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Scan 242
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1878
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1begleitet, worin alle Schrecken des Todes und der Rache eines zürnenden Gottes athmen. Ebenso wird er ausser der Kirche eine Stelle finden können in Musikstücken, worin der Ausdruck ähnlicher Ideen bezweckt wird, aber auch nur dann. Er vereinigt sich ausserdem schlecht mit den übrigen Klängen des Orchesters und der Singstimme und als Bass einer Menge von Blechinstrumenten ist ihm die Basstuba und selbst die Ophikleide bei weitem vorzuziehen«.
3Serpent (Orgel), Schlangenrohr, ist ein nur noch in ganz alten Orgelwerken vorkommendes, im Pedal stehendes Schnarrwerk 5 Meter. Der Ton dieser Stimme ist schwächer als der der Posaune. Diese Stimme soll den Ton des in der Militärmusik angewandten gleichnamigen Blasinstruments nachahmen. Der Tonumfang dieser Stimme erstreckt sich vom Contra-B bis zum kleinen d. Noch heute gebrauchen die Franzosen jenes Instrument bei der Kirchenmusik.
5Serperio, Francesco, ein römischer Componist, nur bekannt durch die 1650 gedruckten Werke: »Missa a 4 vocum« und »Vespertinum Officium dominicale«.
7Serra, Giovanni, Componist, geboren zu Genua 1787, Schüler im Contra-punkt von Gaëtano Isola. Es sind von ihm zwei grosse Messen mit Orchester vorhanden, ausserdem ein Requiem und eine Cantate zur Geburtsfeier des Königs von Rom, aufgeführt im Theater zu Genua; Sinfonien, Quartette, Trios und Duos für verschiedene Instrumente.
9Serra, Michele Angelo, Geistlicher und Kapellmeister an der Kirche St. Maria del Vado zu Ferrara am Anfang des 17. Jahrhunderts, geboren zu Mantua 1571. Bekannt von seinen Werken sind: »Completorium Romanum 4 vocum« (Venedig, 1603). »Missarum quatuor vocum liber primus« (Venetiis, apud Jac. Vincentinum, 1606, in 4°). Ein neuer Abdruck dieses Buches erschien in Antwerpen 1607 unter dem Titel: »Missae quatuor vocum«, in 4°. Es ist darin eine Todtenmesse von Clement (non papa) enthalten. »Missarum quatuor vocum liber secundus« (Venetiis, apud Jac. Vincentinum, 1615). »Motettae 4 vocum«; im Katalog des Königs von Portugal, Juan IV., aufgeführt.
11Serra, Paolo, Sänger der päpstlichen Kapelle zu Rom, geboren zu Novi, wurde in das College der päpstlichen Kapelle 1753 aufgenommen. Er veröffentlichte ein Lehrbuch, welches ein neues System des Solfeggirens mittelst verschiedener Silben für jeden Ton und jede Tonart enthält: »Introduzione armonica sopra la nuova serie de' suoni modulati in oggidi, e modo di rettamente e più facilmente intuonarla« (Rom, Giunchi, 1768, in 4°). one of two readings
12Serra, Paolo, Sänger der päpstlichen Kapelle zu Rom, geboren zu Novi, wurde in das College der päpstlichen Kapelle 1753 aufgenommen. Er veröffentlichte ein Lehrbuch, welches ein neues System des Solfeggirens mittelst verschiedener Silben für jeden Ton und jede Tonart enthält: »Introduzione armonica sopra la nuova serie de’ suoni modulati in oggidi, e modo di rettamente e più facilmente intuonarla« (Rom, Giunchi, 1768, in 4°). one of two readings
14Serrata (ital.), Schlussaufführung; die Serrata eines Sängers ist also die Aufführung einer Oper, in der er überhaupt zum letzten Mal auftritt oder gastirt; die Serrata einer Saison ist die letzte Operaufführung der Saison.
16Serré, Jean de, geboren im Städtchen Rieux (Haute Garonne) gegen Ende des 17. Jahrhunderts, schrieb ein Gedicht in vier Gesängen: »La Musique«, welches zuerst in Amsterdam bei Roger, 1714, in 12°, erschien, dann in Lyon bei André Laurens, 1717, in 4°, und zum dritten Mal in La Haye, 1737, in 12°. Es erschien auch in Paris 1734 nebst zwei anderen Gedichten ohne Nennung des Autors.
18Sertin ist eine veraltete Orgelstimme 2,5 Meter, man fand sie bespielsweise in der alten Orgel der Paulinerkirche in Leipzig.
20Servais, Adrien François, einer der bedeutendsten Violoncellvirtuosen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, ist in Hall, einer kleinen Stadt in Brabant drei Meilen von Brüssel, am 7. Juni 1807 geboren. Sein Vater war Musiker und bei der Kirchenmusik beschäftigt. Er unterrichtete den Sohn, bis der Marquis de Sayve, ein Musikfreund, den begabten Knaben dem Violinisten van der Plancken als Schüler übergab. Bei diesem studirte S. fleissig Violine, bis er einstmals Gelegenheit hatte den Cellisten Platel zu hören, seitdem wurde er von einer solchen Vorliebe für das Violoncell ergriffen, dass er fortan die Violine mit diesem Instrument vertauschte. Als Schüler ins Conservatorium aufgenommen, erhielt er von Platel, der ihm so viel Bewunderung
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