Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 252

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1877

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1veröffentlichte ein Schriftchen über den Geschmack in der Musik. Dasselbe enthält auch eine Parallele der drei Violinisten Nardini, Lolli und Pugnani. Der Titel des Heftchens, das auch ins Französische übersetzt erschien, lautet in der italienischen Ausgabe: »Saggio sul gusto della musica, col carattere de tre celebri suonatori di violino Nardini, Lolli e Pugnani« (Livorno, 1790, in 8°).
3Rangouse, Jean, Parlamentsrath in Toulouse, seiner Vaterstadt, in der er 1534 geboren wurde. Er war Poet und Musiker und hat zu einer grossen Zahl Balladen, Chansons, Chansons royaux und Pastourellen die Melodien erfunden, die lange Zeit gesungen wurden. Remi Belleau lieferte ihm die Verse. Auf einer Reise nach Paris verliebte er sich dort in ein Hoffräulein der Königin Helene de Sugères, dasselbe, welches Belleau in seinen Versen zu besingen pflegte, und da dasselbe dem Antrage des Musikers, sich heimlich mit ihm zu verheiraten, Folge geben wollte, forderte ihn sein Freund, der Dichter, der hinter das Geheimniss gekommen war. R. nahm das Duell nicht an, sondern kehrte in seine Provinz zurück, wo er früh, um 1569 starb.
5Rans, s. Nicolas de Rans.
7Rantzius, Melchior, Componist, geboren in Schlesien gegen 1570. Von ihm sind folgende Werke vorhanden: 1) »Musikalische Bergreyen in Contrapunto colorato, da der Tenor intonirt, mit vier Stimmen« (Nürnberg, 1602, in 4°); 2) »Farrago oder Vermischung allerley Lieder, da eine Stimme der andern allzeit respondirt mit sechs Stimmen« (ebend., 1602, in 4°).
9Ranz des vaches = Kuhreigen (s. d.).
11Raoul mit dem Beinamen De Ferrières, nach einer Burg dieses Namens in der Normandie, lebte gegen 1250 und war Dichter und Musiker, von dem neun mit Melodien versehene Gesänge erhalten sind. Sechs davon befinden sich im Manuscript auf der kaiserlichen Bibliothek zu Paris, No. 65 (Fonds de Cangé).
13Raoul, Graf von Soissons, aus dem Hause Nèse, war Zeitgenosse und Freund des Königs Thibault IV. von Navarra, welcher ihn in seinen Gesängen »Sire de Vertus« nennt. Vier Gesänge mit Melodien versehen sind von R. in der kaiserlichen Bibliothek aufbewahrt.
15Raoul, Jean Marie, Musikliebhaber und Violoncellist, 1766 zu Paris geboren, bekleidete höhere Staatsämter und starb in Paris 1837. Es erschienen bei Pleyel in Paris mehrere Compositionen von R., auch: »Methode de violoncelle contenant une nouvelle exposition des principes de cet instrument«, op. 4 (ebend.). Raoul war in den Besitz einer basse de viola gekommen, ein ausgezeichnetes Exemplar dieser Gattung, welches von Duiffoprugcar für den König Franz I. angefertigt war. Er setzte sich vor, dies bereits vergessene Instrument wieder in Ansehen zu bringen, studirte seine Construktion und bestimmte schliesslich den Lautenmacher Vuillaume, eine basse de viola mit sieben Saiten bespannt nach einer neuen Zeichnung zu verfertigen. Dieser stellte auch 1827 ein solches Instrument her, welches auf der Industrie-Ausstellung unter dem Namen Heptacorde erschien. Die tiefste der Saiten stand eine Terz tiefer als das C des Violoncells, die weitere Folge derselben war: a d g c e a d. In der »Revue musicale«, Band II, S. 56—61 findet sich eine Notiz über dies Instrument.
17Raoul de Beauvais, Minnesänger, aus Beauvais stammend, lebte im Anfange des 13. Jahrhunderts. Fünf Gesänge seiner Compositionen sind unserer Zeit erhalten; sie befinden sich im Manuscript in der kaiserlichen Bibliothek in Paris No. 65 (Fonds de Cangé).
19Raoul de Laon, Bruder des um das elfte Jahrhundert in Laon lebenden berühmten Gelehrten Anselm, war gleichfalls dort Lehrer der schönen Wissenschaften. Er schrieb eine Abhandlung, den »Semitonio« betreffend, von welcher das Manuscript in der kaiserlichen Bibliothek in Paris unter No. 534 (Supplement latin) zu finden ist.
21Raoul Rochette, s. Rochette.
23Raoux, Instrumentenmacher, der sich um die Verbesserung der Messinginstrumente verdient machte. Er gehörte einer Familie an, die sich seit einem

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