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Scan 116
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1878
15 lines. Read by computer on 10 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 110. See the scan on archive.org.
1sind Briefe von Sch. an Moscheles im 6. und 7. Bande der musikalischen Zeitschrift »Cäcilia« abgedruckt. Ferner verfasste er eine Lebensbeschreibung: »Biographie Ludwig von Beethoven’s« (Münster, Aschendorf, 1840, in 8°, 296 S.), mit einem Bildniss und zwei Facsimile Beethoven’s, welche viel interessante Facta aus dem Leben desselben enthält. Nach der Rückkehr von einer Reise nach Paris, welche Sch. später unternahm, veröffentlichte er ein zweites Bändchen »Beethoven in Paris« (Münster, 1842), worin er die Eindrücke zu schildern versucht, welche die Ausführung Beethoven’scher Compositionen in den Concerten des Conservatoriums in Paris gemacht hatten. Beide Bücher wurden auch vereinigt in neuer Auflage herausgegeben (Münster, 1844, ein Band, in 8°). Eine dritte Auflage ebend. 1860 in zwei Theilen. 1831 verliess Sch. Wien und ging als Musikdirektor der Kathedrale und Akademie nach Münster und 1835 in derselben Eigenschaft nach Aachen. Hier lebte er aber, nachdem Zerwürfnisse eingetreten, in den letzten Jahren seines Aufenthaltes nur als Privatlehrer. Er kehrte 1842 nach Münster zurück, und lebte später in Bockenheim bei Frankfurt a. M., wo er am 16. Jan. 1864 starb. Zur Charakterisirung Schindler’s finde noch die Anekdote Platz, dass er bei der oben angegebenen Reise nach Paris daselbst Visitenkarten seines Namens stechen liess, mit dem Zusatz »ami de Beethoven«. one of two readings
2sind Briefe von Sch. an Moscheles im 6. und 7. Bande der musikalischen Zeitschrift »Cäcilia« abgedruckt. Ferner verfasste er eine Lebensbeschreibung: »Biographie Ludwig von Beethoven’s« (Münster, Aschendorf, 1840, in 8°, 296 S.), mit einem Bildniss und zwei Facsimile Beethovens, welche viel interessante Facta aus dem Leben desselben enthält. Nach der Rückkehr von einer Reise nach Paris, welche Sch. später unternahm, veröffentlichte er ein zweites Bändchen »Beethoven in Paris« (Münster, 1842), worin er die Eindrücke zu schildern versucht, welche die Ausführung Beethovenscher Compositionen in den Concerten des Conservatoriums in Paris gemacht hatten. Beide Bücher wurden auch vereinigt in neuer Auflage herausgegeben (Münster, 1844, ein Band, in 8°). Eine dritte Auflage ebend. 1860 in zwei Theilen. 1831 verliess Sch. Wien und ging als Musikdirektor der Kathedrale und Akademie nach Münster und 1835 in derselben Eigenschaft nach Aachen. Hier lebte er aber, nachdem Zerwürfnisse eingetreten, in den letzten Jahren seines Aufenthaltes nur als Privatlehrer. Er kehrte 1842 nach Münster zurück, und lebte später in Bockenheim bei Frankfurt a. M., wo er am 16. Jan. 1864 starb. Zur Charakterisirung Schindler’s finde noch die Anekdote Platz, dass er bei der oben angegebenen Reise nach Paris daselbst Visitenkarten seines Namens stechen liess, mit dem Zusatz »ami de Beethoven«. one of two readings
4Schindler, Johann Christian Theophil, Violoncellist und Lautenist, gehörte zur Kapelle des Kurfürsten von Mainz, er lebte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Der Katalog von Breitkopf nennt Concerte für Violoncell und Clavier, auch Sonaten und Duos für Violoncell von ihm. Seine ersten Compositionen erschienen 1768.
6Schindler, P. S., deutscher Componist, dessen Name als solcher nur erhalten ist durch das Textbuch der ersten Oper, welche in Kopenhagen am 15. April 1689 zur Geburtstagsfeier Christian V., Königs von Dänemark im Schlosse Amalienburg gegeben wurde. Die Oper hiess: »Der Götter Streit«. Sch. hatte die Musik dazu gemacht. Die Ballette, Tänze und Zwischenspiele waren von den Franzosen Clement, Barrayer, Colart et Versigny. Das Textbuch war von B. A. Burchard, in Kopenhagen bei Bockenhoffer gedruckt.
8Schindler, Katharina (Bergopzoomer), geborene Leidner, 1753 zu Wien geboren, war wohl die erste deutsche Sängerin, welche in Italien als Prima Donna auftrat. Sie erregte dort als Dem. Schindler bedeutendes Aufsehen. Später wurde sie in Wien am Nationaltheater erste Sängerin und heiratete den Hofschauspieler Bergopzoomer; starb indess schon 1788.
10Schindlöcker, Philipp, ausgezeichneter Violoncellist, geboren zu Mons im Hennegau am 25. Octbr. 1753, folgte seinem Vater nach Wien und erhielt hier von Himmelbauer Unterricht im Violoncellspiel. Er liess sich mit Beifall öffentlich hören, wurde erst Solo-Violoncellist beim Hoftheater, dann an St. Stephan und 1806 kaiserlicher Kammer-Violoncellist. Sch. starb in Wien am 16. April 1827. Seine Compositionen: »Concert für Violoncell und Orchester«, »Sonate für Violoncell und Bass«, »Rondo für Violoncell und Bass«, blieben Manuscript; dagegen ist gedruckt: »Sérénade pour violoncelle et guitarre« (Wien, Diabelli).
12Schindlöcker, Wolfgang, Neffe des Vorigen und Schüler desselben, wurde zu Wien 1789 geboren. Er war geschickt als Violoncellist und Hoboen- und Flötenbläser. 15 Jahr alt liess er sich zum ersten Mal öffentlich auf dem Cello hören und wurde 1807 als Hof- und Kammermusiker angestellt. Seine gedruckten Compositionen sind: Zwölf Stücke für fünf Trompeten und Timbal (Wien, Haslinger). Serenade für Basetthorn, Flöte, Alto und Cello (Mainz, Schott). Trio für Hoboen, Violine und Bass (ibid.). Zwölf Duos für zwei Hörner (München, Falter). Grand Duos pour deux Violoncelles, op. 5 (Offenbach, André). Trois duos instructifs pour deux Violoncelles (ibid.) u. s. w.
14Schinke, Joseph, Orgel- und Clavierbauer zu Hirschberg in Schlesien, war ein Zögling Peter Zeigius aus Frankenstein. Er baute die Orgeln: in
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