Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 453

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1877

10 lines. Read by computer on 15 September 2026. Printed page 445. See the scan on archive.org.

1Roussée, . . . , gehörte als Sänger zur Kapelle Heinrichs II., Königs von Frankreich, von 1547 bis 1559. Das Original einer Rechnung dieses Sängers befindet sich auf der königl. Bibliothek zu Paris, über welche Fétis in der »Revue musicales« (t. XII, 15. Sept. 1822, No. 33) Notizen bringt. Motetten von R. sind im siebenten und zwölften Buche der von Attaignant veröffentlichten Sammlung enthalten.
3Rousseau, Frédéric, Violoncellist, geboren am 11. Jan. 1755 in Versailles, bildete sich unter der Leitung von Louis Duport zum Virtuosen aus, und trat im J. 1787 in das Orchester der Grossen Oper, dem er fünfundzwanzig Jahre hindurch als Mitglied angehörte. Innerhalb dieser Zeit entstanden die berühmten Concerte der rue Clery, an deren Gründung R. lebhaften Anteil genommen hat. Von 1812 an lebte er in Versailles, wo er mit günstigem Erfolg einer Musikschule vorstand. Von seinen Compositionen sind im Stich erschienen: 1) Drei concertirende Duos für zwei Violoncelle, op. 3 (Paris, Nadermann). 2) Desgl., op. 4 (ebenda). 3) Potpourri für zwei Violoncelle (ebenda). Ein älterer Bruder R.'s, ebenfalls in Versailles im J. 1748 geboren, wirkte als Violinist im Orchester der Grossen Oper in Paris von 1776 bis 1812. Er starb im J. 1821. Von seinen Compositionen sind veröffentlicht: »Huit trios d'airs connus, dialogués et variés pour deux violons et basse«, zwei Hefte (Paris, Boyer); sowie Duette für zwei Violinen, op. 3 und 5 (Paris, Nadermann).
5Rousseau, J., Opernsänger in Paris, wurde 1761 in Soissons geboren und machte seine musikalischen Studien vom 9. Lebensjahre an in der zur Kathedrale dieser Stadt gehörigen Kirchenmusikschule. Mit siebenzehn Jahren verliess er die Anstalt als gutgeschulter Musiker im Besitz einer hohen Tenorstimme — damals in Frankreich »haute-contre« genannt — und konnte 1779 mit grossem Erfolg auf dem Theater in Reims debütieren. In Folge dessen wurde er auf königlichen Befehl nach Paris berufen, trat 1780 in der Grossen Oper auf, und wurde, nachdem er hier den gleichen Beifall gefunden wie in Reims, neben dem berühmten Legros für dessen Rollenfach engagirt. Nach Legros' Pensionierung theilte sich R. mit Lainez in die ersten Tenorpartien, und zwar sang er mit Vorliebe solche, die eine gewisse Biegsamkeit des Organes erforderten, wie »Orpheus« und »Atys«. Wenn auch in den Geheimnissen des eigentlichen Kunstgesanges wenig bewandert, so vermochte er doch durch den Reiz seiner Stimme das Publikum stets zu fesseln, besonders in den genannten Opern, wie auch als Renaud in Gluck's »Armide«. Eine Abzehrungskrankheit machte seinem Wirken ein frühzeitiges Ende: er starb 1800 im Alter von neununddreissig Jahren.
7Rousseau, Jean, französischer Viola-Spieler, lebte als Musiklehrer in Paris während der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Nach Fétis hat er die folgenden Werke veröffentlicht: 1) »Premier et deuxième livre de pièces de viole, avec des exercises sur plusieurs nouvelles manières de l'accorder« (Paris, im Selbstverlag, ohne Datum). 2) »Méthode claire, certaine et facile pour apprendre à chanter la musique sur les tons naturels et transposez; à toutes sortes de mouvements; avec les règles du port de voix et de la cadence, lors mesme qu'elle n'est pas marquée; et un éclaircissement sur plusieurs difficultez nécessaires à savoir pour la perfection de l'art« (Paris, bei Chr. Ballard, 1678). Von diesem Werke sind bis 1707 drei weitere Ausgaben in Paris erschienen; eine fünfte erschien in Amsterdam bei Pierre Mortier ohne Datum, eine sechste ebenda bei Royer. 3) »Traité de la viole, qui contient: une dissertation curieuse sur son origine; une demonstration générale de son manche en quatre figures, avec leurs explications; l'explication de ses jeux différents, et particulièrement des pièces par accords, etc.« (Paris, Chr. Ballard, 1687, ein Octavband von 152 Seiten).
9Rousseau, Jean Marie, wurde im Anfang des 18. Jahrhunderts in Dijon geboren und als Chorknabe in der Kirchenmusikschule der dortigen Kathedrale in den Wissenschaften und in der Musik ausgebildet. Er war dann zuerst in Arras, später in Dijon Kirchenmusikdirektor, zuletzt in Tournai, wo er 1774

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.