Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1878

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1enthaltend drei Ouverturen, drei Concerte, drei Schluss-Symphonien, drei Quatros, drei Trios und drei Solos, wovon die neun ersten Stücke für sieben Instrumente sind, welche durchs ganze Werk abwechseln. 11) Sechs Concerte und sechs Suiten, mit einem concertirenden Claviere, Flöte und Violoncell, »damit aber in Ermangelung eines hinlänglichen Clavieristen diese Musik dennoch zu gebrauchen sei, so wird man das Clavier in eine insbesondere abgedruckte Violine verwandeln und das Violoncell beziffern«. 12) Melodische Frühstunden beim Pyrmonter Wasser oder kleine und lebhafte Introductionen, nebst der Suite für Violine, Bratsche und Generalbass; erste, zweite und dritte Cur-Woche.
3Der musikalische Werth aller dieser Arbeiten ist nur ein untergeordneter; Telemann hatte, wie Lindner in seinem Werke über die Hamburgische Oper bemerkt, Alles gelernt, was man als durchgebildeter Musiker wissen muss, und schrieb mit allzeit fertiger Feder, was nur verlangt wurde; aber da er nicht den zehnten Theil der ursprünglichen Schöpfungskraft eines Keiser oder Händel besass, so brachte er es mit seiner Vielschreiberei wohl zu einer Unzahl von Werken, aber es waren keine künstlerischen Schöpfungen, sondern Fabrikwaare. Der originellen Erfindung baar, fehlt ihm die Zartheit, Lieblichkeit und Wahrheit Keiser’scher Melodien. Mit allem technischen Geschick bewegte er sich doch in steifer conventioneller Manier, fehlt oft genug gegen den von der Situation geforderten Ausdruck und greift vergebens nach instrumentalen Reizmitteln, um den Mangel an Gedanken zu verdecken. — Trotz dieser Unzulänglichkeit seiner musikalischen Begabung verdient jedoch Telemann zu den hervorragenden Männern seiner Zeit gerechnet zu werden; schon seiner vielseitigen Bildung wegen, welche es ihm erlaubte, sich neben seiner umfassenden Musiker-Wirksamkeit noch als Dichter und Schriftsteller zu bethätigen; zu mehreren seiner Opern und kleineren Vocalwerken hat er selbst den Text gedichtet und als Mitarbeiter an der Mitzler’schen »musikalischen Bibliothek« veröffentlichte er eine Anzahl beachtenswerther theoretischer Arbeiten, unter denen hervorzuheben sind die über das Intervallen-System, eine Anleitung zum Transponiren, endlich eine Klang- und Intervallentafel mit Erklärung, die ihn noch einen Monat vor seinem Tode beschäftigte und unter dem Titel »Letzte Beschäftigung G. Ph. Telemann’s« im Mai-Heft des Jahrgangs 1767 der »Hamburgischen Unterhaltungen« erschienen ist.
5Telemann, Georg Michael, Enkel des Vorhergehenden, ist am 20. April 1748 zu Ploen in Holstein geboren. Seine Wirksamkeit fand er als Cantor und Musikdirektor in Riga, woselbst er am 4. März 1831 gestorben ist. Das erste Werk, welches ihn in weiten Kreisen bekannt machte, veröffentlichte er 1773 zu Hamburg unter dem Titel: »Unterricht im Generalbass-Spielen auf der Orgel oder sonstigen Clavierinstrumenten«. Im übrigen gelangten von seinen Werken folgende in die Oeffentlichkeit: »Beiträge zur Kirchenmusik, eine Sammlung von Orgelcompositionen« (Königsberg, 1785 und Leipzig, Breitkopf & Härtel). »Sammlung alter und neuer Kirchenmelodien« (Riga, 1812). »Ueber die Wahl der Melodie eines Kirchenliedes« (Riga, 1821). — Auch als Schriftsteller hat Telemann sich bethätigt: 1775 erschien von ihm in Riga eine »Beurtheilung der im 23. Band der allgemeinen deutschen Bibliothek befindlichen Recension meines Unterrichts im Generalbass-Spielen« und im Jahre seines Todes in den »Rigaischen Stadtblättern« ein »Kurzgefasster Lebenslauf Georg Michael Telemanns Cantoris in Riga, von ihm selbst entworfen«.
7Telephanes, berühmter Flötenspieler des alten Griechenlands zur Zeit Philipps von Macedonien und Alexander des Grossen, war zu Samos geboren und starb zu Megara. Pausanias erzählt, dass man auf dem Wege von Megara nach Corinth das Grab dieses Musikers antraf, welches eine Grabschrift trug, in der es heisst, T. sei als Flötenspieler das, was Orpheus als Leyerspieler, Nestor als Redner und Homer als Dichter gewesen (»Griechische Anthologie«, Buch 3, Cap. 5, Ep. 1). Nach dem Plutarch bediente sich T. bei seinen Flöten

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