Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1877

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1bewährte seinen Ruf als ausgezeichneter Dirigent, indem er das Orchester und die französische Oper, durch feste und intelligente Führung, verbunden mit feinem musikalischen Gefühl, zu einer bis dahin nicht vorhandenen Vollendung der Ausführung brachte. Einige Motetten seiner Composition, welche er in der Kapelle des Königs ausführte, verschafften ihm die Ernennung zum Direktor der Kammermusik des Königs Ludwig XVI., welcher ihm gleichzeitig eine Pension von 2000 Frcs. zusicherte und den Platz eines Oberintendanten seiner Kapelle in Aussicht stellte. Die Revolution mit ihren Folgen machte Vorteile, wie Hoffnungen zu Wasser. Im August 1792 jedoch wählte man ihn zum Comitémitglied der Opernverwaltung und als die Organisation des Conservatoriums definitiv beschlossen war, erhielt er einen Platz als Professor der Harmonie an demselben. 1802 verliess er dies Institut wegen Misshelligkeiten. Durch Napoleon wurde er indess auch hier wieder entschädigt, indem ihn derselbe als Direktor an die Oper berief, und er füllte hier seinen Platz, den er im Ganzen 30 Jahre lang innegehabt, bis zu seinem am 15. Juli 1810 erfolgten Tod aus. Der, ein Jahr früher erfolgte Verlust seiner begabten Tochter, durch den Tod, hatte ihn zu tief gebeugt. In den Jahren 1781 bis 1785 leitete er auch die Concert spirituels. Von seinen Compositionen sind zu nennen: 1) »Apollon et Coronis«, Oper in einem Akt, aufgeführt 1781; 2) die Balletmusik zu der Oper »Tarare« von Salieri, ibid. 1787; 3) Ouverture »d'Apollon et Daphné«, 1787; 4) der dritte Akt der Oper »Arvire et Evelina« von Sacchini, welchen er auf Wunsch des Componisten nach dessen Tode hinzu componirte, aufgeführt 1788; 5) die Balletmusik »Oedipe à Colone« von Sacchini, 1787; 6) »Diana et Endymion«, Oper in zwei Akten, 1791. Rey hinterliess ausserdem noch zwei Messen mit Orchester und mehrere Motetten im Manuscript. Einige Solfeggien seiner Composition im dritten Theil der Solfeggien des Conservatoriums.
3Rey, Louis Charles Joseph, Bruder des Vorigen, geboren zu Lauzerte am 26. Octbr. 1738, machte, wie sein Bruder, seine ersten musikalischen Studien in der Abtei St. Sernin und trat dann als Violoncellist in die Theaterkapelle zu Montpellier im Alter von 16 Jahren. Als er später in Paris noch Unterricht bei Bertaut genommen, trat er abermals in eine Theaterkapelle, erst in Bordeaux, dann (1766) in das Orchester der Grossen Oper in Paris. Aus dieser Stellung zog er sich nach 40jähriger Thätigkeit zurück, und tödtete sich, während einer Fieberkrankheit, durch einen Schnitt in den Hals. Componirt hat er: Trios für zwei Violinen und Violoncell (Paris, Cousineau); Duos für zwei Violoncells, liv. 1 und 2 (Paris, Bailleux) u. s. w.
5Rey, Jean Baptiste, geboren zu Tarascon gegen 1760, war in der Singeschule dieser Stadt für die Musik etwas vorbereitet und lernte ohne Anleitung Clavier und Violine spielen. Zuerst wurde er in Viviers als Organist angestellt, ging 1795 nach Paris, um sich dort als Professor der Musik niederzulassen. Er trat gleichzeitig als Violoncellist in die Kapelle der Oper, und behielt diesen Platz bis zu seinem Tode, 1822. Er verfasste und veröffentlichte: »Cours élémentaire de musique et de piano-forté, ou méthode pratique de l'art de toucher le piano-forté« (Paris, Nadermann).
7Rey, V. F. S., geboren zu Lyon gegen 1762, erhielt 1782 eine Stellung bei der Finanzverwaltung, die er bis zu seinem Tode behielt. Gleich seinen Namensvettern war er ein Anhänger des Rameau'schen Princips und verfasste in diesem Sinne das folgende Buch: »Tablature générale de la musique, pour servir à l'intelligence du système dans tout l'ensemble de la musique«. Der zweite Titel dieses Buches ist der: »Système harmonique développé et traité d'après les principes du célèbre Rameau, ou grammaire de musique sous le titre de tablature, se rapportant au Dictionnaire de J. J. Rousseau« (Paris, Sieber fils, 15 S., ohne Datum, aber 1807 erschienen). Noch eine dritte Schrift, worin derselbe Autor seine Ideen entwickelt, erschien unter dem Titel: »L'Art de la musique théorie, physico-practique générale et élémentaire, ou exposition des bases et des développe-

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