Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 303

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1878

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1Mendelssohn bedient sich in seiner Ouverture für Harmoniemusik zur Aufzeichnung der »Janitscharen«, unter welchen Begriff er die erwähnten Instrumente fasst, nur des Violinschlüssels; die oberen Noten gelten für kleine Trommel und Triangel; die unteren für grosse Trommel und Becken:
3Triang. Solo.
5Janitscharen.
7Trias, Triade = der Dreiklang.
8Trias anarmonica, Triade anarmonique = ein unvollkommener oder dissonirender Dreiklang.
9Trias aucta, ein Dreiklang, bei dem ein oder auch alle Intervalle verdoppelt sind.
10Trias deficiens = der verminderte Dreiklang.
11Trias diffusa = ein Dreiklang in weiter Lage.
12Trias harmonica, Triade harmonique = ein consonirender Dreiklang.
13Trias harmonica major, naturalis, perfecta = der Durdreiklang.
14Trias harmonica minor, mollis, imperfecta = der Molldreiklang.
15Trias manca = der verminderte Dreiklang.
16Trias superflua = der übermässige Dreiklang.
17Tribrachys, ein metrischer Fuss aus drei Kürzen √ √ √ bestehend, siehe Versfuss.
19Tricarico, Giuseppe, italienischer Componist, in Mantua um die Mitte des 17. Jahrhunderts geboren, von welchem die Oper »Générosità d’Alessandro« 1662 zu Wien und »Endimione« in Ferrara 1665 aufgeführt wurden.
21Tricca-ballacca, hölzerne Klappern, die nach Art der Castagnetten behandelt werden, beim Tanze des Landvolkes im Neapolitanischen noch im Gebrauch.
23Trichord = Dreisaiter, hiess eine kleine dreisaitige Laute oder Mandoline.
24Trichter, Schalltrichter, Stürze (s. d.).
25Trichterförmiges Corpus, die Gestalt der Pfeifen der Rohrwerke der Orgel.
26Trichterregal und
27Trichterschnarrwerk, ein veraltetes Schnarrwerk der Orgel von 8 Fusston.
29Tricinium, tripex cantus, ein dreistimmiges Tonstück. Zunächst wurden dreistimmige, meist weltliche Gesänge darunter verstanden. Georg Rhau veröffentlichte 1542: »Tricinia tum veterum, tum recentiorum in arte musica symphonistarum latina, germanica, brabantica et gallica antehac typis nunquam excusa, observata indisponenda tonorum ordine quo utentibus sint accommodatoria«. 1546 veröffentlichte Thomasi: »Tricinia« zu Venedig. 1559 erschien eine grosse Sammlung »Tricinien« bei Montanus und Neuber in Nürnberg. Weitere Sammlungen veröffentlichten dann: Hollander (1573), Pichler (1573), Regnart (1584), Dedekind (1588) u. s. w. Im Anfange des 17. Jahrhunderts, nach dem Beginne der selbständigern Ausbildung der Instrumentalmusik, wurde die Zusammenstellung von drei Instrumenten: zwei Violinen und ein Bass, oder auch drei Violinen, sehr beliebt, aber die für diese Instrumentenzusammenstellungen geschriebenen Tonsätze nannte man deshalb noch nicht Tricinien, sondern sie behielten die ursprünglichen Bezeichnungen: Sonaten, Allemanden, Sarabanden, Capricci, Scherzi u. dergl. bei. Erst mit dem Ausgange des Jahrhunderts nannten die Stadtmusici, wie Petzelius ihre zweistimmigen Instrumentalsachen Bicinia und die dreistimmigen Tricinia. Die zünftigen Trompeter verstanden unter Bicinium einen zweistimmigen, unter Tricinium einen dreistimmigen Satz für Trompeten. Beim Quatricinium wurde die vierte Trompete, manchmal auch die dritte durch Hörner ersetzt, so dass dies aus drei Trompeten und einem Horn, oder aus zwei Trompeten und zwei Hörnern bestand und dem entsprechend giebt es auch Tricinia für zwei Trompeten und ein Horn.

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