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Scan 126
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1878
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1Kapelle aufgenommen und nur wenige Jahre später wirklicher Kammermusikus. Ausser seinen musikalischen Leistungen widmete sich Schlick auch dem Instrumentenbau, indem er mit unverdrossenem Eifer die Vorzüge der alten italienischen Streichinstrumente im Bau wiederzufinden suchte, ein Streben, das 1840 bei Gelegenheit der sächsischen Industrieausstellung durch Verleihung der grossen goldenen Preis-Medaille anerkannt wurde. Seine Violinen und Violoncellos sind sehr geschätzt. Kränklichkeit nötigte ihn (1865), um seine Pensionierung nachzusuchen; am 24. April 1874 starb er in Dresden.
3Schlick, Rudolph, Dr. med. um die Mitte des 16. Jahrhunderts ist Verfasser eines sehr seltenen Schriftchens: »Exercitatio qua musices origo prima, cultus antiquissimus, dignitas maxima et emolumenta, quae tam animo, quam corpori humano confert summa breviter ac dilucide exponuntur« (Spirae typis Bernhard Albini, 1588, in 8°, 48 S.).
5Schliebner, Gotthold August, Pianist und Componist, ist geboren 1820 zu Lindenberg bei Beeskow, studirte in Berlin bei A. B. Marx Composition und bei Killitschgy Clavier. Im J. 1849 liess er sich in Stralsund nieder, wo er als Musiklehrer und als Veranstalter von Kirchenmusiken und Trio-soiréen erfolgreich thätig war. 1856 ging er wieder nach Berlin zurück. Er schrieb unter anderen mehrere Opern: »Student und Bauer«, »Der Lastträger«, »Riccio« und »Der Graf von Santarem« von denen die letztere 1861 in Leipzig aufgeführt wurde.
7Schlimbach, Georg Christian Friedrich, geboren zu Ohrdruff im Herzogthum Sachsen-Gotha 1760, erhielt Musikunterricht vom dortigen Organisten Bach, und übernahm 1782 die Stelle als Cantor und Organist zu Prenzlau. Später kam er nach Berlin, wo er eine Musikschule errichtete. Im J. 1798 kündigte er ein Handbuch für Organisten an, von welchem aber nur der zweite Theil erschien: »Ueber die Struktur, Erhaltung, Stimmung und Prüfung der Orgel, nebst einer Disposition derselben«, mit Kupfertafeln, in 4° (Leipzig, Breitkopf & Härtel). Die dritte Auflage erschien 1843 von C. F. Becker revidirt. Das Werk zeichnet sich durch Gründlichkeit und Klarheit der Darstellung aus. Sch. lieferte ferner für die von Reichardt redigirte musikalische Berliner Zeitung mehrere Aufsätze, als: »Einige Briefe über den Unterricht in der Musik«, 1805, No. 13, 14, 15, 17. »Ideen und Vorschläge zur Verbesserung des Kirchenwesens«, 1805, No. 59, 60, 62, 66, 69, 70, 72, 90, 93, 98, 103. »Luther's Denkmal«, ebend. No. 68. »Ueber des Abt Vogler's Umschaffung der Orgel zu St. Marien in Berlin, nach seinem Simplifications-System, nebst leicht ausführbaren Vorschlägen zu einigen bedeutenden Verbesserungen der Orgel«, 1805, No. 97, 99, 102 und 1806, No. 4. In demselben Jahre und in derselben Zeitung erschien noch: »Ueber die neumodischen Liedersammlungen«. »Ueber einen Vorschlag des Herrn S. zu einer leichten und sichern Erlernung des Treffens in der Singkunst«. »Ueber die früheste Vorbereitung zur Bildung künftiger Tonkünstler«. »Nachtrag zur Abhandlung über Kirchenmusik« und noch einige andere.
9Schlimme Taktzeit, s. schlechte Taktzeit.
11Schloer, François, geboren im Elsass gegen 1785, lebte einige Zeit in Holland und liess sich dann in Paris als Lehrer des Clavierspiels nieder. Er hat daselbst viel Claviermusik veröffentlicht, darunter: »Fantasie pour piano und Orchester« (Paris, Petit). »Sonaten für Clavier und Violine«, op. 7, 8, 35, 46, 47 (ibid.). »Fantasie pour piano seul«, op. 56 (ibid.) »Préludes pour les commençants«, liv. I und II (ibid.). Streichquartette u. a.
13Schloesser, Adolf, ist 1830 am 1. Febr. zu Darmstadt, woselbst sein Vater Hofkapellmeister war, geboren; er machte unter dessen Anleitung seine musikalischen Studien; ging 1847 nach Frankfurt a. M., wo er sich bald als Pianist und Componist vortheilhaft bekannt machte. Seit 1854 lebt er in London als gesuchter Musiklehrer. In seinen »Schumann Evenings« hat er viel zur rechten Würdigung dieses Meisters in England beigetragen. Von seinen
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