Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 382

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1879

14 lines. Read by computer on 12 September 2026. Printed page 376. See the scan on archive.org.

1welches wieder durch einen in die Obermanualtaste gemachten Einschnitt durchgeht und hier durch eine Schraubenmutter festgehalten wird. Unter den Tasten des Oberclavieres befindet sich eine Wippenscheide, von welcher wieder eine Wippe nach dem Ende des oberen Winkelhakenschenkels geht; sobald sich während des Koppelns die Wippenscheide nach vorwärts bewegt. Durch die Bewegung der Wippe kommt die Schraube über die Obermanualtaste so tief zu stehen, dass die Mutter sich auf die Taste auflegt. Wird nun die Taste des Unterclavieres niedergedrückt, so bewegt sich die Taste des Oberclavieres mit abwärts.
3Winkelhebelkoppel ist eine neuere, durch den Orgelbauer Herrn Hartig erfundene Koppel, die, da sie das An- und Abkoppeln auch während des Spie- lens ermöglicht, immermehr in Aufnahme kommt. Unter den Tasten des Oberclavieres liegt eine Scheide mit so viel Winkelhaken, als das Manual Tasten hat. Der hintere Theil des Winkelhebels setzt sich auf die unter dem Oberclavier hervorragende Taste des Unterclavieres, sobald nämlich die Koppel gezogen ist. Das Hauptwerk hat eine Koppclaviatur — drückt man nun eine Taste des Unterclavieres nieder, so hebt der hintere Theil derselben den Winkelhebel in die Höhe; der andere Arm des Winkelhebels drückt in demselben Augenblick die unter ihm liegende Taste des Oberclavieres nieder.
5Winkelmeyer, C., Musikdirektor zu Mannheim, später in Worms, geboren am 3. Jan. 1787 zu Weissenburg am Sand, starb am 3. Jan. 1831 zu Worms, ist der Verfasser eines musikalischen Handbuchs nach der Methode von Natorp und Nägeli: »Neuer Kathechismus über den Unterricht im Gesange« u. s. w. (Mannheim, Löffler, 1821, in 8°, 51 S.); auch veröffentlichte er: »Sérénade pour deux cors, deux trompettes et trombones« (Mayence, Schott), Clavierstücke (Offenbach, André).
7Winkhler, Carl Angelus von, talentvoller Clavierspieler, tüchtiger Komponist und Lehrer der Tonkunst, wurde in Ungarn in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts geboren und hatte seinen Wirkungskreis in Pest gefunden, wo er auch am 15. Decbr. 1845 starb. Zu der beträchtlichen Zahl seiner Compositionen gehören: »Sextett für Piano, zwei Violinen, Alt, Violoncell und Contrabass«, op. 44 (Wien, Haslinger). »Variations brillantes pour piano et orchestre«, op. 19 und 30 (Wien, Leidesdorf); op. 23 (Wien, Mechetti); op. 43 (Wien, Diabelli). »Grand rondeau pour piano et orchestre«, op. 41 (Pest, Grimm). Vierhändige Clavierstücke, Trios für Clavier, Violine und Violoncell (Wien, Haslinger). »Grand trio pour piano, flûte et alto«, op. 15 (Wien, Mechetti). »Rondeaux brillants pour piano avec accompagnement de quatuor«, op. 12 (ibid.); op. 17 (Pest, Hartleben). »Grosse Sonate für Clavier und Violoncell« (Wien, Mechetti). »Vierhändige Sonate«, op. 22 (Pest, Lichte) u. A.
9Winkler, Johann Heinrich, Professor der Philosophie und Physik zu Leipzig, starb daselbst am 18. Mai 1770. Er schrieb die mathematische Abhandlung: »Tentamina circa soni celeritatem per aërem atmosphaericam« (Lipsiae, 1763, in 4°). »Untersuchung der Natur und Kunst«.
11Winkler, Louis, geboren am 1. Septbr. 1813 in Braunschweig, Organist daselbst, hat sich namentlich als trefflicher Arrangeur der Instrumentalwerke unserer Meister, um die Verbreitung derselben in den weitesten Kreise grosse Verdienste erworben.
13Winkler, Max Joseph, Schullehrerssohn von Waldstetten, geboren am 10. März 1810, verrieth als Knabe schon ein ausgezeichnetes Musiktalent und erhielt seinen ersten musikalischen Unterricht von seinem Vater, studirte dann in Augsburg und trat 1828 in das Schullehrerseminar in Dillingen. Da bildete er sich unter Basilus Schwarz im Generalbass und Orgelspiele aus. Nach seinem Austritte aus dem Seminar wurde er als Chorregent in Günzburg angestellt. Im October 1837 wurde ihm, nach ausgezeichnet bestandener Prüfung, die Chorregentenstelle an der Dompfarrkirche übertragen. Fungirte dann nebenbei als Musikhilfslehrer am königl. Schullehrerseminar und wurde 1849 als

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.