Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 375

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1878

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1richter zu Berlin, wurde am 12. Mai 1725 zu Insterburg in Ostpreussen geboren. Sein Vater, Hofgerichtsrath daselbst, hatte ihn zwar gleichfalls für die juridische Laufbahn bestimmt, aber er liess ihm zugleich auch eine sorgfältige Ausbildung in der Musik zu Theil werden. 1739 wurde er nach Berlin versetzt und auf dem Joachimsthal'schen Gymnasium, das der Sohn nunmehr besuchte, wurde auch die Liebe zur Musik in diesem wach gehalten und gepflegt. In den Musikzirkeln des Ministers von Hoppe fand er bereits Gelegenheit, als Solist auf der Violine mit Beifall aufzutreten und auf den Rath des Ministers nahm er noch Unterricht bei dem bedeutenden Geiger Simonetti und studirte bei Schaffrath Clavier. Im Jahre 1743 bezog er die Universität in Frankfurt a. O., wurde 1746 Auskultator und 1748 Hof- und Kammergerichtsrath in Berlin. Dabei blieb die Musik seine stete Genossin, bis er am 22. Decbr. 1766 starb. Von seinen Compositionen sind zu erwähnen: »Temistocle«, Op. di Metastasio, aus der mehrere Arien im »Musikal. Allerlei« gedruckt erschienen. Eine Cantate auf den Sieg bei Torgau, eine ital. Cantate auf den Geburtstag Friedrich II. und die Cantate: »Die Grazien«, Text von Gerstenberg; ferner Sinfonien, Concerte, Soli, Trios, Lieder u. dergl.
3Ul-hieu und Sanhieu, zwei Saiteninstrumente der Chinesen, nur in einigen Gegenden Chinas bekannt, wahrscheinlich indischen Ursprungs (s. Bd II pag. 399 dieses Lexikons).
5Ulibischeff, s. Oulibischeff.
7Ulich, Johann, Cantor und Componist zu Wittenberg gegen Ende des 17. Jahrhunderts, war zu Leipzig geboren und veröffentlichte: »Kurze Anleitung zur Singkunst, in einer Tabelle abgefasst« (Wittenberg, 1678, in Fol., drei Bogen). Ferner hat er noch Concerte mit viel Singstimmen und Instrumenten und religiöse Gesänge, theils stark, theils schwach besetzt, und andere Compositionen geschrieben.
9Ulloa, Pedro, Jesuit in Spanien, lebte im Anfange des 18. Jahrhunderts zu Madrid. Er veröffentlichte eine musikalische Abhandlung: »Musica universal, o principios universales de la musica« (Madrid, 1717, in Fol.).
11Ulrich, Carl Ernst Hermann, Pastor zu Sprottau in Schlesien, geboren am 21. Februar 1795 zu Bolkenhain in Nieder-Schlesien, war in der Musik gründlich gebildet. Er erhielt zuerst vom Cantor Kadelbach, dann in Hirschberg, während er das dortige Gymnasium besuchte, beim Organisten Kahl und später in Breslau, wo er studirte, bei Schnabel und Berner Musikunterricht. Nachdem er die Feldzüge 1813—14 mitgemacht, wurde er Prediger in Sprottau. Es erschienen einige Compositionen von ihm im Druck: »Kleine Liedersammlung u. s. w.« (Breslau, Grass). »Versuche einiger Clavier- und Gesangstücke« (Leipzig, Breitkopf & Härtel). »Wandliedertafeln«, Sammlung von zwei-, drei- und vierstimmigen Liedern und Chorälen für den Schulgebrauch (Kassel, Luckhart).
13Ulrich, Eduard, geboren zu Weimar 1795, erhielt daselbst von Haase Unterricht im Violoncellspiel und in Berlin eine Zeit lang im Contrapunkt, worauf er mit 16 Jahren als Cellist in die Weimarer Hofkapelle eintrat. Die Opern »Der treue Eckard« und »Der Eremit« wurden 1841 am dasigen Hoftheater aufgeführt. Gedruckt sind: »Erstes und zweites Concertino für Horn und Orchester« (Leipzig, Breitkopf & Härtel); einige Solos für Violoncello und Fagott.
15Ulrich, Hugo, einer der begabtesten Componisten der Gegenwart, wurde am 26. Novbr. 1827 zu Oppeln in Schlesien, wo sein Vater Gymnasialoberlehrer war, geboren. Beide Eltern waren für Musik begeistert; der Vater als Clavierspieler geschätzt und die Mutter sang namentlich Mozart'sche Arien mit viel Geschmack und Verständniss. Diese ersten Eindrücke im elterlichen Hause waren natürlich von entscheidendem Einfluss auf seine spätere Laufbahn. Nachdem er im neunten Jahre bereits seinen Vater verloren hatte, ertheilte ihm der Rector Kotzoldt Clavier- und Orgelunterricht, und seine Fortschritte hierin waren so ausserordentlich, dass die Einsichtigen unter seiner Umgebung über

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