Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 155

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1878

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1Berlin als Accessist der königl. Kapelle angestellt, setzte er seine Studien unter Moser und Hub. Ries eifrig fort und suchte auch noch die Quartettspieler Müller in Braunschweig und Spohr in Kassel auf, um sich zu einem tüchtigen Violinisten herauszubilden. Mit den besten Zeugnissen Spohr's versehen, unternahm er Kunstreisen und liess sich dann in Breslau nieder, wo er von 1835 bis 1841 Theaterkapellmeister war. Hierauf gründete er in derselben Stadt eine Violinschule und ward Mitstifter der »Philharmonischen Gesellschaft«. Er schrieb: »Zwölf Etuden für die Violine«, op. 3 (Breslau, Leukart). »Duette für zwei Violinen zum Studium für geübtere Schüler«, op. 6 (ebend.). »Praktischer Lehrgang für den Violinunterricht« in zwölf Lieferungen, op. 32, Heft 2 u. 3 op. 22, Heft 4 op. 27. (Stufenweise geordnete Uebungen und Uebungsstücke) (Breslau, Leukart). »Der Opernfreund«, Sammlung von Compositionen für Violine mit zweiter Violine, Buch 1 u. 2 (ebend.). »Der Sonntagsgeiger«, Sammlung etc., 2 Hefte (ebend.). »Duetten für zwei Violinen, zum Studium etc. für geübtere Schüler« (ebend.). »Sechs leichte und melodiöse Duette für zwei Violinen«, op. 17 (Breslau, Grosser). »Zwölf Lektionen für Anfänger im Violinspiel«, op. 26 (Breslau, Hainauer). »Erholungsstunden«, sechs leichte und melodiöse Duettinos für zwei Violinen, erste und zweite Pos., op. 31 (Berlin, Bock), und einige andere Compositionen für Violine.
3Schönberg, ein bedeutender Orgelbauer dieses Jahrhunderts in Schafstädt, baute die Orgel in der Lutherkirche in Eisleben. Er versah in diesem Werk zuerst die Principalstimmen in der Mündung mit offenen verschiebbaren Kapseln. Diese erleichtern das Stimmen der Pfeifen wesentlich und es wird dadurch das Einbiegen der Pfeifenmündungen verhindert.
5Schöne, Johann Gottlieb, Professor an der Kreuzkirche in Dresden, gab heraus: »Sammlung von Gesängen für die Schule, für eine, zwei, drei und vier Stimmen« (Dresden, Paul, 1833).
7Schönebeck, Carl Sigismund, Violoncellvirtuose, geboren zu Lübben am 26. Octbr. 1758, gestorben Anfangs des 19. Jahrhunderts. Erhielt von Tricklir in Dresden Unterricht und lebte als Concertmeister des Grafen Dohna in Schlesien, später des Herzogs von Kurland und des Grafen Waldenburg. Es sind von seinen Arbeiten gedruckt: »Concerto pour violoncello«, op. 1 (Offenbach, André, 1797). Idem, op. 3 (Berlin, Hummel). Idem, op. 6 (ibid. 1802). »Concerto pour le basson«, op. 4 (ibid. 1800). »Trois duos pour alto et violoncello«, op. 2 (ibid.). »Duos pour violons et violoncelles«, op. 8 (Leipzig, Kühnel). »Trois duos faciles pour deux violoncelles«, op. 12, Heft I u. II (ibid.). »Duos concertants pour deux alto«, op. 13 (ibid.). »Trois quatuors pour flûte, violon, alto et basse«, op. 14 (ibid.). In Königsberg wurden die Opern »Der Wunderigel« 1778 und »Der Küster im Stroh« aufgeführt.
9Schoenfeld, Carl, Flötist und Kammermusiker des Herzogs von Mecklenburg-Strelitz, lebte mehrere Jahre als Kapellmeister der deutschen Oper in Kopenhagen. Er schrieb zwei Opern: »Herrmann und Dorothea«, »Fridolin« und einige Operetten. Ferner: Duo's, Solo's und Variationen (Leipzig, Breitkopf & Härtel, und Berlin, Lischke).
11Schönfeld, Johann Ferdinand von, Schriftsteller, lebte zu Wien Ende des 18. Jahrhunderts. Er publicirte: »Jahrbuch der Tonkunst von Wien und Prag« (Prag, 1796, in 8°).
13Schönprincipal heisst das Principalregister der Orgel, das im Prospekt steht, sauber polirt und mit aufgeworfenen Labien versehen ist.
15Schöpfbälge sind kleine Bälge, welche namentlich in kleinen Orgeln und Positiven vorkommen. Der Schöpfbalg (Schöpfer) ist ein kleiner, keilförmiger Balg, welcher unter einem andern Balge, gewöhnlich unter Doppel- oder Magazinbälgen, sich befindet und dazu dient, letztere zu füllen und aufzuziehen. Sobald der Schöpfer durch Treten oder durch eine einfache Gabelvorrichtung in stete Bewegung gesetzt wird, so strömt der Wind aus dem Schöpfer in den oberen Balg und zieht denselben auf. Auch die Drehorgeln und Harmoniums

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