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Scan 342
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1879
18 lines. Read by computer on 12 September 2026. Printed page 336. See the scan on archive.org.
1Direktor des Choral-Gesang-Vereins, ging aber nach einiger Zeit als Violinist nach Löwenberg, wo er erst 25 Jahre alt starb.
3Wickmannsen, Joh., vortrefflicher Orgelspieler, starb am 10. Jan. 1800 als Organist der Hauptkirche zu Stockholm. Seine Compositionen für Orgel, wie seine kirchlichen Gesänge sind in Schweden hochgeschätzt.
5Widder, Friedrich Adam, Dr. phil. und ordentlicher Professor an der Universität Gröningen, geboren zu Oppenheim am 15. Jan. 1724, starb zu Gröningen am 26. Febr. 1787. Unter anderem veröffentlichte er die Dissertation: »Dissertatio de affectibus ope musices excitandis, augendis et moderandis« (Gröningen, 1751, in 4°).
7Widdo, ein musikalischer Schriftsteller, lebte um 1250, wahrscheinlich als Mönch. Auf der Bibliothek des Klosters St. Emmeran in Regensburg befinden sich mehrere alte musikalische Manuscripte, darunter auch folgendes: »Micrologus id est, brevis sermo in Musica. Widdo ad Teutaldum Episcopum. Sacc. 13«, s. »Bibl. principalis ecclesiae et monaster. S. Emmeran« (Regensburg, 1748, in 8°, vier Bände).
9Widemann, Carl, Virtuose auf dem Fagott und Componist für dies Instrument ist 1790 zu Herzberg im Harz geboren. Sein Vater war dort Stadtmusikus und gab ihm den ersten Unterricht in der Musik und auf dem Fagott. 1816 kam er nach Klausthal und wirkte dort bei einem Musikchor der Bergleute mit. Auf einer Reise durch Deutschland, die er zwei Jahre später unternahm, zeigte er sich als ein höchst bedeutender Virtuose auf seinem Instrument. In Stockholm, wo er ebenfalls ein Concert gab, erhielt er sofort eine Anstellung in der königl. Kapelle und ist seitdem in Schweden als der erste Fagottbläser geschätzt. Mehrere Compositionen von ihm für das Fagott sind in Stockholm erschienen.
11Widemann, Samuel, geboren zu Augsburg am 9. October 1691, machte seine theologischen Studien zu Helmstädt, und wurde, nachdem er in seine Vaterstadt zurückgekehrt war, zum Prediger an St. Ulrich daselbst ernannt. Er starb 1757, nachdem er folgende These hatte drucken lassen: »De musarum et musices harmonica« (Augsburg, 1712, in 4°).
13Widenhuoberus, Joannes, ein Lautenist von St. Gallen im 16. Jahrhundert, hat ein Lautenbuch herausgegeben (s. Gesner: »Partit. univers.«, Lib. 7, Seite 85).
15Widerbläser, sind zwei mit einander der Art verbundene Bälge an Stubenorgeln und Positiven, dass einer über dem andern liegt. Sobald der untere Balg durch Treten in Bewegung gesetzt wird, strömt der Wind aus demselben in den obern Balg und zieht ihn auf. Diese Bälge sind klein, halten nicht lange Wind, deshalb muss das Treten unablässig geschehen. Wie oben erwähnt kommen sie nur bei Stubenorgeln und Positiven zur Anwendung. Bei der Drehorgel werden die Widerbläser durch die Kurbel aufgezogen.
17Widerkehr, Jacob Christian Michael, Instrumental-Componist, geboren zu Strassburg am 18. April 1739, lernte in seiner Jugend mehrere Instrumente spielen, hauptsächlich Fagott und Violoncell. Nachdem er dann von Richter Unterricht in der Composition erhalten, kam er 1783 nach Paris, wo er als Violoncellist in den Concerts spirituels und den berühmten Concerten der Loge Olympique mitwirkte. 1790 nahm er einen Platz als Fagottist am Théâtre lyrique an und trat 1797 als Posaunist ins Orchester der Grossen Oper. Bald darauf verliess er jedoch diesen Platz wieder, da er eine Stelle am neu errichteten Conservatorium als Gesanglehrer erhielt. Nach der Reform dieser Schule lebte er ohne Amt, jedoch als Componist und Lehrer thätig. Er starb in Paris im April 1823. Viele seiner Instrumentalcompositionen, deren er eine Menge geschrieben, hatten viel Erfolg, besonders seine concertirenden Sinfonien für mehrere Blasinstrumente gehörten lange Zeit in Frankreich mit zu den beliebtesten Werken dieses Genres. Seine Compositionen sind ungefähr folgende: »Deux symphonies a grand orchestre« (ungedruckt), »Symphonies concertantes pour clari-
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