Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1877

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1in musica etc.« (Venedig, 1721 und öfter später), eine Schrift satyrischen Inhalts; »Lettera familiare d’un academico filarmonico ed Arcade, discorsiva sopra un libro di duetti, terzetti e madrigali a più voci etc.« (Manuscript), anonyme bittere Kritik von Lotti’schen Gesangswerken; »Teoria musicale ordinata alla moderna pratica« (Manuscript), eine Art Musiklehre über die Grundprincipien des Gesanges, des Gravicembalo und der Composition; »Alcuni avvertimenti al veneto giovanetto patrizio etc.« (Manuscript), musikalische, an seinen Neffen gerichtete Rathschläge. — Fast den reichsten Manuscriptenschatz M.’scher Werke besitzt die kaiserl. Hofbibliothek in Wien, nämlich zwei vierstimmige Messen, sechs geistreiche Kammerduette, scherzhafte und andere Madrigale, sowie Terzetti madrigaleschi, zwei dreistimmige Misereres und die Cantaten »La stravaganza«, »L’addio di Ettore«, »Clori e Daliso«, »Timoteo« u. s. w. Die letztgenannte Cantate findet sich auch in der Bibliothek des Königs von Sachsen zu Dresden, ebenso die Cantate »Cassandra«, ferner acht Cantaten für Sopran, sechs für Alt und fünfstimmige Madrigale ebendaselbst.
3Marcello, Marco, italienischer Musikgelehrter und Componist, geboren um 1800 zu Mailand, machte seine höheren Musikstudien unter Leitung Mercadante’s und hat sich weiterhin durch schriftstellerische Arbeiten, besonders Journalartikel, sowie durch Gründung einer Zeitschrift und durch Uebersetzungen verschiedener Operntexte aus dem Französischen (als z. B. »Jüdin«, »Hugenotten« u. s. w.) vortheilhaft bekannt gemacht. Er starb im J. 1865 in seiner Vaterstadt Mailand. M. ist auch der Begründer und erste Redacteur des noch jetzt bestehenden Musik- und Theater-Journals »Trovatore« (in Mailand) gewesen.
5Marcessso, Bartolomeo, richtiger wahrscheinlich Marcello, italienischer Componist des 17. Jahrhunderts, hat von seiner Composition veröffentlicht: »Sacra corona, ossia motetti a 2 e 3 voci« (Venedig, 1656).
7Marchand, Henri, Bruder der berühmten Sängerin Margarethe M., verehelichten Danzi (s. d.), war ein ausgezeichneter Violin- und auch Clavier-spieler. Geboren 1774 in Mannheim, lernte er Violinspiel und Composition unter der Leitung Leop. Mozart’s in Salzburg. Nach Vollendung seiner Studien trat er in das Orchester des Fürsten von Thurn und Taxis in Regensburg, dessen Claviermeister er zugleich wurde, und liess sich 1798 in Hamburg öffentlich hören, wo man ihn in Folge dessen unter die galanten und brillanten Clavierspieler rechnete. Hierauf unternahm er eine Kunstreise nach Paris, wo er sich dann wahrscheinlich niedergelassen hat, wenn er nicht nach Regensburg zurückgekehrt sein sollte. Componirt und veröffentlicht hat er für Clavier: 10 Variationen über ein Thema von Haydn, op. 1 (München, 1800), ferner »Marche des Marseillois variée«, op. 2 (München, 1802), dann eine Romanze von Koulouf variirt und endlich eine Reihe grosser Walzer.
9Marchand, Jean Baptiste, königl. Kammermusiker zu Paris im J. 1691, behandelte im Orchester die kleine Laute und das Violoncello und componirte eine Messe in G-moll, welche unter dem Titel »Quis est deus« im Manuscript erhalten geblieben ist. — Sein Sohn, Joseph M., war 1717 ebenfalls in der königl. Kapelle und zwar als erster Violinist angestellt und starb 1737 in Paris. Von ihm erschienen: »Douze Sonates à une flûte traversière, ou hautbois, ou violon avec basse continue«. Mögich jedoch und wahrscheinlich, dass dies die unter Louis M. angeführten Sonaten sind.
11Marchand, Louis, berühmter französischer Clavier- und Orgelspieler, geboren am 2. Febr. 1669 zu Lyon, war der Sohn eines Musiklehrers, Jean M., der ihn in den Elementen der Musik unterrichtete. Mit 14 Jahren wurde M. bereits zum Organisten an der Kathedrale zu Nevers und zehn Jahre später an derjenigen zu Auxerre ernannt. Diese letztere Stelle verwaltete er fünf Jahre lang und begab sich 1698 nach Paris, wo ihm die gleichen Functionen an der Kirche der Jesuiten übertragen worden waren. Hier erwarb er sich einen so bedeutenden Ruf und eine solche Beliebtheit, dass alle Pariser

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