Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1877

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1durch die Gegenwart Mendelssohn's und Schumann's in Leipzig sich entwickelte, und die ernstlichen Studien des jungen Musikers liessen ihn auch bald genug Beweise seiner Befähigung geben. Bei Gründung des Leipziger Conservatoriums wurde er als Lehrer der Harmonie und Composition angestellt und bei der 25jährigen Jubiläumsfeier der Anstalt zum königl. Professor ernannt. Nach dem Tode des Musikkdirektors Polenz leitete R. bis 1847 die Singakademie; erhielt 1851 die Anstellung als Organist an der Peterskirche, 1862 an der Neukirche und bald darauf an der Nicolaikirche. Nach dem Tode Moritz Hauptmann's erhielt er den ehrenvollen Ruf, dessen Stelle einzunehmen. Früher schon hatte er den sogenannten »Zittauer Gesangverein« gegründet, ein Studentenverband zur Pflege des Männergesangs, der später mit dem Paulinerverein vereinigt wurde. Neben diesen Funktionen hat R. sich gleichzeitig als theoretischer Schriftsteller und Componist thätig erwiesen. Als ersterer schrieb er »Lehrbuch der Harmonie« (Leipzig, Breitkopf & Härtel, 1860, 1 Bd., 8°) und »Lehrbuch der Fuge«, beides durchaus bewährte Bücher und seitdem in mehreren Auflagen erschienen. Von seinen Compositionen sind zu nennen: »Das Oratorium Christus der Erlöser« aufgeführt am 8. März 1849. Ferner: »Eine Messe für Männerstimmen«; »Dithyrambe«, zur Schillerfeier componirt; »Eine Cantate zur Schillerfeier«, unter Leitung des Componisten 1859 im Gewandhaus aufgeführt; Psalm 126, 130, 116 u. s. w.; viele Motetten, einstimmige und mehrstimmige Lieder; Trios, Präludien und Fantasien für die Orgel; Streichquartette, Sonaten für Clavier; Ouvertüre für grosses Orchester; Hymne zur Jubelfeier der Erfindung der Buchdruckerkunst und vieles andere. Sämtlich bei Breitkopf & Härtel.
3Richter, Ernst Heinrich Leopold, geboren am 15. Novbr. 1805 zu Thiergarten bei Ohlau, erhielt Musikunterricht vom dortigen Organisten Ernst; später kam er nach Breslau, wo er bei Hientsch, dem Organisten Berner und Siegert Stunden nahm. Da er sich sehr begabt zeigte und schnelle Fortschritte machte, erhielt er ein Stipendium zu seiner weiteren Ausbildung in Berlin. Er besuchte hier das Kirchenmusikinstitut, wurde Schüler von Bernhard Klein und C. F. Zelter und hörte die Vorlesungen auf der Universität. 1826 kehrte er nach Breslau zurück und wurde 1827 an Stelle des verstorbenen Berner Musiklehrer am Lehrerseminar daselbst. R. erweiterte den Unterrichtsplan seines Vorgängers bedeutend. Die Schüler erhielten Gesang, Piano, Orgel, Violin- und Compositionsunterricht. Die ausgezeichneten Erfolge seines Unterrichts waren bald bekannt und geschätzt, die Zahl seiner Schüler während seiner langjährigen Wirksamkeit sehr gross. Mosevius vertraute ihm die Leitung des Chors der Singakademie an, auch leitete er einige andere Gesangvereine. 1847 wurde das Seminar nach Steinau a/O. verlegt und R. verblieb auch hier in seiner Stellung, ununterbrochen segensreich wirkend. Eingedenk seiner hohen Verdienste als Lehrer, waren 1876 eine Zahl seiner Schüler zusammengetreten, um am bevorstehenden 50jährigen Jubiläum dem Greise eine Ehrenbezeugung zu veranstalten, als ihn wenige Monate zuvor der Tod aus seinem thätigen Leben abrief. Von seinen Compositionen seien erwähnt:
41) »Die Contrebande«, komische Oper, mit Erfolg in Breslau aufgeführt;
52) Eine Sinfonie für grosses Orchester; 3) Sechs Gesänge von Hoffmann von Fallersleben mit Piano, op. 1 (Breslau, Cranz); 4) Acht leichte Orgelstücke, op. 2 (ibid.); 5) Sechs Tischgesänge für vier und fünf Männerstimmen, op. 4 (ibid.); 6) Geistliche Gesänge für vier Männerstimmen, op. 5 (Breslau, Forster, 7) Choralvorspiele für Orgel (ibid.); 8) Geistliche Gesänge für Männerstimmen, op. 8 (Breslau, Cranz); 9) Lieder für vier Männerstimmen, op. 9, 13, 15, 41 (ibid.); 10) Mehrere Liedersammlungen für eine Stimme mit Piano (ibid.); 11) Psalm 80 für gemischten Chor und obl. Orgelbegleitung, op. 18 (ibid.); 12) Domine salvum fac regem für Männerstimmen und Orchester, op. 19; 13) Schlesische Volkslieder, op. 27 (Leipzig, Breitkopf & Härtel); 14) Messe für vier Stimmen und Orchester (idem); 15) Psalmen, Motetten und Cantaten

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