Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 88

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1878

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1lass die clag«, »Es taget minnecliche«, »Stand vf und sih jhesum vil rein« gehören ihm an.
3Anderer Art wie die oben erwähnten Tagelieder sind die, welche Uhland in seinen »Deutschen Volksliedern« mittheilt. Das erste (B. I. 1. pag. 161):
5„Ich sah den lichten morgen
6darzu sein werthen schein,
7ich weck sie mit gesange
8die allerliebste mein.“
10hat einen noch viel ernstern Inhalt. Der minnende Ritter erscheint am Morgen vor dem Schlafgemach der Geliebten um sie zu wecken, und diese bestellt ihn zum Abend wieder her; als er dann erscheint und als sie ihn auffordert, zu kommen und in ihrem Arm zu ruhen, da muss er erwidern:
12„Nain ich zart schöne frawe
13ich mag nit haben ru,
14ich bin so sehr verhawen,
15rat schöne fraw, wie ich nu ti.“
17und dann wird weiter erzählt, wie sie erscheint, ihm die Wunden verbindet und als er stirbt, sich selber das Messer ins Herz sticht. Aehnlichen Tageliedern, die nicht jene Klagen der Liebenden beim Scheiden am frühen Morgen zum Inhalt haben, begegnen wir noch vielfach in den Sammlungen und Flugblättern des 16. Jahrhunderts.
19Taglia, Carl, Dr. phil. und Professor an der Universität Pisa um die Mitte des 18. Jahrhunderts, verfasste ein Buch: »Lettere scientifiche sopra vari dilettevoli argomenti di Fisica« (Florenz, 1747, in 4°), in welchem er im ersten Briefe auf 36 Seiten Betrachtungen anstellt, wie auf einer Geige eine so grosse Menge von schönen Tönen hervorgebracht werden können. Im dritten Briefe desselben Buches ist S. 95—124 von dem melodiösen Gesange des Finken die Rede und der Erzeugung der Töne in der Luftröhre.
21Taglia, Pietro, Mailändischer Componist, lebte um die Mitte des 16. Jahrhunderts und veröffentlichte: »Madrigali a quattro voci«, Lib. I (Mailand, 1555).
23Taglietti, Giulio, Instrumentalcomponist des 17. Jahrhunderts, war Lehrer am Collegio Nobili di S. Antonio zu Brescia gegen das Jahr 1700. In dieser Stadt war er auch geboren und schrieb nachstehende Compositionen: »Sonata da camera a tre, due violini e violoncello«, op. 1 (Bologna, 1697, in Folio). »Sei concerti a quattro e sinfonie a tre 2 violini, violone e cymbalo«, op. 2 (Venedig, 1696, in 4°; hiervon eine Ausgabe in Amsterdam). »Arie da suonare col violoncello e spinetto o violino ad uso di arie centabili le quale finite, si torna da capo«, op. 3. »Concerti o capricci a quattro, due violini e viola e basso continuo«, op. 4 (Venedig, 1699, in 4°). »Sonate da camera a 3, 2 violini e basso continuo«, op. 5. »Pensieri musicali ad uso d’arie cantabili a violino e violone in partitura col basso continuo«, op. 6 (Venedig, Bartoli, 1709). »Concerti a 4 violini, viola col violoncello, violone e basso continuo«, op. 7. »Sonate a violino e basso«, op. 8. »Sonate da camera a 2 violini, violoncello, violone e clavicembalo«, op. 9. »Arie ad uso delle cantabili da suonare col violino, violoncello e violone e clavicembalo«, op. 10. »Concerti a 4 con suoi rinforzi, op. 11. »Pensieri da camera a 2 violini e basso«, op. 12.
25Taglietti, Luigi, Instrumentalcomponist, der ebenfalls gegen Ende des 17. Jahrhunderts in Brescia lebte und wahrscheinlich Bruder oder Verwandter des Vorigen war, hinterliess folgende Werke: »Sonata per violino e violoncello, con basso continuo«, op. 4 (Venedig). »Concertini e preludi con diversi pensieri e divertimenti a cinque«, op. 5 (ibid.). »Concerti a 4 e sinfonie a 3«, op. 6 (ibid.; andere Ausgabe: Amsterdam, bei Roger). »Sonate a violino e basso«, op. 7 (ibid.). »Sonate da camera a tre, due violini, violoncello, violone o clavecino«, op. 9 (ibid.). »Arie ad uso delle cantabili da sonare col violino, violoncello e violone o clavecino«, op. 10 (ibid.). »Pensieri da camera a tre, due violini e basso«, op. 12 (ibid.).

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