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Scan 154
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1878
12 lines. Read by computer on 16 September 2026. Printed page 148. See the scan on archive.org.
1»Fantaisie idem, sur un thème original« (ibid.). »Variations pour piano seul«, op. 3, 4, 8, 32, 38, 39, 40, 42, 45, 48, 50, 51, 52, 55 (Mailand; Wien; Florenz; Neapel). »Valses idem«, op. 35 (Wien, Diabelli).
3Schoberlechner, Sophie, geborene Dall’ Occa, Gattin des Vorigen, vorzügliche dramatische Sängerin, geboren zu Petersburg gegen 1807. Ihr Vater, Lehrer des italienischen Gesanges, bildete die schöne Stimme der Tochter mit Sorgfalt aus, so dass sie 15 Jahre lang als dramatische und Concert-Sängerin ersten Ranges galt. In Petersburg erhielt sie 1827—1830 am italienischen Theater daselbst eine Gage von 20,000 Rubel. Sie sang ausserdem in Wien und fast allen Städten Italiens. 1840 verlor sie ihre Stimme durch Ueberanstrengung, weshalb sie sich um diese Zeit von der Bühne ganz zurückzog. Sie starb zu Florenz 1863.
5Schobert (…), Clavierspieler von bedeutendem Talent; in Paris, wo er lebte, hoch geschätzt, auch durch seine Compositionen in England und Holland, aber wenig in Deutschland bekannt. Fétis hat über seinen Namen (der auch irrthümlich Schubart von einigen angegeben wird) und Geburtsort genau nachgeforscht. Danach ist er in Strassburg, wo er seine Jugend verlebte, geboren und trat 1760 in Paris in den Dienst des Prinzen Conti, bewundert wegen seines reizvollen Spiels. Er starb 1768 nach dem Genusse von giftigen Champignons, die er auf einem Spaziergange mit Freunden, die sein Schicksal theilten, selbst gesammelt hatte. Der Stil dieses Pianisten war seiner Zeit durchaus neu und selbständig, dem Mozart’schen verwandt. In Paris, Amsterdam und London erschienen folgende Compositionen von ihm: »Sonaten für Clavier und Violine«, op. 1, 2, 3. »Sonaten für Clavier allein«, op. 4, 5, 16, 17. »Trios für Clavier, Violine und Bass«, op. 6, 8. »Quartett für Clavier, zwei Violinen und Bass«. »Concertos pour clavecin«, op. 9, 10, 11, 12, 18. »Concerto pastoral pour clavecin«, op. 13. »Trios symphonies pour clavecin, violon und zwei Hörner, op. 14. »Trois idem«, op. 15.
7Schoeber, David Gottfried, Pastor zu Lobenstein, später Bürgermeister zu Gera, um die Mitte des 18. Jahrhunderts, ist der Autor folgender Schriften: »Beitrag zur Lieder-Historie, betreffend die evangelischen Gesangbücher, welche bei Lebzeiten Lutheri zum Druck befördert wurden« (Leipzig, Jacobi, 1759, in 8°, 128 Seiten). »Zweiter Beitrag zur Liederhistorie« (Leipzig, 1760, in 8°, 160 Seiten).
9Schoeffer, Peter, genannt der Jüngere, zweiter Sohn von Peter Schoeffer, Gehülfe von Guttenberg und Faust bei ihrer Erfindung der Buchdruckerkunst; geboren zu Mainz in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, gründete 1502 zu Mainz eine eigene Druckerei. Das Werk von Schlick (s. d.) »Gedruckt zu Mentz durch Peter Schoeffern. Uff samt Matheis abent, 1512«, ist das älteste in Mainz gedruckte Musikwerk. Peter Schoeffer verliess später Mainz und lebte in Worms, wo er 1525 Joh. Walther’s »Gesangbüchlein«, zu Wittenberg 1524 zuerst gedruckt, nachdruckte. Später finden wir ihn in Strassburg, wo er während einiger Jahre in Gemeinschaft mit Mathias Apiarius arbeitete. Es sind als aus seiner Druckerei hervorgegangen noch bekannt: »Viginti Cantiunculae gallicae quatuor vocum excusae Argentorati apud Petrum Scheffer 1530« (g. 12° obl.). »Rerum musicarum opusculum von Johann Frosch« (1535). »Magnificat octo tonorum von Sixtus Dietricht« (1535, zweite Ausgabe 1537). »Motetarum quatuor vocum a diversis musicis liber primus. Argentorati 1535« (dreiundfünfzig Stücke). »Cantiones quinque vocum selectissimae, a primariis Germaniae inferioris, Galliae et Italiae musices magistris editae, Antehac typis nondum divulgatae. Motetarum lib. I. Argentorati ad Petrum Schoeffer 1539«.
11Schön, Moritz, königl. Musikdirektor zu Breslau, ist zu Krönau in Mähren im Jahre 1808 geboren. Anfangs zum Schulfache bestimmt, widmete er sich doch schon zeitig ganz der Musik. Erst 14 1/2 Jahr alt, wurde er als Kammermusiker bei der Fürstin Lynar zu Drehnau angestellt, wo er bei dem Musikdirektor Löbmann noch Violinunterricht nahm. 1827 vom Grafen Brühl in
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