Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 107

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1878

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1des Capriccio, die nichts oder doch nur wenig von der ursprünglichen Menuett erkennen lässt. (Siehe Sonate und Sinfonie.)
3Schetky, Christoph, Violoncellist, wurde zu Darmstadt 1740 geboren und erhielt den ersten Unterricht von seinem Vater, Musiker und Sekretär des Grossherzogs. Anton Filitz zu Mannheim und Endeler zu Darmstadt ertheilten ihm später Unterricht; der erstere auf dem Cello, der andere in der Composition. Er lebte dann eine Zeit lang in Hamburg, London und zuletzt in Edinburg, wo er eine reiche Heirat machte, aber schon 1773 starb, ohne die Muse, die ihm dadurch gewährt war, geniessen zu können. Die veröffentlichten Compositionen sind: »Sechs Trios für zwei Violinen und Violoncello«, op. 1 (London). »Sechs Duos für Violine und Violoncello«, op. 2 (ibid.). »Sechs Trios für Clavier, Violine und Violoncello«, op. 3 (ibid.). »Sechs Sonaten für Violoncello und Bass«, op. 4 (ibid.). »Sechs Quartette für zwei Violinen, Alt und Bass«, op. 6 (ibid.). »Zwölf Duos für zwei Violoncellos, mit beigegebenen Regeln für die Behandlung des Instruments«, op. 7 (ibid.). »Sechs leichte Duos für zwei Violoncellos« (Paris, Sieber). »Sechs Sonaten für Violine und Violoncello«, op. 13 (ibid.). Die Cantate »Nacht« von Zachariä schrieb er für seine Schwester Ludomilla, Hofsängerin in Darmstadt, Contraaltistin, die als vorzügliche Sängerin in allen Stücken gerühmt wird. Ihr Umfang und ihre Ausbildung wird als nicht gewöhnlich geschildert und man sagt, ihre einzige Unvollkommenheit sei der Triller gewesen und zwar, weil während der Studienzeit der Vater ihr um eines Trillers wegen eine Ohrfeige gegeben. Sie verliess das Theater, als sie sich mit dem Oberst von Bury verheiratete und starb sehr jung im Wochenbett.
5Scheuenstuhl, Michael, Organist, geboren am 3. März 1705 zu Guttenstetten bei Bayreuth. Er erhielt zuerst zu Wilhelmdorf vom Prinzen Hohenlohe einen Platz als Organist, später zu Hof im Voigtlande, den er bis zu seinem Tode beibehielt. Er gab heraus: »Sonate für Clavier« (von ihm selbst in Kupfer gestochen). »Suiten für Clavier« (drei Werke). »Zwei Etudenhefte für Clavier«. »Zwei Clavierconcerte« (1738).
7Scheuermann, P. Flavius, geboren zu Luhe bei Regensburg 1744, trat 1762 in den Orden der Franziskaner und verlebte den grössten Theil seines Lebens im Kloster Kaiserheim. Seine Messen, Motetten und Litaneien sind in den Klöstern Baierns verstreut.
9Scheufler, Martin, Orgelbauer in Schlesien in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, erbaute 1600 die Orgel zu Breslau in der Maria-Magdalenen-Kirche mit 36 Registern. Nachdem dieselbe 122 Jahr benutzt worden war, wurde sie von Röder 1722—1725 abgenommen und so wieder aufgebaut, wie sie jetzt noch ihren Zwecken dient. Sie hat jetzt 56 klangbare Stimmen, vier Prinzipale, ein Glockenspiel u. s. w.
11Scheyermann, Georges, Professor des Pianospiels zu Nantes, geboren 1767 zu Verrerie de Monthermé (Ardennes), wo sein Vater, der aus der Schweiz stammte, Arbeiter war. In einem Kloster der Nachbarschaft wurde ihm Gelegenheit, eine gute Erziehung zu erhalten, auch in der Musik, worin Méhul sein Mitschüler war, erhielt er Unterricht von P. Hauser. Erst 15 Jahre alt, übertrug man ihm das Amt eines Organisten in der Abtei Foncarmont in der Normandie. Nach einigen Jahren verliess er diesen Ort und besuchte zweimal auf kürzere Zeit Paris, erhielt 1789 in Rochelle eine Organistenstelle und 1801 die in Nantes, die er bis zu seinem Tode am 29. Juni 1827 versah. Es sind von ihm gedruckt: »Drei Sonaten für Clavier, Violine und Flöte«, op. 2 (Paris, Sieber). »Pastorale für Clavier und Harfe« (ibid.). »Zwei Sammlungen Romanzen mit Clavierbegleitung« (Paris, Leduc). Im Manuscript: »Le couronnement de Numa Pompilius«, Oper in zwei Akten, für das Theater zu Nantes. »La bataille d’Austerlitz«, militärische Sinfonie, u. s. w.
13Scheyrer oder Schreyer, Bernhard, Franziskanermönch des Klosters in der Vorstadt Au bei München, lebte um die Mitte des 17. Jahrhunderts. Er

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