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Scan 389
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1878
15 lines. Read by computer on 16 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 383. See the scan on archive.org.
1chesterbegleitung; ein Clavierquintett mit Streichinstrumenten und ein zweites mit Flöte, Clarinette, Horn und Fagott; ein Septett für Clavier, Violine, Violoncell, Flöte, Clarinette, Horn und Fagott: fünf Trios für Clavier, Violine und Violoncell; drei Duos für Clavier und Violine; vier Potpourris für Violine mit Orchesterbegleitung: endlich eine Menge von Compositionen für Harfe mit und ohne Begleitung der Violine, mehrere Hefte Lieder und Salonstücke für Violine mit Clavierbegleitung.
3Spon, Jacques, Arzt und Antiquar, geboren zn Lyon, lebte zu Montpellier und unternahm Reisen nach dem Orient und Griechenland. Er starb in Vevey am 25. December 1685, nachdem er eine Arbeit veröffentlicht hatte: »Recherches curieuses d’antiquités« (Lyon, 1683, in 4°). Seite 146—158 ist darin von einigen Instrumenten der Alten die Rede.
5Spondäus, ein aus zwei Längen bestehender metrischer Fuss (s. Metrum).
6Spondaula, eine Art griechischer Flöten.
7Spondaules hiess der Flötenspieler, der bei den Opfern der Griechen dem opfernden Priester durch sein Flötenspiel alle zerstreuenden äussern Eindrücke fernhalten sollte.
9Sponholtz, Adolph Heinrich, geboren am 12. März 1803 in Rostock, war Organist daselbst. Schon als Kind liess er sich als Clavierspieler beifällig hören. Später studirte er Theologie, kehrte aber nach abgelegtem Examen zur Musik zurück, die er dann eifrig pflegte. Er componirte Orchestersachen, Motetten, Clavier- und Gesangstücke, die den geschickten und talentvollen Musiker zeigen. Er starb 1851.
11Sponsel, Johann Ulrich, Superintendent und Pfarrer zu Burgbernheim, Ehrenmitglied der lateinischen Gesellschaft zu Jena, geboren zu Muggendorf am 13. December 1721, starb am 5. Januar 1788. 1771 gab er zu Nürnberg seine elf Bogen in 8°, umfassende: »Orgelhistorie« in fünf Kapiteln heraus.
13Spontini, Gasparo Luigi Pacificus, Graf von St. Andrea, einer der deutendsten Operncomponisten italienischen Ursprungs, wurde am 14. Novbr. 1774 in Majolati, einem Dorf in der Nähe des Städtchens Jesi im Kirchenstaat geboren. Sein Vater war dort als Landwirth ansässig und vier Geschwister wuchsen mit ihm auf. Drei seiner Brüder, von denen der eine später als Dekan in Majolati angestellt war, wurden Priester; Spontini selbst, ebenfalls für den geistlichen Stand bestimmt, kam acht Jahre alt nach Jesi zu seinem Onkel väterlicherseits, Josef Spontini, der daselbst als Pfarrherr lebte und die wissenschaftliche Bildung seines jungen Verwandten leiten wollte. Der in dem Knaben schlummernde musikalische Funke wurde zuerst durch die Anwesenheit eines Orgelbauers, Crudeti, angefacht, der, während er eine Orgel zu repariren hatte, im Hause dieses Onkels wohnte und in seiner Musezeit meisterlich auf einem Spinett, das er mit sich führte, spielte. Der energische Widerstand, den der Onkel seinen Beschäftigungen mit der Musik entgegensetzte, veranlasste den Knaben zu einem andern Verwandten, dem Bruder seiner Mutter in San Vito, im Gebiete von Ancona zu fliehen, der seine Neigung zur Musik begünstigte und ihn dem dortigen Kapellmeister Quintiliani als Schüler übergab. Nach Jahresfrist kehrte S. nach Jesi zu seinem Onkel Josef zurück, der von nun an der ausgesprochenen Neigung seines Neffen nicht mehr entgegen trat. Gasp. Spontini beschäftigte sich jetzt eifrig mit der Musik und erhielt nach einander zu Lehrern: den Sänger Ciaffolatti, den Organisten Menghini, die Kapellmeister Bartoli in Jesi und Bonanni und trat durch diese vorbereitet 1791 ins Conservatorium Pieta dei Turchini zu Neapel, in welchem zur Zeit Sala und Tritta (nicht Traetta) den Compositionsunterricht leiteten. Später soll er auch von Cimarosa Unterricht erhalten haben. Sein ungewöhnliches Talent trat schon hier entschieden hervor, und documentirte sich in seinen Compositionen, die in Kirchenstücken bestanden. Schon diese verschafften ihm soviel Ruf, dass ein Theater-Direktor in Rom ihn zum Zwecke einer Operncomposition dahin einlud. Der selbstbewusste 17jährige Jüngling folgte diesem one of two readings
14Spontini, Gasparo Luigi Pacificus, Graf von St. Andrea, einer der deutendsten Operncomponisten italienischen Ursprungs, wurde am 14. Novbr. 1774 in Majolati, einem Dorf in der Nähe des Städtchens Jesi im Kirchenstaat geboren. Sein Vater war dort als Landwirth ansässig und vier Geschwister wuchsen mit ihm auf. Drei seiner Brüder, von denen der eine später als Dekan in Majolati angestellt war, wurden Priester; Spontini selbst, ebenfalls für den geistlichen Stand bestimmt, kam acht Jahre alt nach Jesi zu seinem Onkel väterlicherseits, Josef Spontini, der daselbst als Pfarrherr lebte und die wissenschaftliche Bildung seines jungen Verwandten leiten wollte. Der in dem Knaben schlummernde musikalische Funke wurde zuerst durch die Anwesenheit eines Orgelbauers, Crudeti, angefacht, der, während er eine Orgel zu repariren hatte, im Hause dieses Onkels wohnte und in seiner Musezeit meisterlich auf einem Spinett, das er mit sich führte, spielte. Der energische Widerstand, den der Onkel seinen Beschäftigungen mit der Musik entgegengesetzte, veranlasste den Knaben zu einem andern Verwandten, dem Bruder seiner Mutter in San Vito, im Gebiete von Ancona zu fliehen, der seine Neigung zur Musik begünstigte und ihn dem dortigen Kapellmeister Quintiliani als Schüler übergab. Nach Jahresfrist kehrte S. nach Jesi zu seinem Onkel Josef zurück, der von nun an der ausgesprochenen Neigung seines Neffen nicht mehr entgegen trat. Gasp. Spontini beschäftigte sich jetzt eifrig mit der Musik und erhielt nach einander zu Lehrern: den Sänger Ciaffolatti, den Organisten Menghini, die Kapellmeister Bartoli in Jesi und Bonanni und trat durch diese vorbereitet 1791 ins Conservatorium Pieta dei Turchini zu Neapel, in welchem zur Zeit Sala und Tritta (nicht Traetta) den Compositionsunterricht leiteten. Später soll er auch von Cimarosa Unterricht erhalten haben. Sein ungewöhnliches Talent trat schon hier entschieden hervor, und documentirte sich in seinen Compositionen, die in Kirchenstücken bestanden. Schon diese verschafften ihm soviel Ruf, dass ein Theater-Direktor in Rom ihn zum Zwecke einer Operncomposition dahin einlud. Der selbstbewusste 17 jährige Jüngling folgte diesem one of two readings
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