Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 425

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1878

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1Eine Schrift von ihm: »Ueber den deutschen Kirchengesang« ist in der »Breslauer Kirchenzeitung« im ersten Jahrgang S. 307 und die folgenden zu finden.
3Steinfeld, Albert Jacob, tüchtiger Clavierspieler und gründlich gebildeter Musiker, geboren am 4. Juni 1741 in Hamburg, wurde 1765 als Organist in Archangel angestellt. Nach einem späteren einjährigen Aufenthalte in Petersburg kehrte er nach seiner Vaterstadt zurück und kam 1776 nach Bergedorf bei Hamburg als Organist. Von gegen 50 seiner Compositionen sind nur wenig, ungefähr die folgenden gedruckt: »Sechs Flötensolos«, op. 10 (1784); »Oden am Clavier«; »Drei Claviersonaten, drei Sonatinen« (1788); »Duos für Flöten«, op. 4; »Sechs Rondos faciles«, op. 5; »Zwölf Lieder mit Andante und Variationen à quatre mains« (1797); »Sechs Quartette für zwei Clarinetten und für zwei Horne«, op. 20 (1802). St. starb in Hamburg 1824.
5Steinfeld, Jacob St., Sohn des Vorigen, geboren am 14. Januar 1788, lebte im Hamburg als Gesang- und Musiklehrer. Seine musikalische Bildung verdankte er hauptsächlich dem Musikdirektor Schwenke. 1819 errichtete er mit F. W. Grund die jetzige Singakademie, deren Mitdirektor er zwölf Jahre hindurch war. 1824 wurde er zum Ehrenmitglied der Hamburger patriotischen Gesellschaft ernannt.
7Steingaden, Constantin, Mönch des Minoritenordens, war bischöflicher Kapellmeister zu Costnitz um die Mitte des 17. Jahrhunderts. Von Printz ist er in seiner »Geschichte der Musik« als einer der ersten Componisten seiner Zeit aufgeführt. »Flores hyemales a 3, 4 vocibus cum instrumentis« (Constantz, 1666) ist als sein viertes Werk herausgegeben worden.
9Steinharmonika, ein, der Holzharmonika ähnliches Instrument, das sich von dieser durch das Material unterscheidet, aus dem die klingenden Theile gefertigt sind; bei ihr sind es Holzstäbe, bei der Steinharmonika glattgeschliffene Alabasterstreifen, die natürlich heller und voller klingen. (S.: Strohfidel.)
11Steinkühler, Emil, Pianist, Violinist und Componist, geboren zu Düsseldorf am 12. Mai 1824, wurde von seinem Vater im Violin- und Clavierspiel bereits im frühen Kindesalter unterrichtet, so dass er sein erstes Concert, in welchem er sich auf beiden Instrumenten hören liess, zehn Jahre alt in Düsseldorf im Theater gab. Nach der Rückkehr von einer Kunstreise durch die Rheinlande wurde die Anwesenheit Mendelsohn’s in Düsseldorf für ihn vortheilhaft. 16 Jahre alt schrieb er eine Oper: »Die Alpenhütte« und einige Orchestercompositionen und ging dann nach Frankfurt, wo er bei Aloys Schmidt höhere Ausbildung als Clavierspieler erstrebte. Nach einem fünfjährigen Aufenthalt in Frankfurt besuchte er Paris und liess sich dann in Lille nieder, wo er als Musiklehrer und Musikdirektor des Vereins »Cäcilia« lebte. Von seinen gedruckten Compositionen sind vorzugsweise zu nennen: ein grosses Trio für Piano, Violine und Violoncell, op. 35 (Paris, Richault); Stücke für Clavier und Violoncell, op. 12 und 50 (Mainz, Schott, und Paris, Richault). Bei denselben Verlegern: Märsche, Concertouverturen, Gesänge, auch für Männerstimmen.
13Steinmann, Christoph, Componist des 17. Jahrhunderts, war erst zu Voilsberg bei Erfurt, später zu Grossen-Nehhausen bei Weimar Organist. Man kennt von ihm: »Motetten für acht Stimmen« (Jena, 1659); »Rosenkränzlein« (Erfurt, 1660, 4°).
15Steinmar, berühmter Minnesinger des 13. Jahrhunderts, einem ritterlichen, im Thurgau ansässigen Geschlecht entsprossen, zog mit König Rudolf von Habsburg gegen Ottokar von Böhmen vor Wien (1276) und nahm an der Belagerung dieser Stadt Anteil, wie er auch an der Winterfahrt des Königs nach Meissen Theil genommen hatte. Er dichtete, im Gegensatz zu den gewöhnlichen Frühlingsliedern »Herbstlieder«, in denen er die Freuden der Tafel besingt, und richtete seine Lieder nicht an eine ritterliche Dame, sondern an eine ländliche Schöne. Er wurde volksthümlich wie Neidhart, in dessen Ton er vornehmlich sang.
17Steinmetz, s. Schröder-Steinmetz.

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