Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1878

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1enthalten Schöpfbälge. Bei den Drehorgeln wird der Schöpfer vermittelst der Kurbel aufgezogen, beim Harmonium thut es der Spieler mit den Füssen. Manche Orgelbauer verbinden die Keil- und die Parallelbälge mit Schöpfern. Der Schöpfer wird dann durch Hebel, welche ein Schwungrad treibt, in Bewegung gesetzt und auf diese Weise der grössere Balg mit Luft angefüllt. Statt der Schöpfbälge bedient man sich in neuerer Zeit der Luftpumpen, namentlich da, wo wegen Mangel an Raum die Magazinbälge direkt auf den Boden zu liegen kommen und für den Schöpfer kein Raum ist. Die Luftpumpe kann man in jeden Winkel stellen.
3Schöpfventil, s. Saugventil.
5Schoettgen, Christian, Philologe und Archäologe von Ruf, Gymnasial-Rektor zu Frankfurt a. O., wurde 1687 zu Wurzen in Sachsen geboren. Unter den 80 Abhandlungen und Programmen, die er verfasste, befindet sich auch eins: »An Instrumentum Davidis musicum fuerit Utriculus?« (Frankfurt a. O., 1716, in 4°). Er schreibt dem König David den Gebrauch der Sackpfeife zu. (Forkel’s Gesch., Bd. I, S. 182).
7Schofar oder Schophar, ein stark gekrümmtes Blasinstrument der alten Hebräer aus Erz oder Silber, nach Andern aus Stierhörnern gefertigt, dessen Klang dem unserer Trompete ähnlich gewesen sein soll. Es wurde im Kriege und als Ruf zum Gottesdienste anstatt unserer Glocken gebraucht. Eine Abbildung giebt Printz, »Historische Beschreibung der edeln Sing- und Klingkunst«, Cap. 3 p. 30.
9Scholl, Carl, Flötist und Componist für dies Instrument, geboren am 8. Januar 1778 zu Quolkiew in Polen, machte seine musikalischen Studien in Wien. 1797 trat er daselbst in die Kapelle des Hoftheaters und blieb vierzig Jahre in dieser Stellung. Compositionen: »Introductions et variations brillants pour la flûte, avec accompagnement de deux violons, alto, basso obligé, cors et hautbois ad libitum«, op. 19, 20, 26, 28 (Wien, Diabelli, Haslinger). »Polonaise für Flöte und Orchester«, op. 25 (Wien, Diabelli). »Duos et solos pour la flûte« (ibid.) u. a. Ferner Studien für die G-Flöte (von Koch in Wien) unter dem Titel: »Neueste Tabelle für die Flöte nach der neuesten Art, mit G-Fuss und allen Klappen, zum Selbstunterricht« (Wien, Cappi).
11Schol oder Scholl, Dirk, berühmter niederländischer Carillonneur und Organist, geboren 1641, gestorben am 31. März 1727; lebte zu Arnheim, später zu Delft. Er veröffentlichte eine Serie von ungefähr 200 Stücken für drei Instrumente: »Den spilende Kus-Hemel, besteende in een getal bau ober de 200 Speelstucken, zynde met drie instrumenten, etc.« (Delft, 1669, in 4°). Sein Bruder Cornelius und sein Sohn Hubertus Cornelius waren ebenfalls berühmte Organisten und Carollinneurs.
13Schollenberger, Caspar, Stiftsherr zu Ulm im Anfange des 18. Jahrhunderts, machte sich als Kirchencomponist hauptsächlich durch das Werk bekannt: »Offertoria festiva pro toto anno a quatuor voces, 2 violinis, viola, violone et organo«, op. 3 (Augsburg, Lotter, 1718, in Fol.).
15Scholz, Bernhard, ist zu Mainz am 30. März 1835 geboren, machte seine theoretischen Studien bei Dehn in Berlin in den Jahren 1855—1856, ging 1857 als Lehrer an das Conservatorium in München, und nachdem er in Zürich und Nürnberg als Operndirigent gewirkt hatte, wurde er 1859 Kapellmeister am Hoftheater in Hannover, aus welcher Stellung er 1865 wieder schied. Nach einem vorübergehenden Aufenthalt in Florenz nahm er in Berlin seinen Wohnsitz, bis er 1870 als Dirigent des Orchestervereins nach Breslau ging, in welcher Stellung er noch thätig ist. Ausser seinen Opern: »Carlo Rosa« (1859), »Ziethen’sche Husaren« (1869), »Morgiane« (1870), »Golo« (1875), »Der Trompeter von Säckingen (1877), schrieb er ein Requiem (op. 16), die beiden Ouvertüren zu Goethe’s »Iphigenia« und »Im Freien«, verschiedene Werke für Kammermusik, Lieder, Chöre und Claviermusik. Ferner

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