Violine, sowie mehrere Hefte Lieder erscheinen. Im J. 1852 folgten Compositionen für Clavier allein, die »Frühlingsboten«, die ersten »Tanzcapricen« und Andere. Im folgenden Jahre kamen in einem Hofconcerte eine Festouverture in G und in der Stadtkirche zu den Feierlichkeiten der Thronbesteigung des Grossherzogs von Sachsen ein Te deum zur Aufführung. Als Schriftsteller nahm R. an dem um diese Zeit durch R. Wagner hervorgerufenen literarischen Kampfe lebhaften Anteil, und zwar, wie aus seinen Briefen an die Leipziger »Neue Zeitschrift für Musik«, sowie aus seiner Broschüre »Die Wagnerfrage« ersichtlich, als warmer Vertheidiger der, von jenem eingeschlagenen, neuen Musikrichtung. Auch seine persönlichen Verhältnisse sollten in Weimar eine glückliche Wendung erfahren, indem er sich mit der liebenswürdigen und hochbegabten Schauspielerin Doris Genast verlobte. Von 1854 an wendete sich R. mit Vorliebe der Composition von Kammermusik zu: in diesem Jahre vollendete er die Violin-Sonate in E-Moll (Nr. 1), in welcher es ihm gelungen ist, den modernen Geist mit der historischen Form in Einklang zu bringen und wiederum von dieser Form aus dem künstlerischen Bedürfniss der Zeit und des Individuums Befriedigung zu gewähren. Diesem, durch geniale Erfindung und völlige Beherrschung der Compositionstechnik hochbedeutendem Werke liess er 1856 das erste Streichquartett und 1858 die zweite Violinsonate folgen, beide von gleichem Werthe, wie das erstgenannte, und geeignet, den Ruhm ihres Erfinders in die weitesten Kreise zu verbreiten. Dazwischen entstand die Musik zum Drama »Bernhard von Weimar« von Wilhelm Genast, welche in Weimar wiederholt zur Aufführung kam, und aus der besonders die Ouverture eine günstige Aufnahme fand, in der Folge auch eine Rundreise durch die Concertsäle der grösseren Städte Deutschlands machte. Ferner die Orchester-Suite in E-Moll, der 121. Psalm für Soli, Chor und Orchester, die Ballade »Traumkönig« von Geibel für eine Singstimme und Orchester und das Concertstück »Die Liebesfee« für Violine und Orchester, letztere Werke vom Componisten in einem eignen Concert 1855 aufgeführt.
3Den grössten Theil dieses Jahres brachte R. in Wiesbaden zu, wo seine Braut eine Anstellung am Hoftheater gefunden hatte. Im Mai 1856 siedelte er ganz dahin über und war bald der gesuchteste Clavierlehrer der Stadt, doch wusste er auch jetzt mit seiner Unterrichtspraxis eine lebhafte productive Thätigkeit zu vereinigen; aus der langen Reihe von Werken, die er seit 1859, dem Jahre seiner Verheiratung, der Oeffentlichkeit übergab, sind hervorzuheben: die Sinfonie »An das Vaterland«, von der k. k. österreichischen »Gesellschaft der Musikfreunde« im J. 1863 preisgekrönt und am 22. Febr. desselben Jahres in Wien zuerst aufgeführt; die Orchestersuite in C, die ein Jahr später in Karlsruhe zum ersten Male zu Gehör kam; die zweite Sinfonie, zuerst in Wiesbaden 1867, seitdem mit glänzendem Erfolg in Berlin, Dresden, Leipzig, New-York u. s. w. aufgeführt; die Cantate für Männerchor »Wachet auf«, für die Mainzer Liedertafel componirt; die Preiscantate zur Jubelfeier der Leipziger Völkerschlacht, zum ersten Male aufgeführt durch den »Verein der Musikfreunde« in Königsberg, welcher den Componisten zu seinem Ehrenmitglied ernannte. Die gleiche Auszeichnung wurde ihm in Anerkennung seiner Verdienste als Kammermusik-Componisten von Seiten des Dresdener Tonkünstler-Vereins, der Società del Quartetto in Mailand, der philharmonischen Gesellschaft in New-York und des königl. Instituts in Florenz zu Theil. Als Vocalcomponist hat R. bisher nicht die gleichen Erfolge gehabt; die grosse Zahl der von ihm ver-

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