Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 305

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1877

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1der F-Schlüssel für den Bass aber kam auf die vierte Linie zu stehen:
3f g a h c₁
5In dieser Weise angewendet hiessen sie die natürlichen Schlüssel. Auf andere Linien gestellt, wurden sie zu versetzten Schlüsseln (kleine Schlüssel, chiavi trasportati, chiavette), sie kamen für die Transpositionen (fingirten Töne, toni fici, tuoni fici) in Anwendung. Als solcher galt auch der G- oder Violinschlüssel. Wurde der C-Schlüssel auf die zweite Linie gesetzt (für Mezzo-Sopran oder Alt), so war dadurch die Tonlage um eine kleine Terz tiefer geworden. Dieser Transposition halber wurde dann auch der F-Schlüssel auf der dritten Linie gebraucht, als sogenannter Baritonschlüssel:
7durch den die Lage des Basses um eine grosse Terz erhöht wurde. Doch war diese Wahl durchaus keine willkürliche, sondern sie war durch das System der betreffenden Tonarten und die Versetzungen geboten. Bei der natürlichen Lage des Satzes wurden auch in der Regel die natürlichen Schlüssel (Chiavi naturali) angewendet, bei der Transposition der Tonarten die Versetzungschlüssel (Chiavi trasportati). Mit dem wachsenden Gebrauch der Versetzungszeichen seit dem 17. Jahrhundert, und als dann das moderne Tonsystem die Herrschaft gewann, verloren diese Versetzungschlüssel ihre Bedeutung und kamen naturgemäss ausser Gebrauch. Es blieben nur die drei C-Schlüssel: der Discantschlüssel auf der ersten, der Altschlüssel auf der dritten und der Tenorschlüssel auf der vierten, daneben der G- oder Violinschlüssel auf der zweiten und der F- oder Bassschlüssel auf der vierten Linie in Anwendung. Ihr Verhältniss zu einander ist aus nachstehender Tabelle leicht zu ersehen:
9Violin-Schlüssel.
11Discant-Schlüssel.
13Alt-Schlüssel.
15Tenor-Schlüssel.
17Bass-Schlüssel.
19Ä H C D E F G A H c d e f g a h c₁ d₁ e₂ f₂
21Diese Weise der Notirung entwickelte sich in festem Anschluss an die allmäligte Entfaltung des Tonsystems und zwar zunächst ganz speciell nur mit Rücksicht auf die Vocalmusik. Die, seit dem 17. Jahrhundert selbständiger entwickelte Instrumentalmusik führte wiederum bedeutsame Erweiterungen der Notenschrift ein. Bei der Instrumentalmusik finden auch die höheren Töne der drei-, vier- und fünfgestrichenen Octave, wie die unterhalb der grossen

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