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Scan 472
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1877
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11780), Stücke für Harmoniemusik für 2 Clarinetten, 2 Horne und 2 Fagotte (ibid., Hummel). R. starb in Amsterdam am 13. Mai 1801. Seine Gattin, geborene Andrecht, war eine von ihm selbst gebildete vorzügliche Sängerin, die lange am holländischen Theater thätig war.
3Rumler, Johann, Componist, geboren in Böhmen, lebte gegen 1780 zu Holovans, einer Stadt dieses Landes. 1804 gelangten in Prag »Aliman, oder Bonaparte in Egypten«, Oper in zwei Akten und 1827 »Die Walpurgisnacht«, romantische Oper in drei Akten, von seiner Composition zur Aufführung. Im Druck erschien: Quintett für zwei Clarinetten, 2 Hörner und Fagott, op. 6 (Augsburg, Ganbart). Duos für zwei Flöten, op. 15 (Prag, Berra). Trio für zwei Clarinetten und Fagott, op. 7 (Augsburg, Ganbart). Trio für Piano, Clarinette und Violoncell, op. 8 (ibid.). Sonaten für Piano zu vier Händen, op. 23, 24, 25 (Leipzig, Hofmeister). Sonatine für Clavier, op. 36 (ibid.). Fantasien, Polonaisen, Uebungen für Clavier, op. 16, 17, 21, 43, 50. Thèmes variés, idem, op. 29, 31, 37, 41, 43 (Prag, Berra).
5Rumling, Sigismund Baron von, gehörte einer Familie an, welche aus Hessen stammte, und im Elsass lebte, wo er gegen 1739 geboren wurde. Bereits 1750 trat er als Page in den Dienst des Kurfürsten von Baiern und begann in München seine musikalischen Studien. Im J. 1785, während er eine Stelle im Hause des Prinzen von Zweibrücken inne hatte, wurde in Karlsberg seine erste Oper »Polidor« und einige Jahre später »Romeo und Julia« aufgeführt. 1800 wurde er Intendant der Hofmusik des Kurfürsten von Baiern. Dessen damalige Kapelle bestand aus vier Kapellmeistern, sieben Sängerinnen, sechs Tenoristen, acht Basssängern, vier Organisten, 28 Violinisten, vier Flötisten, vier Hoboisten, sechs Clarinettisten, drei Fagottisten, sechs Hornisten, drei Posaunisten, 12 Trompetern, vier Paukern. R. gab nach einigen Jahren, als er in den Maltheserorden aufgenommen wurde, diese Stellung auf, kehrte aber nach Aufhebung des Ordens nach München zurück, wo er seine Pension als Ritter erhielt. Der König bot ihm abermals die Direktion seiner Kapelle an, die er jedoch nicht mehr annahm; er starb in München am 7. Mai 1825. In Paris erschienen von ihm (1785) drei Streichquartette und Sinfonien für grosses Orchester.
7Rummel, Clarinettist und Pianist, ist in den letzten Jahren des 18. Jahrhunderts in Nassau geboren, wurde Kapellmeister des Herzogs von Nassau zu Wiesbaden und Biberich. Er starb zu Wiesbaden am 12. Febr. 1849. Componirt hat er: Quintett für Basetthorn, Clarinette, Hoboe, Horn und Fagott, op. 41 (Mainz, Schott). Quintett für Basetthorn, englisch Horn, Clarinette, Flöte und Fagott, op. 42 (ibid.). Stücke für Harmoniemusik (ibid.) Concert für Clarinette und Orchester, op. 58 (ibid.). Viele Clavierstücke und Opernarrangements für Clavier.
9Rumpeln heisst die Bassgeige schlecht spielen.
10Runde Note, franz.: Ronde, die ganze Note.
11Rundgesang, ein Refrainlied, dessen Schlussverse bei jeder, von einer einzelnen Stimme vorgetragenen Strophe vom ganzen Chor gesungen werden. Dabei ist es Sitte, dass jeder aus der Gesellschaft eine, wenn möglich improvisirte, Strophe nach der angegebenen Melodie singt.
13Rundiren nennen die Orgelbauer jene Thätigkeit, nach der die Zinnplatten die runde Gestalt erhalten, welche sie als Pfeifen haben sollen.
15Rundnagel, Carl, geboren am 4. April 1835 zu Hersfeld, wo sein Vater Stadtorganist und Gymnasialmusiklehrer war, erhielt von demselben den ersten musikalischen Unterricht und trat, unterstützt von Talent und früh erwachtem Streben in seinem neunten Jahre bereits öffentlich mit einem Violinsolo auf, welches den lebhaftesten Beifall hervorrief. Im 15. Jahre kam C. R. nach vorangegangener gut bestandener Prüfung durch Spohr unter dessen Leitung, erfreute sich stets des besonderen Wohlwollens dieses grossen Meisters und erlangte nach vollendeter Studienzeit ein Engagement am Kölner Stadttheater-
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