Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1877

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1erregen, so dass dieser, nachdem er ihn in einem eigenen Concert in Carlsruhe gehört, seinen Eltern den Vorschlag machte, ihn in seiner Residenz Donaueschingen aufzunehmen und für seine weitere Ausbildung zu sorgen. Bei dem musikalisch in hohem Grade anregenden Leben des Städtchens, der beständigen Theilnahme des Fürsten und dem Unterricht seines Kapellmeisters Kalliwoda konnte Rosenhain's Talent nach zwei Jahren bis zu einem Grade reifen, dass er seine Wirksamkeit auf einen grösseren als den vaterstädtischen Kreis auszubreiten sich berufen fühlte: er ging nach Frankfurt a. M., gab dort ein Concert und nahm in Folge der glänzenden, ihm vom dortigen Publikum bereiteten Aufnahme seinen Wohnsitz in dieser Stadt.
3Rosenhain's bedeutende Erfindungsgabe und die Leichtigkeit, mit welcher er seine musikalischen Gedanken zum Ausdruck zu bringen wusste, hatte ihn bis dahin die Notwendigkeit ernster Compositionsstudien übersehen lassen; in Frankfurt fand er in dem berühmten Contrapunktiker Schnyder von Wartensee den geeigneten Mann, diese Lücke in seiner musikalischen Erziehung auszufüllen, und unter seiner Leitung machte er jetzt einen vollständigen Cursus in der Tonsetzkunst durch, in Folge dessen er sich befähigt glaubte, dem seit frühesten Jugend empfundenen Drang zur dramatischen Composition nachzugeben. Sein erster Versuch auf diesem Gebiete gelang vollständig: die einaktige Oper »Der Besuch im Irrenhause«, Text nach Scribe von Rhode, gefiel bei ihrer ersten Aufführung in Frankfurt (29. December 1834) so sehr, dass sie zahlreiche Wiederholungen erlebte, später auch in Weimar unter Hummel's Leitung zur Aufführung gelangte. Durch diesen Erfolg ermutigt, unternahm er die Composition einer dreiaktigen Oper »Liswenna«, deren Aufführung jedoch durch die Ungunst der Verhältnisse, hauptsächlich durch die Auflösung des Frankfurter Opernpersonals, auf dessen Mitwirkung die Musik berechnet war, hintertrieben wurde. Inzwischen hatte sich Rosenhain's Ruf als Clavierspieler immer weiter verbreitet; in einem 1830 von Paganini veranstalteten Concert in Baden-Baden vermochte er neben seinem berühmten Partner den Beifall des Publikums zu erringen und eine eben so günstige Aufnahme fand er in einem Concert der philharmonischen Gesellschaft zu London, wohin er sich 1837 begeben hatte, in der Absicht, sich dort zu fixiren. Eine Reise nach Paris, welche er im Herbst desselben Jahres unternahm, veranlasste ihn, seinen Plan zu ändern und in der französischen Hauptstadt dauernden Wohnsitz zu nehmen. Mit diesem Jahre beginnt Rosenhain's eigentliche Wirksamkeit als Componist, die sich auch jetzt vorwiegend auf das Theater richtete; um aber die Schwierigkeiten dieser Laufbahn besser zu überwinden, machte er sich zunächst als Claviercomponist und Virtuos durch häufiges öffentliches Auftreten dem Pariser Publikum bekannt. Bei dem Ernst seines Strebens und der Gediegenheit seines Geschmackes wurde er einer von denjenigen, welche zuerst der in den dreissiger Jahren herrschenden Virtuosenmusik den Krieg erklärten und die Neigung der Musikfreunde für edlere Kunstgattungen weckten. Dies bewirkte er theils durch Kammermusik-Concerete, bei welchen er die bedeutendsten Geiger, wie Alard, Ernst, Maurin zu Partnern hatte, theils durch seine bald freien, bald an gegebene Themata gebundenen Improvisationen, eine Fähigkeit, die ihm schon von früher Jugend eigen gewesen war. Auch gründete er einen Cursus gemeinschaftlich mit J. B. Cramer für solche Clavierschüler, denen es um eine gründliche technische Ausbildung zu thun war.
5Erst nach jahrelangem Harren sollte sich Rosenhain's Wunsch erfüllen, als dramatischer Componist vor das Pariser Publikum zu treten; der Direktor der grossen Oper liess einige Stücke aus der Oper »Liswenna« probiren, und das Urtheil der versammelten Richter Cherubini, Halévy, Auber, Caraffa und Berton fiel so günstig aus, dass man dem Componisten ein Libretto anvertraute. Wiederum musste er vier Jahre warten, bis diese Oper »Le démon de la nuit« endlich am 17. März 1851 in Scene gehen konnte, der glänzende Erfolg dieses Werkes aber vermochte ihn für die ausgestandenen Mühen zu ent-

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