Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1878

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1une Basse continue composés de Preludes, Allemandes, Courante, Chaconue« (Amsterdam, 1692). Enthält 100 Tonstücke. Häufiger ist die Bezeichnung Partie, so bei Dumont: »Melanges a II, III, IV e V Parties« (Paris, Robert Ballard, 1649) oder Krieger, J.: »VI musikalische Partien, bestehend in Allemanden, Couranten, Sarabanden, Doublen und Giguen nebst eingemischten Bourreen, Menuetten und Gavotten« (Nürnberg, bei W. M. Endter, 1697) und das Zusammenstellen der verschiedenen Tänze zu Partien hat entschieden dazu mitgewirkt, der Suite eine bestimmte Ordnung zu geben. Erst als die Componisten anfingen, die Tänze zu Partien zusammenzustellen, kamen sie darauf, diese in eine gewisse Reihenfolge zu bringen, während sie in den früheren Sammlungen meist willkürlich zusammengestellt waren. Es zeigt sich hierbei bereits die beginnende Erkenntniss von der Notwendigkeit eines Contrasts, wenn die gehörige Wirkung erzielt werden soll. Man erkannte, dass die Art der Zusammenstellung auch auf die Wirkung der einzelnen Tänze von ganz entschiedenem Einfluss ist, dass es zweckmässiger ist, neben die sinnig gravitätische Allemande nicht die verwandte Sarabande zu stellen, sondern zwischen beide die etwas belebtere Courante, und dass man diese wiederum nicht nach der feurigen Gigue bringen müsse, sondern dass diese am zweckmässigsten als die beliebteste Tanzform möglichst den Schluss bilde.
3Nachdem aber die einzelnen Tänze nach solchen Gesichtspunkten geordnet wurden, so dass diese in einer gewissen überlegten Reihenfolge erschienen, war der Name Suite für sie eben so passend und zweckentsprechend, wie der Name Partie (ital. Partita), und beide Namen finden wir dann seit dem Anfange des 18. Jahrhunderts für diese Form angewendet. Anfangs hiess sie auch noch Kammersonate: Sonate da camera oder Sonata dei balletti zum Unterschiede von der Kirchensonate Sonate da chiesa; so erklärt sie noch Brossard in seinem: »Dictionnaire de Musique« (Paris, 1703), und er giebt ausdrücklich an, dass bei ihr die Tänze in bestimmter Ordnung eingeführt werden. Er findet die Kammersonate von der Kirchensonate darin unterschieden, dass bei dieser die einzelnen Sätze: Adagio, Largo u. s. w. durch Fugensätze geschieden sind, während bei der Sonate da camera dem Präludium Sätze in bestimmter Ordnung: Allemande, Courante, Sarabande, Gigue oder auch Allemande, Gavotte, Bourree und Menuett folgen. Auch Händel und Bach halten im Allgemeinen an dieser Anordnung fest, ohne sie jedoch, wie das im Wesen der ganzen Form begründet ist, zur feststehenden Norm zu machen. Bach bezeichnet in der Regel, wenn er neben Tänzen noch andere Sätze, wie Ouverture, Toccata Air, Allegro, Echo, Scherzo u. s. w. aufnimmt, eine solche Zusammenstellung mit Partita oder wohl auch mit Sonata, doch stehen auch in einzelnen Suiten andere Stücke als Tänze, wie in der H-moll-Suite, die mit der Ouverture im französischen Stil beginnt und deren letzter Satz ein »Echo« ist. Das darf man übrigens wohl als einen klaren Beweis dafür ansehen, dass die Zusammenstellung dieser einzelnen Sätze zur Partita oder Suite durchaus nicht willkürlich war, sondern dass sie bei den Meistern wie Bach und Händel wohl erwogen wurde, so dass die Anordnung nach bestimmten Gesichtspunkten erfolgt. Insofern dürfen auch Suite und Partita als Vorstufe für die Sonatenform betrachtet werden, wenn auch diese im Grunde genommen neben der Suite bereits ihre eingehende Pflege gefunden hatte, wie in dem betreffenden Artikel gezeigt worden ist (s. Sonate). An der Suitenform entwickelte sich der Instrumentalstil zu greifbareren Resultaten und als dann die Componisten dieselbe Sorgfalt, welche sie auf die Zusammenstellung der einzelnen Sätze der Suite verwandten, auch auf die Sonate übertrugen, gelangte diese rasch zu bedeutender Entwicklung und liess jene bald hinter sich zurück, denn die Suite war einer Weiterbildung im Grunde nicht fähig. Auch die Tänze sind als Kunstform zu behandeln, allein sie werden auch als solche nie zu der Höhe aller übrigen Formen gelangen können. Daher war es auch natürlich, dass, als die höhere Form der So-

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