Books › Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1877 › scan 261
Scan 261
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1877
16 lines. Read by computer on 15 September 2026. Printed page 253. See the scan on archive.org.
1musical, phansies, fitting the court, citie, and country humours to three four and five voyces« (London, 1611). 2) Eine der schönsten Psalmensammlungen, deren Melodien alle vierstimmig sind und in welchen gleich den Goudimel'schen, dem Tenor die Hauptmelodie zuertheilt ist. Mehrere von diesen Psalmen werden in den Kirchen noch gesungen. Die Sammlung führt den Titel: »The whole book of psalmes with the hymnes evangelicall and songs spiritual composed into four parts by sundry authors, to such severall tunes as have beene and are usually sung in England, Scotland, Wales, Germany, Italy, France and the Netherlands. By Thom Ravenscroft. Bachelor of Musicke« (London, 1621 bis 1623, in 8°). 3) Eine Anweisung zur Composition: »A brief discourse of the true but neglected use of characterising the degrees by their Perfection, Imperfection, and Diminution in mensurable Musicke, against the common practice and custome of these times« (London, 1614, in 4°). Ravenscroft, dem mehrere der Melodien im Psalmenbuche angehören, starb in London 1635.
3Ravets oder Ravits, Antoine Guillaume, geboren zu Löwen gegen 1758, machte seine musikalischen Studien bei dem Componisten Mathias Vanden Gheyn und wurde zunächst Organist in seiner Vaterstadt, später an der Augustinerkirche in Antwerpen. Dort starb er auch 1827. Im Manuscript hat er Orgelpräludien und eine grosse Zahl Motetten mit Orchester, welche ihm in Belgien Ruf erworben, hinterlassen. Ausser diesen kennt man von seinen Compositionen noch folgende: 1) »De profundis«, für zwei Stimmen, Orgel und Orchester; 2) »Jesu Corona virginum«; 3) »Confiteantur«; 4) »Verbum supernum«; 5) »Tecum principum«; 6) »Juravit Dominus« für Sopran, Tenor, Bass; 7) »Quis sicut Dominus«, ein vierstimmiges Requiem mit Orchester.
5Ravina, Jean Henri, Pianist und Componist, geboren zu Bordeaux am 20. Mai 1818. Er wurde als Schüler 1831 in das Conservatorium in Paris aufgenommen und erhielt daselbst mehrere erste Preise. Nachdem er seine Studien dort vollendet hatte, liess er sich mit Beifall in Concerten hören und widmete sich von da ab dem Lehrfach im Clavierspiel. Eine grosse Zahl von Clavierwerken im Geschmack seiner Epoche wurden veröffentlicht, darunter: 1) »12 Etudes de concerts en deux livres« (Paris, Lemoine); 2) »25 Etudes caractéristiques« (ibid.); 3) »Morceau de concert pour piano et orchestre«, op. 8 (ibid.); 4) »Rondo elegante«, op. 4 (ibid.); 5) »Fantaisie salon sur deux airs napolitains«, op. 5 (ibid.); 6) »Divertissement brillants«, op. 10—60; 7) »Nocturne«, op. 13 (ibid.); 8) »Réverie«, op. 19 (ibid.). Ravina starb in Paris 1862.
7Ravivando il tempo, das Zeitmass belebend, beschleunigend.
9Rawlings, Thomas, Sohn von Robert Rawlings, Organist in Chelsea, geboren 1775, erhielt von seinem Vater den ersten Unterricht in der Musik. 13 Jahr alt, erhielt er einen deutschen Lehrer Namens Dittenhofer, welcher ihn in der Harmonie, Piano, Violine und Violoncell unterrichtete. Einige seiner ersten Compositionen wurden in den »Professional concerts« aufgeführt. Bekannt von ihm ist noch: 1) »Concerto da camera pour piano, flûte, deux violins, alto et basse«; 2) »Duo pour harpe et piano«; 3) »Melodies nationales pour le piano«; 4) »Sérénade pour plusieurs instruments«; 5) »Airs anglais«.
11Raymann, Jacob, englischer Lautenmacher, lebte in London 1650.
13Raymond, Edouard, Violinist und Componist, geboren zu Breslau am 27. Septbr. 1812. Sein Vater war Instrumentenmacher, er selbst erhielt von Carl Luge vom siebenten Jahre an Unterricht im Violinspiel. Er spielte mit 14 Jahren das erste Mal öffentlich und wurde in Breslau 1844 Direktor der Sonntags-Gesellschaft. Von seinen Compositionen seien einige genannt: »Introduction und Polonaise für Violine und Piano« (Breslau, Förster); »Adagio und Rondeau brillant mit Quartett- oder Pianobegleitung« (Breslau, Pelz); »Grosse Fantasie für Violine und Orchester oder Piano« (Breslau); »Grosse Polonaise für Violine und Orchester« (Berlin, Bote & Bock) u. s. w. Drei Opern, zwei Sinfonien, zwei Ouverturen und mehrere andere blieben Manuscript.
15Raymond, Georges Marie, geboren zu Chambéry im J. 1769, war
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.