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Scan 33
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1878
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1nate zu so wunderbarer grossartiger Entfaltung gelangte und zur Sinfonie wurde, die Suite allmähig zurücktrat, sie wurde zum Divertissement, das nur der mehr oder weniger geistvollen Unterhaltung dient.
3Erst die Neuzeit hat die Suite wieder lebendig gemacht, in nothwendiger Neugestaltung. Sie hat dabei ihren ursprünglichen Charakter als Folge von Tanzstücken zumeist eingebüsst, man fasst sie jetzt mehr als Folge von innerlich verbundenen Tonstücken von leichterem Gehalt als die einzelnen Sätze der Sinfonie. Es erscheint allerdings immerhin gewagt, Tänze, deren Eigenart uns fast ganz verschwunden ist, wie Gigue, Courante, Sarabande u. s. w. wieder lebendig machen zu wollen, und so ist es ganz natürlich, dass an Stelle derselben neben die Menuett die Polonaise, der Walzer, die Mazurka u. s. w. treten und dass Scherzo, Romanze, Adagio und die Form der Variation neben dem Präludium und dem Finale jetzt die Formen der Suite bilden. In diesem Sinne ist sie von Raff und Reissmann zu Suiten für Violin-Solo und Orchester benutzt und durch Lachner, Raff u. A. als Orchester-Suiten wieder lebendig geworden.
5Sujet (franz.), = Stoff, Thema, Hauptsatz; man bezeichnet damit dementsprechend das Fugenthema, Subjekt, aber auch den Stoff, die einer Oper zu Grunde liegende Begebenheit; des Sujet der Oper »Fidelio« ist die Heldenthat einer Frau (Leonore), die ihren Gatten (Florestan) aus dem Verderben errettet, in das ihn die Bosheit seines Todfeindes (Pizarro) stürzte.
7Sul (ital. Vorwort) = über.
9Sul ponticello = über (nahe) am Steg.
11Sulla corda = auf der Saite; sulla corda D = auf der D-Saite.
13Sulla tastiera = nahe am Griffbrett.
15Suling, eine indische Laugflöte.
17Sullivan, Arthur Seymour, englischer Componist, geboren am 13. Mai 1842, ist der Sohn eines Lehrers am Kneller Hall College, der Pflanzschule der englischen Musikdirektoren. Seine musikalische Bildung begann mit dem Eintritt in den Knabenchor der Königl. Kapelle, die er nach zweijährigem Besuch derselben mit dem zuerkannten Mendelssohn-Preis verliess, um in Folge dessen in die Königl. Akademie einzutreten. Hier erhielt er den Unterricht Sterndale Benette’s und des trefflichen Organisten an der Paulskirche, John Gross. 1858 reiste er mit noch sechs Engländern nach Leipzig, um das dortige Conservatorium zu besuchen und verbrachte dort drei Studienjahre. Ehe er Leipzig verliess, um nach England zurückzukehren, wurden Bruchstücke aus seiner eben vollendeten Partitur der Musik zu Shakespeare’s »Sturm« aufgeführt. Das ganze Werk kam zuerst 1862 im Crystallpalast zu Sydenham zur Aufführung. Die von dieser Zeit an in England componirten Werke erfreuten sich von Seiten seiner Landsleute stets einer guten Aufnahme. Es sind: Cantate »Kenilworth« (beim Musikfest zu Birmingham 1864 aufgeführt); das Ballet »Die Zauberinsel« (Conventgarden-Theater); Sinfonie E (Crystallpalast); Concertouverturen; ein Cello-Concertino mit Orchester; Concerte; Pianofortecompositionen; Lieder; Chorgesänge; Kirchenstücke. Auch zwei komische Opern: »Cox und Box« und »Der Schmuggler« wurden in England mit den ehrendsten Erfolgen gegeben. Ebenso errang das Oratorium »The Prodigal son« bei seiner Aufführung am Worcester Musikfest 1868 lebhaften Beifall.
19Sultzberger, Johann Ulrich, Musikdirektor und Virtuose auf dem Zinken zu Bern im Anfange des 18. Jahrhundert, hat herausgegeben: »Vierstimmiges Psalmenbuch, das ist, Psalmen Davids, durch D. Ambr. Lobwasser in teutsche Reymen gebracht, worinn die hochclavierten Psalmen transponirt etc.« (Bern, Daniel Tschiffelt, 1727, klein in 8°, 641 Seiten).
21Sulzer, Franz Joseph, Militär-Auditeur zu Wien, geboren zu Laufenburg im Breisgau, starb zu Wien 1790. Er gab ein Buch heraus: »Geschichte des transalpinischen Daciens u. s. w.« (Wien, 1781 und 1782, drei Bände in 8°,
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