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Scan 374
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1877
18 lines. Read by computer on 15 September 2026. Printed page 366. See the scan on archive.org.
1Sagan in Niederschlesien, liess in Augsburg (1727) sechs vierstimmige Messen mit Begleitung von zwei Violinen, Viola und Orgel drucken.
3Ritter, Carl Rudolph Heinrich, Organist in Bremen gegen Ende des 18. Jahrhunderts, hat 1786 bei Breitkopf drucken lassen: »Versuch einer Sammlung vermischter kleiner Stücke fürs Clavier« (Bremen, auf Kosten des Verfassers, 1786); eine Menuett mit 13 Variationen und Tänze.
5Ritter, Friedrich Louis, geboren 1831 in Strassburg, erhielt Compositionsunterricht von Schletterer, lebt seit 1857 in den Vereinigten Staaten, seit 1864 in New-York als Lehrer der Composition und hat sich durch Aufführungen von Oratorien vortheilhaft bekannt gemacht. Schrieb Messen, Psalme, Lieder u. a.
7Ritter, Georg Wenzel, ausgezeichneter Fagottist und königl. Kammermusiker der Opernkapelle zu Berlin; geboren am 7. April 1748 zu Mannheim. Als er acht Jahre alt war, kaufte ihm sein Vater von einem Regimentsmusiker ein Fagott für einen Thaler, dieses Instrumentes bediente er sich bis zu seinem Tode. Nachdem er im Dienst des Kurfürsten Theodor von der Pfalz gestanden, wurde er 1788 in die königl. Kapelle aufgenommen und mit einem Gehalte von 1600 Thlr. bedacht. Am 21. Mai desselben Jahres liess er sich in Berlin zum ersten Mal öffentlich hören. Er bildete viele gute Schüler, als Bärmann, Brandt, Griebel und von Bredow, und starb am 16. Juni 1808. Von seinen Compositionen erschienen: 1) Concerte für Fagott, No. 1 und 2 (Paris, Bailleux); 2) Sechs Quartette für Fagott, Violine, Alt und Bass, op. 1 (ibid.)
9Ritter, Johann Christoph, Organist zu Clausthal um die Mitte des 18. Jahrhunderts, liess 1758 zu Nürnberg drucken: »Drei Sonaten, denen Liebhabern des Claviers verfertiget«, 1 Theil.
11Ritter, Johann Nicolas, Orgelbauer aus Hof in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, war ein Schüler von Gottfried Heinrich Trost zu Altenburg und verfertigte in Gemeinschaft mit dem Orgelbauer Jakob Groichen die Orgeln zu Kulmbach, Neustadt, Berg, Benk, Trebgast, Bischofsgrün und 1759 zu Lichtenberg ein Werk von 16 Stimmen und in der französischen Kirche zu Erlangen eins von 15 Stimmen mit zwei Bälgen für 1200 fl. Von den Höfen zu Baireuth, Brandenburg und Kulmbach erhielt er Patente.
13Ritter, Johann Louis, Oberprediger der Stadt Rötha in Sachsen, ist Verfasser des Schriftstücks: »Etwas zur Feier des ersten Jubiläums der beiden Silbermannischen Orgeln in Rötha« (Leipzig, Weigand, 1821, in 8°, 32 S.). Ausser der Predigt und Festbeschreibung ist darin eine kurze Notiz über den Orgelbauer Silbermann von Freiberg und ein Katalog der Orgeln, welche der selbe verfertigt hat, enthalten.
15Ritter, Peter, Violoncellist und Componist, geboren 1760, wurde 1801 Concertmeister und Direktor des Singspiels zu Mannheim. Er war wahrscheinlich ein Schüler des Abt Vogler, in dessen »Musikalischer Monatsschrift« (1780, dritter Jahrgang) ein Quartett für zwei Violinen, Bratsche und Bass eingerückt wurde. R. liess sich 1785 als Violoncellist in Berlin am Hofe hören, hatte damals aber die Rivalität Duport's zu bestehen. Nach seiner Rückkehr nach Mannheim, schrieb er die Oper »Der Eremit auf Formentera«, welche mit Erfolg am Hoftheater 1788 gegeben wurde. Es folgten noch die Opern »Der Slavenhändler«, »Die Weihe«, musikalischer Prolog, 1792, »Die lustigen Weiber«, Operette, 1794, »Maria von Montalban«, Oper, 1801 für Frankfurt geschrieben und als letzte dramatische Arbeit »Die Zitherschläger«, aufgeführt 1813. Gedruckt sind von seinen Opern »Mandarin«, komische Oper (Mannheim, Heckel), und »Der Zitherspieler« (Bonn, Simrock), beide in Partitur; ausserdem Lieder mit Clavierbegleitung.
17Ritter, Th., geboren etwa 1838 in der Gegend von Paris. Sein Vater, Namens Benet, gab dem Knaben eine deutsche Erziehung und nannte ihn Ritter; er wurde ein Schüler Liszt's im Clavierspiel und der Composition, in welchen beiden Disziplinen er sich als talentvoll zeigte. Er schrieb Orchestersachen, Pianoforte- und Salonsachen.
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