Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1878

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1chester (Mannheim, Götz). Concerte für Clavier und Orchester (Heilbronn, 1794). Drei Sonaten mit Begleitung von Violine und Violoncell, Alto und Violoncell, und Violine und zwei Hörner (Augsburg, 1797). Gesänge für Kinder mit Clavierbegleitung (Offenbach, 1798). Mehrere Sammlungen von Liedern, von denen einige Verbreitung fanden u. a.
3Schneider, Johann, guter Organist, geboren zu Coburg 17. Juli 1702, kam, nachdem er schon anderen Unterricht genossen, nach Leipzig, wo er von Joh. Seb. Bach Lehrstunden erhielt. Nachdem er hierauf erst in Saalfeld als Organist und Hof-Violinist, dann in Weimar eine Stelle fand, nahm er 1729 eine Organistenstelle an der Nicolaikirche zu Leipzig an, die er bis zu seinem Tode, gegen 1775, ausfüllte und zwar noch im Alter als ausgezeichneter Fugist bewundert wurde, wie es sich von einem Schüler des grössten Meisters dieser Schule gebührt. Seine Compositionen gelangten nicht zum Druck.
5Schneider, Johann Georg Wilhelm, geboren am 5. Octbr. 1781 zu Rathenau, wurde von seinem Vater, dem Organisten des Ortes, in der Musik so weit vorbereitet, dass, nachdem er in Berlin das Gymnasium zum grauen Kloster absolvirt hatte, er in Halle bei Türk seine Studien fortsetzen konnte. Nach Beendigung derselben kehrte er nach Berlin zurück, liess sich als Clavierspieler hören und gab Musikunterricht. Er starb schon am 17. Octbr. 1811 an der Schwindsucht. 1803 bis 1805 gab er unter den Namen Jul. und Ad. Werden (später Mann) »Musikalisches Taschenbuch« heraus, in welchem von seiner Feder kleine Clavierstücke und Gesänge sich befinden, die gleich seinen andern Compositionen nicht ohne Talent geschrieben sind. Zu den letzteren gehört: »Grosse Fantasie für Clavier und Orchester«, op. 2 (Leipzig, Breitkopf & Härtel). »Fantasie für Clavier allein«, op. 1, 5, 6, 7, 12, 18 (ibid.). »Variationen idem«, op. 3, 13, 14, 15 (Leipzig, Peters; Berlin, Schlesinger). »Ilse«, Melodrama für eine Stimme mit Clavierbegleitung, op. 11 (ibid.). Vollständiges Verzeichniss der Composition bei Ledebur »Tonkünstler-Lexikon«, S. 520. Sammlung der besten Commerslieder (Halle, 1802) u. a.
7Schneider, Johann Gottlob, Königl. Sächs. evangelischer Hoforganist und Instructor der evangelischen Kapellknaben in musicis, war geboren am 28. October 1789 in Altgersdorf bei Zittau und erhielt, wie sein Bruder Friedrich, den ersten Musikunterricht vom Vater. Wie Johann seinen Schülern oft erzählte, hatten er und sein Bruder von Hause aus keine Lust zum Orgel- und Clavierspiel. Unerbittlich jedoch trieb sie der Vater an, ja er sperrte sie zeitweilig während des Winters in einem kalten Zimmer ein und zwang sie, dort Fingerübungen auf einem Clavichord vorzunehmen. Auf den Orgelunterricht Johann’s hielt er am meisten und erweckte dadurch in der Brust des Jünglings eine Neigung und Hingebung zu dem herrlichen Instrumente, welche nie erkalten und ihn für immer an dasselbe fesseln sollte. Neben der Orgel wurde auch das Clavier nicht vernachlässigt, ja Johann musste sogar Violine, Viola, Oboe, Clarinette, Fagott, Horn, Trompete, Posaune und Cello spielen lernen. Das letztere Instrument cultivirte er bis zu seinem Tode mit besonderer Vorliebe. Neben der musikalischen Ausbildung versäumte der würdige Vater auch den wissenschaftlichen Unterricht seiner Söhne nicht; namentlich suchte er auf den religiösen Geist derselben einzuwirken. Von der Natur mit einer hellen, starken, leicht ansprechenden, biegsamen und umfangreichen Discantstimme begabt, wurden Johann, als er 1801 auf das Gymnasium zog, schnell die ersten Stellen im dortigen Sängerchor, sowie der treffliche Singunterricht des Cantor Schönfeld zu Theil. Bald erhielt er auch den ehrenvollen Auftrag, die Sopransoli in den sogenannten »Exner’schen grossen Concerten« auszuführen, wodurch er manches Meisterwerk kennen lernte und daraus neue Begeisterung für seine Lehrjahre schöpfte. Nach der Mutation trat Sch. nach einer kurzen Pause wieder in das Singechor als Tenorist und Präfekt desselben ein. In der Theorie und im Orgelspiele unterrichtete ihn in Zittau der tüchtige Organist und Musiklehrer Unger; daneben suchte er sich mög-

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