Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 459

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1877

6 lines. Read by computer on 15 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 451. See the scan on archive.org.

1Roussier, Abbé Pierre Joseph, geboren zu Marseille 1716. Hier besuchte er das Seminar und erhielt später in dieser Stadt eine Pfarrerstelle, die er beibehielt, bis er 1754 eine Reise nach Paris unternahm, und darauf in Ecouis in der Normandie ein Kanonikat erhielt, woselbst er 1790 starb. Musik hatte er nicht eigentlich fachmässig studirt, aber angezogen von der Theorie dieser Kunst sich leidenschaftlich mit dem Studium derselben beschäftigt. Zunächst waren es die, von Rameau aufgestellten Principien, die er sich zu eigen machte. Sein erstes Buch: »Traité des accords et de leur succession, selon le système de la basse fondamentale, pour servir de principes d'harmonie à ceux qui étudient l'accompagnement du clavecin avec une méthode d'accompagnement« (Paris, Duchesne, 1764, in 8°, p. 192), mit einer Vorrede von 28 Seiten, besteht aus drei Abschnitten, von denen die beiden ersten nur eine Classifikation und Analyse der Accorde nach den Principien Rameau's enthalten. R. hat jedoch das Verdienst, in Frankreich der erste gewesen zu sein, der die Bedeutung der Accordfolge betont. Im dritten Abschnitt macht R. den Vorschlag, eine gewisse Anzahl, damals noch nicht gebräuchlicher Harmonien in die Theorie aufzunehmen. Hier erschien er leider als zu wenig Musiker, um nicht bei der Combination seiner Accorde auch solche anzuführen, die gar nicht in Anwendung zu bringen sind. Fétis (»Esquisse de l'histoire de l'harmonie«, p. 111 und 112) verbreitet sich hierüber in eingehender Weise. Elf Jahre später veröffentlichte R. eine Vervollständigung seiner ersten Abhandlung unter dem Titel: »L'Harmonie pratique ou exemples pour le Traité des accords« (Paris, 1775, in 8). Bei seinen weiteren theoretischen Untersuchungen folgt er der dunklen Spur des Timaeus, von Platon und von Rameau (»Génération harmonique«, p. 43 et suiv.) in den Resultaten dargestellt. Eine antike Bronce (s. Montfaucon »L'Antiquité expliquée«), welche die Folge der sieben Hauptplaneten von Saturn bis zur Venus darstellt, lieferte ihm die Analogie zur Tonleiter h, c, d, e, f, g, a von diesem Princip geht er aus, um die Folge der zwölf absteigenden Quinten zu finden h, e, a, d, g, c u. s. w. und indem er die dreifache Fortschreitung anwendet, gelangt er bei der zwölften Quinte zu der Zahl 551,441, nach seiner Meinung das Komma von Ces zu H. Hierauf stützt er die Behauptung, dass die von Ptolemäus, Zarlino und später von anderen Mathematikern angenommenen Intervallenverhältnisse falsch seien. Diese und andere unrichtige Voraussetzungen erfüllen seine folgenden Bücher. Die Titel der selben lauten: »Observations sur différents points de l'harmonie« (Genève et Paris, d'Houry, 1765, in 8°). »Mémoire sur la musique des anciens, où l'on expose les principes des proportions authentiques, dites de Pythagore et les divers systèmes de musique chez les Grecs, les Chinois et les Egyptiens, avec un parallèle entre le système des Egyptiens et celui des modernes« (Paris, Lacombe, 1770, in 4°). »Deux lettres à l'auteur du Journal des Beaux-Arts, touchant la division du zodiaque et l'institution de la semaine planétaire« (Paris, 1771, in 12°). »Notes et observations sur le Mémoire du P. Amyot concernant la musique des Chinois« (Paris, Nyon, 1779, in 4°). Ferner seien von den Schriften des Abbé noch erwähnt: »Mémoire sur la harpe nouvelle de M. Cousineau, luthier de la reine, mis au jour par M. F. Delaulnaye, du Musée litteraire de Paris« (Paris, Lamy, 1782, in 12°, 40 p. »Mémoire sur le clavecin chromatique de M. de la Borde« (Paris, 1782, in 4°). »Nouvelle manière de chiffer la basse continue« (Paris, 1756). »Lettre à M. de la Blancherie sur le clavecin de M. de la Borde (dans les Nouvelles de la république des lettres et des arts 1781, No. 16)«. »Lettres sur l'acception des mots, basse fundamentale, dans le sens des Italiens et dans le sens de Rameau«. one of two readings
2Roussier, Abbé Pierre Joseph, geboren zu Marseille 1716. Hier besuchte er das Seminar und erhielt später in dieser Stadt eine Pfarrerstelle, die er beibehielt, bis er 1754 eine Reise nach Paris unternahm, und darauf in Ecouis in der Normandie ein Kanonikat erhielt, woselbst er 1790 starb. Musik hatte er nicht eigentlich fachmässig studirt, aber angezogen von der Theorie dieser Kunst sich leidenschaftlich mit dem Studium derselben beschäftigt. Zunächst waren es die, von Rameau aufgestellten Principien, die er sich zu eigen machte. Sein erstes Buch: »Traité des accords et de leur succession, selon le système de la basse fondamentale, pour servir de principes d’harmonie à ceux qui étudient l’accompagnement du clavecin avec une méthode d’accompagnement« (Paris, Duchesne, 1764, in 8°, p. 192), mit einer Vorrede von 28 Seiten, besteht aus drei Abschnitten, von denen die beiden ersten nur eine Classifikation und Analyse der Accorde nach den Principien Rameau’s enthalten. R. hat jedoch das Verdienst, in Frankreich der erste gewesen zu sein, der die Bedeutung der Accordfolge betont. Im dritten Abschnitt macht R. den Vorschlag, eine gewisse Anzahl, damals noch nicht gebräuchlicher Harmonien in die Theorie aufzunehmen. Hier erschien er leider als zu wenig Musiker, um nicht bei der Combination seiner Accorde auch solche anzuführen, die gar nicht in Anwendung zu bringen sind. Fétis (»Esquisse de l’histoire de l’harmonie«, p. 111 und 112) verbreitet sich hierüber in eingehender Weise. Elf Jahre später veröffentlichte R. eine Vervollständigung seiner ersten Abhandlung unter dem Titel: »L’Harmonie pratique ou exemples pour le Traité des accords« (Paris, 1775, in 8). Bei seinen weiteren theoretischen Untersuchungen folgt er der dunklen Spur des Timaeus, von Platon und von Rameau (»Génération harmonique«, p. 43 et suiv.) in den Resultaten dargestellt. Eine antike Bronce (s. Montfaucon »L’Antiquité expliquée«), welche die Folge der sieben Hauptplaneten von Saturn bis zur Venus darstellt, lieferte ihm die Analogie zur Tonleiter h, c, d, e, f, g, a von diesem Princip geht er aus, um die Folge der zwölf absteigenden Quinten zu finden h, e, a, d, g, c u. s. w. und indem er die dreifache Fortschreitung anwendet, gelangt er bei der zwölften Quinte zu der Zahl 551,441, nach seiner Meinung das Komma von Ces zu H. Hierauf stützt er die Behauptung, dass die von Ptolemäus, Zarlino und später von anderen Mathematikern angenommenen Intervallenverhältnisse falsch seien. Diese und andere unrichtige Voraussetzungen erfüllen seine folgenden Bücher. Die Titel der selben lauten: »Observations sur différents points de l’harmonie« (Genève et Paris, d’Houry, 1765, in 8°). »Mémoire sur la musique des anciens, où l’on expose les principes des proportions authentiques, dites de Pythagore et les divers systèmes de musique chez les Grecs, les Chinois et les Egyptiens, avec un parallèle entre le système des Egyptiens et celui des modernes« (Paris, Lacombe, 1770, in 4°). »Deux lettres à l’auteur du Journal des Beaux-Arts, touchant la division du zodiaque et l’institution de la semaine planétaire« (Paris, 1771, in 12°). »Notes et observations sur le Mémoire du P. Amyot concernant la musique des Chinois« (Paris, Nyon, 1779, in 4°). Ferner seien von den Schriften des Abbé noch erwähnt: »Mémoire sur la harpe nouvelle de M. Cousineau, luthier de la reine, mis au jour par M. F. Delaulnaye, du Musée litteraire de Paris« (Paris, Lamy, 1782, in 12°, 40 p. »Mémoire sur le clavecin chromatique de M. de la Borde« (Paris, 1782, in 4°). »Nouvelle manière de chiffer la basse continue« (Paris, 1756). »Lettre à M. de la Blancherie sur le clavecin de M. de la Borde (dans les Nouvelles de la république des lettres et des arts 1781, No. 16)«. »Lettres sur l’acception des mots, basse fundamentale, dans le sens des Italiens et dans le sens de Rameau«. one of two readings
4Rovelli, Joseph, Violoncellist, geboren zu Bergamo 1753, machte seine musikalischen Studien in Mailand. 1782 trat er als Kammervirtuose in die Dienste des Herzogs von Parma. Der Infant Don Louis war sein Schüler. Er starb zu Parma am 12. Novbr. 1806. Für das Cello componirte er Concerte und Solo's, die in Italien bekannt sind. Sein Sohn, one of two readings
5Rovelli, Joseph, Violoncellist, geboren zu Bergamo 1753, machte seine musikalischen Studien in Mailand. 1782 trat er als Kammervirtuose in die Dienste des Herzogs von Parma. Der Infant Don Louis war sein Schüler. Er starb zu Parma am 12. Novbr. 1806. Für das Cello componirte er Concerte und Solo’s, die in Italien bekannt sind. Sein Sohn, one of two readings

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