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Scan 435
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1878
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1werden noch zwei jüngere Dichter seines Namens aus Himera erwähnt. Er soll seine Mitbürger durch eine von ihm gesungene Fabel vor den ehrgeizigen Plänen des Tyrannen Phalaris gewarnt haben. Weiterhin wird erzählt, dass, weil er Helena in einem Gedicht als Urheberin der Leiden des trojanischen Krieges gelästert habe, diese ihn des Augenlichts berauben liess; durch eine Traumerscheinung auf jene Lästerung aufmerksam gemacht, sang er dann eine Palinodie und habe darauf sein Augenlicht wieder erhalten. Nach Suidas wurde er von einem Räuber Hikanor erschlagen. Sein Grabmal stand vor dem stesichorischen Thor zu Katana, nach Andern auch zu Himera. Um die Erweiterung der Chorpoesie machte er sich dadurch verdient, dass er der Strophe und Antistrophe noch die Epode hinzufügte. Von seinen Gedichten sind uns nur Bruchstücke erhalten.
3Stesso moto, Vortragsbezeichnung = langsam, gedehnt.
5Stetten, Paul von, geboren zu Augsburg am 24. August 1731, studirte Musik und Wissenschaften, besuchte die Universitäten Genf und Altorf und machte Reisen. Nachdem er mehrere andere Aemter verwaltet, wurde er Rath des Königs von Baiern und starb zu Augsburg am 12. Februar 1808. In seinem berühmten Werk: »Kunst-, Gewerb- und Handwerksgeschichte der Stadt Augsburg« (Augsburg, 1778—1780, zwei Bände in 4°) ist auch vom Notenstich, vom Orgelbau, vom evangelischen Kirchengesang und von den Meistersängern die Rede.
7Steuccius, Henricus, von Weissenfels, im Anfang des 17. Jahrhunderts, veröffentlichte: »Lustige weltliche Lieder mit fünf Stimmen«, Theil I (Wittenberg, 1602), Theil II und III (1603).
9Steuerlein, Johann, geboren in Schmalkalden in Hessen am 5. Juli 1546, war in Wasungen Stadttschreiber, wurde 1580 in Meiningen Kanzleisekretär und 1604 Stadtschultheiss daselbst. Er starb 1613 mit dem Titel eines Notarius Publ.; zugleich war er kaiserl. gekrönter Poet. Auch auf dem Gebiete der Musik war er sehr thätig; es sind von ihm gedruckt: »Cantiones lateinisch und deutsch für vier und fünf Stimmen« (Nürnberg, 1571). »Christlicher Morgen- und Abendsegen aus dem Katechismus Lutheri gezogen durch Nic. Herrmann Reimweiss verfasst und mit vier Stimmen zusammen gesetzt« (1573, in 8°). Nebst einundzwanzig geistlichen Gesängen 1574 zu Erfurt neu gedruckt. »XXIV Weltliche Gesaeng mit vier auch fünf Stimmen« (Erfurt, 1574, in 4°). »Teutsche Passion, mit vier Stimmen componirt« (Erfurt, 1576, in 4°). »Cantiones quatuor et quinque vocum« (Nürnberg, 1578, in 4°). »Epitalamia. Teutsche und lateinische geistliche Hochzeitsgesang zum Gebrauch in Kirchen und Schulen« u. s. w. (1587, in 4°). »XXVII newe geistliche Gesang mit vier Stimmen« (Erfurt, 1588, in 4°). Der 150. Psalm: »Laudate Dominum in Sanctis ejus« für vier Stimmen (ibid. 1588, in 4°). Der 117. Psalm für vier Stimmen (ibid. 1599). »Christliche Gesänglein an S. Gregory der Schüler Festtag und sonst zu gebrauchen mit vier Stimmen« (Jena, 1604). »Das teutsche Benedicite und Gratias von vier Stimmen und das tröstliche Gebethlein: Herr Jesu Christ wahr'r Mensch und Gott von 4, 5 und 6 Stimmen.
11Steup, H. C., Pianist, Componist und Musikalienverleger in Amsterdam, ist daselbst 1775 geboren. Von seinen Compositionen, die er auch zum Theil selbst verlegte, kennt man: »Quartett für Piano, Violine oder Flöte, Alt und Violoncell«, op. 1 (Amsterdam, Steup). »Grosses Quintett für Streichinstrumente« (Mainz, Schott). »Sonatinen für Clavier und Violine«, op. 6, 9, 10 (ibid.). »Sonate für Clavier und Horn«, op. 11 (ibid.). »Sonate für Clavier zu vier Händen« (Bonn, Simrock) u. a. Von Steup erschien auch im eignen Verlag: »Méthode pour accorder le piano-forte« (ibid.).
13Steveniers, Jacques, Professor des Clavierspiels am königl. Conservatorium zu Brüssel, ist zu Liège 1817 geboren. Schüler des genannten Instituts, erhielt er die ersten Preise für Violinspiel und unternahm 1840 ausgedehntere Concertreisen. Er besuchte Holland, Deutschland, 1843 Berlin, dann Dänemark,
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