Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 294

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1877

11 lines. Read by computer on 15 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 286. See the scan on archive.org.

1Violinen, Alt, Bass (ibid.). Man hat auch von ihm eine Methode für das Violoncellspiel, betitelt: »Cancise introduction to the art of playing the violoncello« (London, in vier Auflagen erschienen).
3Reinagle, Hugo, Bruder des Vorigen, geboren zu Portsmouth 1766, war ein Schüler von Crosdil und leistete im Violoncellspiel Bedeutendes. Er starb jung zu Lissabon, wo er sich niedergelassen. Componirt hat er: »Sechs Solos für das Violoncell«, op. 1 (London, Preston); Sechs idem, op. 2 (ibid.); »Sechs Duos für zwei Violoncellos«, op. 3 (ibid.).
5Reinecke oder Reinicke, Karl Leopold, geboren zu Dessau 1774, war Anfangs für das Studium der Theologie bestimmt, hatte aber viel Hang zur Musik und wusste seinen Vater, der selber Musiker war, umzustimmen. Er lernte nun nach Art der Stadtmusikanten ziemlich jedes Instrument spielen, erhielt aber vom Musikdirektor Rust Violinunterricht und als er 1796 nach Dresden kam, bei Naumann Compositionsunterricht. 1798 kehrte er nach Dessau zurück wurde dort Concertmeister und erhielt den Titel Musikdirektor. Drei Opern von ihm: »Adelaide von Scharfeneck«, »Feodora«, »Peronka und Alfred«, wurden in Dessau mit Beifall aufgeführt. R. verunglückte auf einer Reise nach Quedlinburg, wo er das Oratorium »Das Weltgericht« von Friedrich Schneider anhören wollte und starb am 22. Octbr. 1820.
7Reinecke, J. P. R., Professor der Musik zu Altona, hat veröffentlicht: »Vorbereitender Unterricht in der Musik überhaupt und im Pianofortespiel insbesondere etc.« (Altona, C. Aue, 1834. in 8°, 61 S.).
9Reinecke, Karl, Componist und Claviervirtuos, Direktor der Gewandhaus-Concer te in Leipzig. Geboren wurde derselbe am 23. Juni 1824 in Altona. Sein Vater war Musiker und als solcher durchbildet genug, um seinen Sohn selbst auf die Bahn der Kunst geleiten zu können. So wurde R. das Glück zu Theil, schon im frühesten Alter gute und geregelte Anleitung zu erhalten, in deren Folge er sich bereits im 11. Jahre öffentlich hören lassen konnte. Nach fortgesetzten eifrigen Studien unternahm er ihm 18. Jahre eine Kunstreise nach Kopenhagen und Stockholm. Die Erfolge blieben hinter den Erwartungen nicht zurück, und dadurch zum Weiterstreben angeregt, ging R. jetzt nach Leipzig, woselbst er seine musikalischen Talente nach allen Seiten hin zu vervollkommnen Gelegenheit die Fülle fand, denn Mendelssohn und Schumann gaben zu dieser Zeit durch ihre Gegenwart dem Leipziger Musikleben hohe Belebung. Wieder vorgeschritten in seinen Leistungen, unternahm R. im J. 1846 auf's neue mehrere Kunstreisen, namentlich in Norddeutschland und Dänemark, woselbst er auch zum Hofpianisten ernannt wurde, und ging endlich nach Paris. Zum Theil machte er diese Concertreisen mit den Violinisten Otto von Königslöw und W. Wasielewsky. Eine Begegnung mit Ferd. Hiller gab seiner Laufbahn eine neue Richtung, denn dieser berief ihn als Lehrer an das Conservatorium in Köln und R. folgte mit Freuden. Aber schon im J. 1854 verliess er diesen Ort, um in Barmen das Musikdirektorat und die Leitung der dasigen Gesangvereine zu übernehmen. Im J. 1859 vertauschte er diesen mit dem grösseren Wirkungkreise als Universitätsmusikdirektor in Breslau. Das Schicksal war ihm hold, und so war es ihm vergönnt, in der Musikstadt Leipzig die Direktion der durch Mendelssohn weltberühmt gewordenen Gewandhausconcerte übernehmen zu dürfen. Seit 1861 befindet er sich in dieser ehrenvollen Stellung, ohne seine Concertreisen als ausübender Künstler ganz einzustellen, sondern er hat in neuerer Zeit in London und an anderen Orten mit vielem Beifall concertirt. Als Componist ist er ebenfalls sehr rühig gewesen. Weit über 100 Werke von zum Theil bedeutendem Umfang hat er in die Welt gesendet, der vielen Arrangements zu zwei und vier Händen, etwa 40 vorzügliche Clavierauszüge und der Instrumentirung verschiedener Werke nicht zu gedenken. Seine Oper »König Manfred« wurde in Leipzig und Wiesbaden, ebenso die einaktige Oper »Der vierjährige Posten« wiederholt aufgeführt. Ausserdem erschien von ihm: 1 Oratorium, 2 Messen, 1 Sinfonie, die Concert- one of two readings
10Reinecke, Karl, Componist und Claviervirtuos, Direktor der Gewandhaus-Concer te in Leipzig. Geboren wurde derselbe am 23. Juni 1824 in Altona. Sein Vater war Musiker und als solcher durchbildet genug, um seinen Sohn selbst auf die Bahn der Kunst geleiten zu können. So wurde R. das Glück zu Theil, schon im frühesten Alter gute und geregelte Anleitung zu erhalten, in deren Folge er sich bereits im 11. Jahre öffentlich hören lassen konnte. Nach fortgesetzten eifrigen Studien unternahm er ihm 18. Jahre eine Kunstreise nach Kopenhagen und Stockholm. Die Erfolge blieben hinter den Erwartungen nicht zurück, und dadurch zum Weiterstreben angeregt, ging R. jetzt nach Leipzig, woselbst er seine musikalischen Talente nach allen Seiten hin zu vervollkommnen Gelegenheit die Fülle fand, denn Mendelssohn und Schumann gaben zu dieser Zeit durch ihre Gegenwart dem Leipziger Musikleben hohe Belebung. Wieder vorgeschritten in seinen Leistungen, unternahm R. im J. 1846 auf's neue mehrere Kunstreisen, namentlich in Norddeutschland und Dänemark, woselbst er auch zum Hofpianisten ernannt wurde, und ging endlich nach Paris. Zum Theil machte er diese Concertreisen mit den Violinisten Otto von Königslöw und W. Wasielewsky. Eine Begegnung mit Ferd. Hiller gab seiner Laufbahn eine neue Richtung, denn dieser berief ihn als Lehrer an das Conservatorium in Köln und R. folgte mit Freuden. Aber schon im J. 1854 verliess er diesen Ort, um in Barmen das Musikdirektorat und die Leitung der dasigen Gesangvereine zu übernehmen. Im J. 1859 vertauschte er diesen mit dem grösseren Wirkungkreise als Universitätsmusikdirektor in Breslau. Das Schicksal war ihm hold, und so war es ihm vergönnt, in der Musikstadt Leipzig die Direktion der durch Mendelssohn weltberühmt gewordenen Gewandhausconcerte übernehmen zu dürfen. Seit 1861 befindet er sich in dieser ehrenvollen Stellung, ohne seine Concertreisen als ausübender Künstler ganz einzustellen, sondern er hat in neuerer Zeit in London und an anderen Orten mit vielem Beifall concertirt. Als Componist ist er ebenfalls sehr rühig gewesen. Weit über 100 Werke von zum Theil bedeutendem Umfang hat er in die Welt gesendet, der vielen Arrangements zu zwei und vier Händen, etwa 40 vorzügliche Clavierrauszüge und der Instrumentirung verschiedener Werke nicht zu gedenken. Seine Oper »König Manfred« wurde in Leipzig und Wiesbaden, ebenso die einaktige Oper »Der vierjährige Posten« wiederholt aufgeführt. Ausserdem erschien von ihm: 1 Oratorium, 2 Messen, 1 Sinfonie, die Concert- one of two readings

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