Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 304

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1878

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1Triklier, auch Trickler, Jean, Violoncellist und musikalischer Schriftsteller, geboren im Jahre 1750 zu Dijon, sollte Geistlicher werden, widmete sich aber aus Neigung und Talent der Musik, insbesondere dem Studium des Violoncello. 1765 ging er nach Mannheim, welches damals berühmt durch sein treffliches Orchester war, blieb dort drei Jahre und reiste dann nach Italien, welches er später noch zweimal besuchte. 1783 trat er als Violoncellist in die kurfürstlich sächsische Kapelle ein und starb in Dresden am 29. Novbr. 1813. Ausserordentlich geschätzt als Virtuos auf seinem Instrument, versuchte er sich auch als Componist; es wurden 6 Concerte und 6 Solos von ihm für Violoncell gedruckt. Die Musikaliensammlung des Königs von Sachsen besitzt folgendes Werk von ihm: »La Microscôme Musical. Ouvrage phylogéometrimusical fondé sur lindiscordabilité, invention concourant avec le présent système a la perfection de la musique«. Es sollte dies ein Mittel sein, alle und jede, sowohl Draht- als Darmsaiten-Instrumente bei aller Veränderung der Luft unverstimmbar zu erhalten. Gerber berichtet darüber: »Triklier kam damit im Januar 1785 in Gesellschaft des Herrn Hennequin zu Dresden zu Stande, liess die Güte und den Werth dieser Erfindung durch die Herren Schuster, Babbi, Uhlig und Caselli untersuchen und ein visum repertum darüber ausstellen, um sich dessen auf einer Reise nach England und Frankreich zu bedienen. Man kann über diese Sache mehreres in dem 2. Jahrgange des Cramerischen Magazins, S. 499 und 829 nachlesen. Wo man auch Nachrichten von den Bemühungen des Herrn Jürgensen, Instrumentenmachers zu Schleswig, in dieser Sache findet. Auch schon 1765 soll ein Orgelmacher zu Paris, Namens Richard, nach dem Berichte des Lacassagne in seinem »Traite des élémens du chant«, ein ähnliches unverstimmbares Instrument erfunden haben«. Triklir’s Erfindung hat keinen Nutzen gehabt; dieselbe ist der Vergessenheit anheim gefallen.
3Triebensee, Joseph, Virtuose auf der Oboe, ist zu Wien gegen 1760 geboren. Unterricht auf der Oboe erhielt er von seinem Vater, der als Bläser dieses Instrumentes beim Theater angestellt war. Albrechtsberger ertheilte ihm Unterricht im Contrapunkt. 1796 trat er in die Dienste des Prinzen Lichtenstein als Musikdirektor. Von seinen Compositionen sind zu erwähnen: »Der rothe Geist im Donnergebirge«, 1799 im Schikaneder’schen Theater aufgeführt und mit Seyfried gemeinschaftlich componirt. »Concert für die Oboe«, in Wien 1795 vom Componisten geblasen. »Drei Quartette für Oboe, Violine, Alt und Bass«. »Grosses Quintett für Piano, Clarinette, englisch Horn, Basett-horn« (Wien, Haslinger). »Zwei Quintette für Clavier u. s. w.« Sonaten, Variationen u. s. w. (Wien, Diabelli und Haslinger).
5Triebert, Charles Louis, geboren zu Paris am 31. Octbr. 1810, bildete sich auf dem dortigen Conservatorium, als Schüler von Vogt, vornehmlich als Oboenbläser aus. Er erhielt den ersten Preis und liess sich nach seinem Abgange von dieser Schule in Paris in Concerten hören. Eine von ihm componirte Fantasie über Themen aus Norma für die Oboe erschien bei Richault in Paris. Gleichzeitig beschäftigte ihn die Verbesserung seines Instrumentes, und der diesem verwandten, als: englisch Horn, Fagott, Bariton. Er gelangte nach mühevollen Versuchen dazu, eine durchaus verbesserte Methode der Bauart dieser Instrumente aufzufinden. Bei der Ausstellung 1855 erhielt er die goldene Medaille. Näheres über seine Verbesserungen giebt Fétis: »Rapport sur les instruments de musique mis a l’exposition universelle de Paris, en 1855«.
7Triemer, Johann Sebald, Violoncellist, war zu Weimar in den ersten Jahren des 18. Jahrhunderts geboren, vom Kammerdiener und Musiker des Grossherzogs von Weimar, Eybenstein aus Erbach, unterrichtet. Er erlangte soviel Fertigkeit auf dem Violoncell, dass er mit Beifall eine Kunstreise durch Deutschland unternehmen konnte. Er lebte dann längere Zeit in Hamburg und in Paris, bereiste Holland und lebte dann in Amsterdam und starb hier 1762. Gedruckt sind nur: »Sechs Sonaten für Violoncell mit Bass continuo« (Amsterdam, 1741).

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