Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 173

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1878

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1Hilscher). »Violin-Concert«, op. 7 (Braunschweig, 1798); auf diesem opus erscheint er irrig Schubart genannt). »Thème avec 8 variations pour Pianof.« (Dresden, 1803, Hilscher). Gerber a. a. O. nennt noch einen zu Nersdorf in Böhmen geborenen Schubert, der im Jahre 1798 nach dem Gothaischen Theaterkalender ebenfalls in der Kurfürstl. Sächs. Kapelle angestellt gewesen sein soll. Diese Angabe ist irrig. Ausser dem in Warnsdorf geborenen Jos. Schubert waren damals in der Kurfürstl. Kapelle nur noch die in Dresden geborenen Brüder Anton und Franz Anton Schubert angestellt. (Vergl. den betr. Artikel.)
3Schubert, Louis, geboren am 27. Januar 1828 zu Dessau, wo er auch seine musikalischen Studien machte. Im 17. Lebensjahre ging er nach St. Petersburg und nach einjährigem Aufenthalte daselbst nach Königsberg in Preussen. Hier blieb er sechs Jahre lang im Engagement an dem dortigen Stadttheater als Concertmeister und Musikdirektor. Nach Ablauf dieser Zeit verweilte er noch während 10 Jahre, indem er Privatunterricht in der Musik ertheilte, Concerte gab, als Dirigent in seinen und in den Concerten Anderer wirkte. Im letzten Jahre schrieb er Musikkritiken für die bekannte »Hartung'sche Zeitung«. Während seines dortigen Aufenthaltes entstanden neben zahlreichen kleineren Compositionen für Instrumental- und Gesangsmusik zwei Operetten »Aus Sibirien« und »Die Rosenmädchen«, welche beide sehr beifällig in Königsberg zur Aufführung gelangten. Ferner edirte Sch. eine Anzahl Liedercompositionen bei Schlesinger in Berlin, welche ebenfalls Beifall erlangten. Im Jahre 1862 siedelte S. nach Dresden über und es gelang ihm, trotz grosser Hindernisse, sich sehr bald eine Stellung zu erringen. Auch hier kamen »Die Rosenmädchen« zur Aufführung; ihnen folgten bald »Der Wahrsager« und »Wer ist der Erbe?« Auch auf den Hoftheatern von Wiesbaden, Weimar, Stuttgart, dem Breslauer Stadttheater u. A. wurden Schubert's Operetten mit Beifall aufgeführt. Im Jahre 1868 gab Sch. 28 Lieder bei Friedrich Hofmeister in Leipzig heraus. Dieselben erschienen in fünf Heften, von denen drei Hefte ein Werk bilden unter dem Titel: »Gesangschule in Liedern« (op. 18), während die übrigen zwei Hefte einen Lieder-Cyclus ausmachen, welcher als op. 23 und 24 erschienen ist. Eine Anzahl anderer Compositionen erschienen bei Dresdener Verlegern. Sch. lebt in Dresden als sehr gesuchter Gesanglehrer. Seine Tochter Clara hat sich, trotz sehr jugendlichen Alters, bereits als tüchtige Sängerin in Dresden und Leipzig bewährt; ihre Leistungen stellen die Methode ihres Vaters in das beste Licht. Ferner sind von Sch. erschienen: »14 Violin-Duette, nach Clavierwerken Seb. Bach's für instruktive Zwecke bearbeitet«. Zwei in Dresden geschriebene grössere Opern »Einen Tag vor der Hochzeit« und »Faustina Hasse« harren noch der öffentlichen Aufführung. Im J. 1876 erhielt Sch. vom Herzog von Coburg-Gotha das Verdienstkreuz für Kunst und Wissenschaft.
5Schuberth, Gottlob, geboren am 11. August 1778 zu Carsdorf, hatte in Jena seine Musikstudien gemacht, ging 1804 nach Magdeburg, wo er als Oboe- und Clarinettenvirtuos Aufsehen erregte. 1833 siedelte er nach Hamburg über, wo er am 18. Febr. 1846 starb. Sein ältester Sohn Julius Ferd. Georg ist Gründer der bedeutenden Verlagshandlung J. Schuberth & Comp. in Leipzig und New-York; er starb am 9. Juni 1875. Ein anderer Sohn von Gottlob Schuberth, Friedrich Wilhelm Schuberth, ist Inhaber der Firma: Fritz Schuberth in Hamburg. Ein dritter Sohn endlich ist der berühmte Cellovirtuose
7Schuberth, Carl. Er ist geboren in Magdeburg am 25. Febr. 1811, erhielt von seinem Vater und dem Cellisten Hesse vom fünften Jahre an Unterricht. Im elften Jahre liess er sich zum ersten Male als Solo-Cellist öffentlich hören, worauf er nach Dresden kam und bei Dotzauer mehrere Jahre weitere Studien machte. Nachdem er in seiner Vaterstadt in einem Concerte der Sängerin Catalani sich mit Erfolg hatte hören lassen, unternahm er 1828 die erste Kunstreise über Hamburg nach Kopenhagen. Auf einer zweiten Reise 1833

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