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Scan 302
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1878
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1Verlangen, Rameau, dessen Partituren er studirte, kennen zu lernen, trieb ihn nach einiger Zeit nach Paris, und da er glücklicherweise eine Stelle als erster Violinist bei der Opera comique fand, blieb er in Paris. Der Prinz Conti stellte ihn alsbald auch bei seiner Kapelle an und übergab ihm nach einiger Zeit die Direktion derselben. Ja, durch Hergabe der nötigen Caution verhalf er Trial sogar dazu, nebst Bertram 1764 die Direktion der grossen Oper zu erhalten. Trial erwies sich ganz am Platze und nahm durchgreifende Veränderungen im Orchester vor, starb aber schon einige Jahre später ganz plötzlich am 23. Juni 1771. Seine Compositionen bestehen in Ouverturen und Musikstücken für die Opera comique, und Cantaten, für die Concerte des Prinzen Conti geschrieben; ferner schrieb er die Opern »Sylvia« (1765), der dritte Akt von Berton); »Theonis« (1767), mit Berton und Garnier; »La fête de Flore« (1771); »Esope à Cythère« (1766), in Comedie italienne aufgeführt.
3Trial, Marie Jeanne Milon, Gattin des Vorigen, geboren zu Paris am 1. August 1746, debütierte in Paris als Sängerin unter dem Namen Mademoiselle Mandeville; später glänzte sie als eine der bedeutendsten Coloratursängerinnen. Sie zog sich aus Gesundheitsrücksichten 1786 von der Bühne zurück und starb am 13. Februar 1818.
5Triangel (ital. Triangolo), Dreieck, ist der Name für ein Schlaginstrument, das besonders bei der Janitscharenmusik seine Verwendung findet, in einzelnen Fällen auch im grossen Orchester. Es besteht aus einem, in ein Dreieck gebogenen Stahlstabe. Wo die beiden Enden desselben zusammenstossen, ist eine Schleife angebracht, an der ein Riemen oder ein Band befestigt ist, um das Instrument frei daran halten zu können. Durch einen kleinen eisernen Stab wird das Instrument an allen drei Seiten angeschlagen und so zum Klingen gebracht. Da es nur den Rhythmus anzugeben vermag, so genügt für seine Aufzeichnung, die indess auch in Noten erfolgt, eine Linie; und da es in der Regel mit der grossen Trommel (gran Tamburo), den Becken (Cinelli) und zuweilen auch mit der Roullirtrommel (Tamburo militare) zusammen gebraucht wird, werden sie alle in folgender Weise notirt:
7Triangolo.
8Cinelli.
9Tamburo militare.
10Gran Tamburo.
12Häufiger werden auch diese Instrumente auf dem Fünf-Liniensystem aufgezeichnet; Triangel und Becken auf einem System, die Trommeln auf einem zweiten; jene im Violin-, diese im Bassschlüssel, wonach das obige Beispiel in dieser Weise notirt wird:
14Triangolo.
15Cinelli.
16Tamburo militare e gran Tamburo.
18Abweichend notiren wiederum namentlich die Militärmusiker die kleinen Trommeln im Violin- und die grosse Trommel und Triangel im Bassschlüssel:
20Tamburo militare.
21Triangolo e gran Tamburo.
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