Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1878

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1zusammengebracht hatte, unternahm er seine erste Reise nach Paris, und zwar zu Fuss, seine Geigen auf dem Rücken. 1827 war es, als er in Paris bei dem Lautenmacher Aldric, beschmutzt und zerrissen wie er von der Wanderung war, in den Laden trat, um seine mühsam aufgefundenen Werthstücke anzubieten. Eine kleine schöne Nicolas Amati und fünf andere schöne Geigen von Magini, Ruggeri und anderen legte er zum Erstaunen des Lautenmachers auf den Tisch (s. Cremona, Niederheitmann), der sich aber doch über die Höhe der Preise wunderte, da er in dem schäbigen Manne keinen Kenner vermutete. Sie wurden, nachdem ein beträchtliches herunter gedungen war, Handels eins, und T. kehrte nach Italien zurück, wo er seine besten Instrumente für diesmal noch zurückgelassen hatte. Bei einer zweiten Reise nach Paris führte er diese mit sich und erzielte bei andern grossen Händlern, bei Vuillaume, Thibout und Chanot, die von seinen Instrumenten entzückt waren, gute Preise, und wurde aufgefordert, nur immer mehr zu bringen. So wanderte der seltsame Mann viele Jahre hin und wieder und führte eine grosse Zahl der schönsten Instrumente auf den Weltmarkt von Paris und London, von wo aus sie in Hände gelangten, die sie zu würdigen verstanden. Man sagt von Tarisio, dass er ein grosser Händler, aber ein noch grösserer Liebhaber gewesen sei; wenn er ein recht kostbares Instrument verkauft hatte, pflegte er es im Auge zu behalten, und gerne wieder an sich zu bringen. G. Hart (Verfasser des Buches: »The Violin: its famous makers and their imitators«, London, 1875) erzählt, dass Tarisio zu Hause das Leben eines Einsiedlers geführt habe. Seine armselige Wohnung in der Porta Tenaglia in Mailand, durfte kein lebendes Wesen betreten. Seine nächsten Nachbarn wussten nichts von seinem Treiben; schweigend kam er und schweigend ging er. So sahen ihn seine Nachbarn eines Tages heimkehren, und nachdem mehrere Tage vergingen, ohne dass man etwas von ihm wahrnahm, auch auf lautes Klopfen an seiner festverschlossenen Thüre keine Antwort kam, wurde diese auf Befehl der Behörden geöffnet. Man fand Tarisio entseelt auf seinem Lager. Sein ganzes Mobiliar bestand aus einem Tisch und einem Stuhl. Aber Violinkasten zu Haufen aufgethürmt, die Wände voll Geigen, Böden, Decken und Schnecken. Nahe an hundert Instrumente der verschiedendsten Meister, darunter »Messie«, die Stradivari-Geige, deren Saiten noch von keinem Bogen berührt waren, nebst einem Dutzend anderer Geigen, Bratschen und Cellis desselben Meisters, ein Contrabass von Gaspard di Salo u. a. Man fand auch Werthpapiere und eine bedeutende Summe in Gold. Einige Neffen legitimirten sich später als Erben. Vuillaume in Paris reiste, sobald er die Nachricht von dem Tode des Tarisio erhielt, nach Mailand, und erstand die ganze Collection.
3Tarnowsky, Alexander, Violinist, zu Wilna in Litthauen 1812 geboren, wo er von einem dortigen Lehrer den ersten Unterricht erhielt; in Paris, wo hin er später ging, unterrichtete ihn Habeneck. Er gründete sich später in Clermont-Ferrand einen Wirkungskreis als Musiklehrer und Dirigent der dortigen Orchester-Concerte der Philharmonischen Gesellschaft. Er gab für die Violine mehrere Fantasien über Motive aus Opern und Romanzen heraus.
5Taroni, Antonio, Kanonikus an der Kirche St. Barbara zu Mantua und Componist, der jedenfalls mehr veröffentlichte als die beiden in der Zeit ziemlich auseinander liegenden Werke: »Madrigali a 5 voci« (Venedig, 1612). »Misse da Capella a 5 voci« (ebend. 1646).
7Tartaglini, Hippolyt, Tonkünstler des 16. Jahrhunderts, in Modena 1539 geboren, war an mehreren Kirchen Roms, auch an der St. Peterskirche, Organist. Er besass die Gunst des Kardinals Farnese und erhielt durch ihn das römische Bürgerrecht und die Ernennung zum Ritter vom goldenen Sporen. Im Jahre 1577 ging er als Kapellmeister an die Hauptkirche von Neapel und starb daselbst 1580. Ein fünfstimmiges Madrigal von Tartaglini findet sich in der Sammlung: »Dolci Affetti, Madrigali a 5 voci di diversi eccellenti musici di

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