Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 313

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1878

11 lines. Read by computer on 17 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 307. See the scan on archive.org.

1wo er auch Musik studirte und war gegen 1620 Sänger an St. Giov. de Latran. Er veröffentlichte: »Musiche spirituali a 3 voci« (Roma, per Luca Antonio Soldi, 1620, in 4°).
3Trinklied, ein Lied fröhlichen Charakters zum Lobe des Weins, das beim festlichen oder auch nur fröhlichen Mahle gesungen wird. Seit Anacreon haben die Dichter neben der Liebe auch den Wein begeistert besungen und die Tondichter sind ihnen gern auf das Gebiet gefolgt. Es gab eine Zeit, in welcher der komischen Oper, wollte sie auf Erfolg rechnen, ein Trinklied nicht fehlen durfte, und selbst die tragische Oper hat ihm wiederholt ihre Pforten geöffnet.
5Trio, eigentlich jedes Tonstück für drei selbständige Stimmen, wie Tricinium oder Terzett, doch verbinden wir jetzt ganz entschieden bestimmtere Begriffe damit, die indess alle auf den Ursprung hinweisen. Wir nennen jetzt die Sonate für drei Stimmen: Trio, ebenso wie wir für die zu vier Stimmen die Bezeichnung Quartett, für die zu fünf Stimmen Quintett u. s. w. adoptirt haben. An der Form, wie unter dem Artikel Sonate nachgewiesen ist, wird nichts geändert, dort ist dargethan, dass nur der Inhalt ein bedeutamerer werden muss, mit der anwachsenden Zahl von Personen, die sich zur Ausführung der Sonate vereinigen. Dort wurde auch bereits angeführt, dass die Sonate zu drei Instrumenten sich vorwiegend als Kammermusik entwickelte, als Solostücke für die in den Privatzirkeln der Fürsten wirkenden Tonkünstler. Daher wurden im vorigen Jahrhundert solche dreistimmige Sonaten für alle Instrumente, die eine selbständige Ausbildung gewannen, für Oboen, Flöten, Violinen u. A., mit begleitendem Bass geschrieben. Diese Zusammenstellung finden wir noch bei Beethoven, der Trios für zwei Violinen und Bratsche, für Violine, Bratsche und Cello, und für zwei Oboen und Englisch Horn componirte. Als das Clavier dann allmähig die ausserordentliche Verbreitung und die grosse Bedeutung für die Hausmusik gewann, wurde dies auch hauptsächlich für diese verschiedenen Formen herangezogen und neben dem Quartett für Streichinstrumente wurde jetzt das Trio für Pianoforte, Violine und Violoncello die am eifrigsten von unsern Meistern gepflegte Form. Anfangs wurde sie noch Sonata a tre genannt, allein weil das Clavier wohl für ein Instrument gilt, aber nicht auch für eine einzelne Stimme, so war es ganz natürlich, dass man bei dieser Zusammenstellung die Bezeichnung a tre als für drei Stimmen aufgab, und die »Trio«, als für drei Instrumente, wählte. Unter diesem Namen ist diese Form von den grossen Meistern, seit Haydn, von Mozart, Beethoven, Schubert, Mendelssohn, Schumann u. A. eifrig gepflegt worden. Die Form ist schon früher unter dem Artikel Sonata behandelt worden. Eine besondere Art des Trio, das one of two readings
6Trio, eigentlich jedes Tonstück für drei selbständige Stimmen, wie Tricinium oder Terzett, doch verbinden wir jetzt ganz entschieden bestimmtere Begriffe damit, die indess alle auf den Ursprung hinweisen. Wir nennen jetzt die Sonate für drei Stimmen: Trio, ebenso wie wir für die zu vier Stimmen die Bezeichnung Quartett, für die zu fünf Stimmen Quintett u. s. w. adoptirt haben. An der Form, wie unter dem Artikel Sonate nachgewiesen ist, wird nichts geändert, dort ist dargethan, dass nur der Inhalt ein bedeutamerer werden muss, mit der anwachsenden Zahl von Personen, die sich zur Ausführung der Sonate vereinigen. Dort wurde auch bereits angeführt, dass die Sonate zu drei Instrumenten sich vorwiegend als Kammermusik entwickelte, als Solostücke für die in den Privatzirkeln der Fürsten wirkenden Tonkünstler. Daher wurden im vorigen Jahrhundert solche dreistimmige Sonaten für alle Instrumente, die eine selbständige Ausbildung gewannen, für Oboen, Flöten, Violinen u. A., mit begleitendem Bass geschrieben. Diese Zusammenstellung finden wir noch bei Beethoven, der Trios für zwei Violinen und Bratsche, für Violine, Bratsche und Cello, und für zwei Oboen und Englisch Horn componirte. Als das Clavier dann allmähig die ausserordentliche Verbreitung und die grosse Bedeutung für die Hausmusik gewann, wurde dies auch hauptsächlich für diese verschiedenen Formen herangezogen und neben dem Quartett für Streichinstrumente wurde jetzt das Trio für Pianoforte, Violine und Violoncello die am eifrigsten von unsn Meistern gepflegte Form. Anfangs wurde sie noch Sonata a tre genannt, allein weil das Clavier wohl für ein Instrument gilt, aber nicht auch für eine einzelne Stimme, so war es ganz natürlich, dass man bei dieser Zusammenstellung die Bezeichnung a tre als für drei Stimmen aufgab, und die »Trio«, als für drei Instrumente, wählte. Unter diesem Namen ist diese Form von den grossen Meistern, seit Haydn, von Mozart, Beethoven, Schubert, Mendelssohn, Schumann u. A. eifrig gepflegt worden. Die Form ist schon früher unter dem Artikel Sonata behandelt worden. Eine besondere Art des Trio, das one of two readings
8Trio für Orgel, wurde durch die äussere Construktion der Orgel hervorgerufen. In den beiden Manualen und dem Pedal, welches die einigermaassen grössern Orgeln besitzen, und die selbständig zu registiren, d. h. mit selbständigen Stimmen zu versehen sind, ist die Möglichkeit einer durchaus polyphonen Führung der Stimmen geboten, und so entstand in dem Orgeltrio ein aus drei durchaus selbständigen Stimmen gebildeter Orgelsatz, der die Form des Präludium, des figurirten Choral, des Fugato u. s. w. annahm. Bach's »Sechs Orgelsonaten für zwei Claviere und Pedal« sind durchweg als Trios gehalten und Muster der Form. Endlich ist noch das
10Trio beim Walzer, dem Marsch, der Menuett und dem aus ihr hervortreibenden Scherzo zu erwähnen, das als besonderer Satz dieser Formen behandelt wird. In der Zeit der frühen Entwicklung der Instrumentalformen, als die Nothwendigkeit des Princips des Contrastes immer lebendiger wurde, machte sich dies auch in diesen Formen äusserlich geltend. Es lag zu nahe, dem mehr der äussern Bewegung dienenden ersten Tanzsatz einen zweiten gegenüber zu stellen, welcher der Empfindung mehr zum Ausdruck dient, die ja weder beim Tanz noch beim Marsch unbetheiligt bleibt. Während der

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