Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1878

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1600 Lieder, Messen und Vocalwerke aller Arten, Sonaten und Quartette, Trio's und Duo's, Märsche und Polonaisen und eine Reihe von Clavierwerken u. s. w. und darunter eine ganze Zahl von unvergänglichem Werthe, die als Marksteine an der Grenze der Entwicklung stehen, abschliessend und neuzeugend von Bedeutung geworden sind. 1863 am 13. Octbr. liess die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien auf Anregung des Direktors Josef Hellmesberger und Johann Krall die irdischen Ueberreste von Beethoven und Schubert ausgraben und in zinkene Särge legen, und diese wurden am 23. in den vollständig ausgemauerten Gräften feierlich beigesetzt. Am 15. Mai 1872 wurde das Denkmal, das Franz Schubert vom Wiener Männergesangverein im Wiener Stadtpark gesetzt worden ist, feierlich enthüllt.
3Schubert, Franz Anton, geboren am 20. Juli 1768 zu Dresden, kam 1786 als Contrabassist in die Kurfürstl. Sächs. Kapelle. Schon frühzeitig ein beachtenswerthes Compositionstalent zeigend, bildete er dasselbe so glücklich aus, dass er 1807 zum Musikdirektor bei der italienischen Oper und 1814 zum Königl. Kirchencomponisten avancirte. Er starb am 5. März 1824 in Dresden. Sch. hat vielerlei Werke, namentlich für den katholischen Hofkirchendienst, dann Cantaten, Freimaurerlieder und dergleichen geschrieben. Diese Compositionen entbehren zwar des tieferen Gehaltes, verrathen jedoch den formgewandten, natürlich empfindenden Musiker. Sein älterer Bruder Anton, geboren am 28. Juni 1766 in Dresden, kam 1790 als Contrabassist in die Kurfürstl. Sächs. Kapelle, trat 1844 in Pension und starb am 12. Octbr. 1853. Er wurde sehr geschätzt als trefflicher Orchesterspieler.
5Schubert, Franz, ältester Sohn des Franz Anton S., geboren am 22. Juli 1808 in Dresden, erhielt schon frühzeitig Musikunterricht. In der Theorie unterrichtete ihn der Vater, im Violinspiel der Kammermusikus Anton Rottmeier, später der vor einigen Jahren verstorbene treffliche Ludwig Haase, prädicirter Herzogl. Anhalt-Dessauischer Concertmeister, in der Königl. Kapelle als Waldhornist angestellt. Am 23. April 1823 spielte der 15jährige junge Künstler in einem Kammerconcerte bei der Königin, worauf er am 1. Mai desselben Jahres in der Königl. Kapelle als Aspirant bei der Violine eintrat. 1831 gewährte ihm König Anton die Mittel, nach Paris zu gehen und dort bei dem berühmten Geiger Charles Lafont Unterricht zu nehmen. Sch. verkehrte in Paris in den ersten Gesellschaftskreisen viel mit Rubini, Lablache, mit der Pasta und anderen Künstlergrössen. Mit Chopin und Ernst trat er in engeren freundschaftlichen Verkehr. 1833 nach Dresden zurückgekehrt, ward er 1834 zum Königl. Concertisten, 1837 zum Viceconcertmeister ernannt. Nach dem 1847 erfolgten Tode des Concertmeisters Morgenroth rückte er in dessen Stelle ein, nach der Pensionirung Carl Lipinsky's im Jahre 1861 ward er erster Concertmeister, 1857 verlieh ihm Se. Majestät König Johann das Ritterkreuz des Albrechtsordens. Am 1. Mai 1873 feierte Sch. sein 50jähriges Dienstjubiläum unter allgemeiner Theilnahme. Er erhielt bei dieser Gelegenheit das Ritterkreuz des K. S. Verdienstordens und das des Grossherzogl. Mecklenburg-Strelitz'schen Ordens der wendischen Krone. Der tüchtige Künstler lebt seit der Zeit im wohlverdienten Ruhestand in Dresden. Sch. war ein Concertmeister von hoher Begabung, eine sichere, nie wankende Stütze des Dirigenten und des Orchesters. Als Geiger vertritt er die feine, concrete und galante Spielweise der französischen und belgischen Schule, deren charakteristische Repräsentanten Lafont und Beriot waren. Von den gedruckten Violincompositionen Schubert's sind folgende zu erwähnen: »9 études pour le violon«, op. 3 (Leipzig, Kistner). »Fantasie pour viol. avec orchestre« (ibid.). »Duo pour Pianof. et Viol.«, op. 8 (ibid.). »2 Duos concertante pour Viol. et Violone.« (in Verbindung mit F. A. Kummer). Seine Gattin:
7Schubert, Maschinka, Tochter des Königl. Preussischen Kapellmeisters Abraham Schneider, mit welcher er seit 1837 verheiratet ist, wurde geboren am 25. August 1815 in Reval, wo ihre Eltern damals lebten; sie kam im

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