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Scan 31
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1878
11 lines. Read by computer on 17 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 25. See the scan on archive.org.
1war »Moses«, 1792 für Schikaneder componirt. Dieser folgten: »Die schöne Schusterin«; »L'Incanto superato« (Hoftheater 1793); »Der Spiegel aus Arkadien«; »Die neuen Arkadier« (gedruckt); »Der Türke in Neapel« (in Prag aufgeführt); »Die edle Rache«; »Il due Gobbi«; »Die Freiwilligen« (Drama mit Gesang), wofür er vom Kaiser eine goldene Dose erhielt; »Der Wildfang«; »Der Marktschreier«; »Soliman II.« (gedruckt); »Die Jagd« (gedruckt, Wien, bei Artaria). Ebenda: Cantaten für den Erzherzog und andere. S. starb in Wien am 17. Septbr. 1803.
3Suevus, Felicianus, Guardian des Kapuzinerordens zu Strassburg 1650, später Musikdirektor eines Klosters zu Insbruck, wo er sich noch 1661 befand. Von seinen Compositionen wurden gedruckt: »Cithara patientis Jobi versa in luctum, Motetten für drei Stimmen, zwei Violinen und Bass continuo« (Strassburg, 1647). »Magnificat seu Vaticinium Dei Parentis, semper virginis, cum hymno Ambrosiano et falsi bordoni 4 vocibus, adjuncto choro secundo cum violonis et symphoniiis non necessariis« (Inspruck, 1651, in 4°). »Psalmi vespertini 3 voc.« (ibid. 1651, in 4°). »Fasciculus musicus sacrorum concentuum, trium vocum tam instrumentorum quam vocalium etc.« (ibid. 1656, in 4°). »Litania B. M. Virginis Lauretanae von 2 oder 3 oder 5 Stimmen (ibid. 1661, in 4°). »Sacra Eremus piarum cantionum 2 et 3 voc. cum 2 violinis«. »Motetti a 2, 3, 4, 5 voci cum violinis«, »Tuba sacra, seu concerti a 1, 2, 3 voci«. »Magnificat a 3 voci«.
5Sufflöt, auch Sufflöt, s. Sifflöt.
7Suidas, ein gelehrter Grieche, lebte ums Jahr 1150 v. Chr. und schrieb ein »Lexicon graece et latine«, worin er auch die vorkommenden musikalischen Dinge erklärt. Es ist aus ältern Wörterbüchern zusammengetragen, und obgleich dies mit wenig kritischer Sorgfalt geschehen ist, erlangt es dennoch für uns unschätzbar Werth, als es über viele Dinge aus der griechischen Kunst Aufschluss giebt, über die wir sonst im Unklaren geblieben wären. one of two readings
8Suidas, ein gelehrter Grieche, lebte ums Jahr 1150 v. Chr. und schrieb ein »Lexicon graece et latine«, worin er auch die vorkommenden musikalischen Dinge erklärt. Es ist aus ältern Wörterbüchern zusammengetragen, und obgleich dies mit wenig kritischer Sorgfalt geschehen ist, erlangt es dennoch für uns unschätzbaren Werth, als es über viele Dinge aus der griechischen Kunst Aufschluss giebt, über die wir sonst im Unklaren geblieben wären. one of two readings
10Suite (franz.), Reihe, Folge, wurde ursprünglich auch nur in diesem Sinne als Reihe, Folge von Musikstücken, vorwiegend Tänzen, gebraucht. Als seit dem Beginn des 16. Jahrhunderts die Tonkünstler auch der Pflege der weltlichen Musik eifrig sich unterzogen, Volkslieder bearbeiteten und Tänze componirten und herausgaben, suchte man auch bald nach entsprechenden gemeinsamen Titeln für Sammlungen von Volksliedern oder Tänzen. Für jene wurden die Namen Frottole, Falala, Vilanellen u. s. w. allgemeiner; die Sammlungen von Tänzen führten dagegen das ganze 17. Jahrhundert noch hindurch die verschiedensten Titel. Die Italiener nannten sie am häufigsten Baletti. In Deutschland war die Bezeichnung »Neue lustig Tänz« oder »Neue artige und liebliche Tänz« die wohl am häufigsten vorkommende Bezeichnung. Prätorius nannte seine Sammlung »Terpsichore« (1611 etc.), Büchner veröffentlichte seine Sammlung unter dem Gesammttitel: »Servia von schönen Vilanellen, Galliarden vnd Couranten« (Nürnberg, 1614). Schein veröffentlichte: »Banchetto musicale neuer anmuthiger Paduanen, Galliarden, Couranten und Allemanden« (Leipzig, 1617), und Oberndorffer: »Allegrezza Musicale oder auserlesene Pavanen, Galliarden, Intrathen etc.« (1650). Aschenbrenner's »Gast- und Hochzeitsfreude« enthält Sonaten, Präludien, Allemanden, Couranten, Balletten, Arien, Sarabanden (Leipzig, 1673). Auch der Name Scherzi für solche Bearbeitungen von weltlichen und selbst geistlichen Liedern begegnet uns hier: Cozzolani, »Scherzi di sacra melodia« (1652), oder Petrobelli, »Scherzo musicale« (Venedig, 1693). Die Bezeichnung Suite finde ich in diesem Jahrhundert zum ersten Mal bei Auxcousteaux A.: »Suite de la premiere partie des quatrains de Mathieu à trois voix, selon l'ordre des doux modes« (Paris, Robert Ballard, 1652) und dann erst wieder bei Porte G. de la: »Suites de pièces nouvelles choisies et disposées pour le Concert pour deux dessus de Violon avec la Basse continue pour le clavecin, auxquels on peut joindre la Basse de Viole et le Téorbe« (Amsterdam, 1689) und dann bei Schenk: »Scherzi musicale ou Suittes pour une Basse de Viole et
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