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Scan 400
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1879
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1stehen in: »Sechs dreistimmigen Psalmen«, op. 1 (Berlin). »Sechs vierstimmigen Psalmen«, op. 2 (Berlin). »Agnus Dei a capella«, op. 7 (Berlin). Weihnachts-Cantate. Tantum ergo. »Lieder mit Pianofortebegleitung«, op. 3 (Berlin). »Drei Gesänge für Frauenstimmen«, op. 4 (Berlin) und »Eine Sonate in Es«, op. 6 (Mannheim).
3Witte, Georg Friedrich, berühmter Orgelbauer in den Niederlanden, geboren 1823, starb am 5. Novbr. 1873. Sein jüngster Sohn:
5Witte, Georg Heinrich, ein trefflicher Künstler, ist zu Utrecht geboren und erhielt seine erste musikalische Erziehung in der königl. Musikschule im Haag von dem jetzigen Direktor derselben, Wilhelm Frederic Gerhard Nicolai (s. d.) und dem Professor van der Does. In den Jahren von 1862 bis 1864 war er dann noch Schüler des Leipziger Conservatoriums und seit 1872 wirkt er als Musikdirektor in Essen. Als Componist hat er bereits durch mehrere Werke, namentlich durch ein Preis-Quartett die Aufmerksamkeit weiterer Kreise auf sich gelenkt.
7Wittasek, Johann Nepomuk August, ausgezeichneter Clavierspieler, ist am 22. Febr. 1770 zu Horzin in Böhmen geboren. Den ersten Unterricht erhielt er von seinem Vater, der Schulrector des Ortes war, und nachdem er durch sein Talent die Aufmerksamkeit der Fürstin Lobkowitz auf sich gezogen, vermittelte diese seine fernere Ausbildung, die er in Prag im Clavierspiel durch Franz Dussek und in der Composition durch Kozeluch erhielt. Er lebte dann als Concertmeister, Clavierlehrer und Kanzleisekretär im Hause des Grafen Nostiz, bis er nach dem Tode Kozeluch’s 1814 dessen Dom-Kapellmeisterstelle an der Metropolitankirche zu St. Veit erhielt. Seit 1826 bekleidete er auch das Direktorat über die vom Kirchen-Musik-Verein gestiftete Orgel- und Singschule. Die ihm angebotene Stelle als Nachfolger Salieri’s in Wien nahm er wegen vorgerückten Alters nicht an. Er starb am 7. December 1839. Als Clavierspieler erwarb er besonders in den Mozart’schen Concerten Bewunderung, die ihm 1791 Mozart selbst nicht versagte. Seine ersten Compositionen bestanden in Arien und Tänzen, die allgemeine Beliebtheit erlangten, später schrieb er Clavierstücke und Lieder, welche in Prag und Leipzig erschienen. Manuscript blieben: zwei Requiem, drei Messen, Symphonien, das Melodrama »David« (im Prager Theater aufgeführt), Concerte für fast alle Instrumente, Quartette, Cantaten, Arien, Chöre.
9Wittenberg, F. J., Violinist, welcher als solcher in Holland in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts thätig war, und von dem folgende gedruckte Compositionen bekannt sind: »Sechs Duos für zwei Violinen«, op. 1 (Haag, 1786). »Sechs Trios für zwei Violinen und Bass«, op. 2 (ebenda). »Drei Concerte für die Violine mit Orchester«, op. 3 (ebenda).
11Wittgenstein-Berleberg, Christian Fürst von, wurde am 12. Decbr. 1753 geboren und erhielt früh schon Unterricht im Clavierspiel und Gesang; später bevorzugte er das Violoncell, das er so vorzüglich spielte, dass er sich auf diesem Instrument (doch unter fremdem Namen) öffentlich hören lassen und in Wetzlar in dieser Weise ein eigenes Concert veranstalten konnte, und ausserordentlichen Beifall errang. Er war überhaupt ein leidenschaftlicher Musikfreund, hielt sich auch Ende des 18. Jahrhunderts ein kleines, gut eingespieltes Orchester. Er starb auf seinem Schlosse am 4. Octbr. 1800.
13Wittgenstein, Georg Fürst von, wahrscheinlich ein Sohn des Vorigen, ebenfalls eifriger Musikliebhaber, wurde 1786 auf dem Schlosse Berleberg in Westphalen geboren und starb zu Cleve 1819. Von seinen Compositionen sind gedruckt: »Grand quatuor pour deux violons, alto et violoncelle«, op. 1 (Mainz, Schott). »Romance de Joseph „Apeine au sortir de l’enfance“«, variirt für Violoncell mit zwei Violinen, Alt und Bass« (Offenbach, André). »Thema mit Variationen für Clarinette und Orchester«, op. 2 (Bonn, Simrock). Thema mit Variationen für Fagott und Orchester«, op. 3 (ebenda).
15Witthauer, Johann Georg, geboren zu Neustadt an der Heyde am
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